Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Klimaschutz

Region unterstützt Kli­ma­schutz­vor­ha­ben mit 105.000 Euro

„Leuchtturmrichtlinie“ gibt Impulse zum Umsetzen innovativer Projektideen.

Sonnenblumen, Solarmodul, Windräder und Getreide vor einem wolkigen Himmel. © Franziska Krause / Fotolia.com

Erneuerbare Energie kann auf verschiedene Arten gewonnen werden

Die Region Hannover fördert über die „Leuchtturmrichtlinie“ zwei beispielhafte Klimaschutzprojekte mit einem Gesamtfördervolumen von 105.000 Euro. Darüber wurde der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region Hannover in seiner heutigen Sitzung informiert. „Die beiden vorbildlichen Projekte zeigen, wie vielfältig die Handlungsmöglichkeiten für den Klimaschutz sind; sei es durch motivierende und gut aufbereitete Klimaschutz-Tipps für den Alltag oder durch den Einsatz innovativer Gebäudetechnik“, sagt Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover.

App gibt Handlungsvorschläge

Das Umweltzentrum Hannover entwickelt die Lifestyle-App „Klimahelden in der Region Hannover“. Sie wird den Nutzerinnen und Nutzern 365 Tage im Jahr Neuigkeiten, Informationen und Tipps rund um das Thema Klimaschutz in der Region Hannover bieten. Die App soll für Android-, Apple- und Windowsgeräte nutzbar sein und den Bürgerinnen und Bürgern durch konkrete Handlungsvorschläge zeigen, wie sie selbst etwas für den Klimaschutz tun können. Ein Beispiel dafür sind Stromspartipps.

Für die in der App eingetragenen und umgesetzten Tipps gibt es sogenannte Klimapunkte. Bei Erreichen einer Mindestzahl an Klimapunkten schalten die Nutzerinnen und Nutzer eine entsprechende Belohnung frei. Dies können zusätzliche Features für die App oder visuelle Überraschungen sein. Die Region Hannover stellt für das Projekt eine Zuwendung in Höhe von bis zu 55.000 Euro bereit.

Produktionsgebäude mit geringem Energieverbrauch

Die Menze & Spremberg Grundstücksverwaltungsgesellschaft errichtet derzeit in Isernhagen-Kirchhorst ein energieeffizientes Produktionsgebäude mit angeschlossenem Bürokomplex zur Unterbringung der SKM Gesellschaft für Niederspannungs-Systemtechnik. Das Projekt zeichnet sich durch einen minimierten Energieverbrauch, die weitgehende Nutzung regenerativer Energien für den Restenergiebedarf wie Photovoltaik, solares Heizen und solare Klimatisierung in hoher Effizienz sowie eine Holzpelletheizung für den Restheizbedarf aus. Die Region Hannover fördert folgende Projektbausteine mit bis zu 50.000 Euro: Eine solar gespeiste Sorptionskälteanlage, einen Batteriespeicher zur Speicherung der selbsterzeugten Solarenergie sowie die ebenfalls geplante Elektrotankstelle. Darüber wird vor Ort produzierter PV-Strom für Firmenfahrzeuge und auch für privat genutzte Fahrzeuge bereitgestellt. Hierzu ist eine öffentliche und kostenfrei nutzbare E-Tanksäule auf dem Grundstück der Firma geplant.

Förderrichtlinie für Projekte mit „Leuchtturmcharakter“

Die Region Hannover vergibt die Zuschüsse auf Basis der Richtlinie zur Förderung regional bedeutsamer Klimaschutzvorhaben. Der nächste Stichtag zum Einreichen von Anträgen ist der 28. Februar 2017. Einwohnerinnen und Einwohner und Kommunen der Region Hannover sowie Unternehmen, Vereine und Verbände mit Sitz in der Region Hannover können die Anträge bei der Klimaschutzleitstelle der Region stellen. Alle wesentlichen Informationen sind übersichtlich im Faltblatt „Regional bedeutsame Klimaschutzvorhaben – Leuchtturmprojekte gesucht“ zusammengefasst. Es steht, zusammen mit der Förderrichtlinie und dem Antragsformular, unter www.hannover.de/Leuchtturmrichtlinie bereit. Interessierte können das Faltblatt auch per E-Mail an klimaschutzleitstelle@region-hannover.de kostenfrei anfordern.