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Solarkataster

Welches Hausdach ist für eine Solaranlage geeignet?

Das Solarkataster für die Region Hannover geht am 1. Oktober online. Die Eignung eines Daches für die Nutzung von Sonnenenergie lässt sich dann online ermitteln.

Photovoltaikmodule für Strom (links und unten) und Solarthermie für Wärme sind auf einem Hausdach montiert. © Region Hannover, Liebenthal

Strom und Wärme dank der Sonne vom Hausdach

Jedes Dach in der Region Hannover lässt sich ab dem 01. Oktober 2020 online auf die Eignung für eine Solaranlage prüfen. Das unter www.hannover.de/solarkataster aufrufbare Solarkataster berücksichtigt nicht nur physikalische Größen wie Neigungswinkel und Verschattung. Im Rahmen der Analysen und Berechnungen wurden alle Dachflächen in und um Hannover auf ihre Eignung für die Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage untersucht. Zudem wurde für jede geeignete Fläche die maximal installierbare Leistung, der damit zu erzielende Strom- sowie Wärmeertrag und die rechnerische CO₂-Einsparung ermittelt.

Umweltdezernentin Christine Karasch: "Die Region Hannover strebt zum Schutz des Klimas bis spätestens zum Jahr 2050 eine weitgehende Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen an. Die Sonne spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit dem Online-Kataster ergänzen wir unsere schon bestehenden Förderangebote um ein wichtiges Werkzeug. Mit präzisen Informationen wollen wir es Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern erleichtern, Kosten und Leistungsfähigkeit für ihre persönliche Anlage auszurechnen und zugleich zu Investitionen in den Klima- und Umweltschutz ermutigen."

In der Region Hannover werden zurzeit solar erst 110 Gigawattstunden jährlich erzeugt. Dies entspricht 3,5 Prozent dessen, was als Zielmarke im "Masterplan 100% für den Klimaschutz" für das Jahr 2050 festgelegt ist. Die Umweltdezernentin: "Dies bedeutet: In den nächsten 30 Jahren müssten jährlich weitere 100 Gigawattstunden Solarertrag hinzukommen. Das Solarkataster soll helfen, die vorhandenen aber ungenutzten Potenziale auf unseren Dächern zu mobilisieren." Die erforderlichen Daten wurden für jedes Gebäude mit Hilfe von 3D-Laserscann-Daten berechnet.

"Ist das Dach erkennbar gut besonnt, könnte der Weg dann zu einem Fachunternehmen führen, wo die weitere, vertiefte Beratung stattfindet", rät Frau Karasch: "Auch die Klimaschutzagentur der Region Hannover informiert über Fördermittel, die auch durch eigene Programme der Region Hannover ergänzt werden."

Die Solaroffensive der Region Hannover

So bietet die Dach-Solar-Richtlinie finanzielle Unterstützung für eine hochwertige Dachdämmung an, wenn gleichzeitig eine Solaranlage auf dem Dach errichtet wird. Die Förderung der Solaranlage ist wiederum mit den vorhandenen Bundesprogrammen möglich. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage im Rahmen der Dachsanierung gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen durch die Region ist möglich.
Ausführliche Informationen zu den Förderprogrammen sind im Internet unter www.hannover.de/solaroffensive zu finden.

Hinweis

Eigentümer oder Erbbauberechtigte, die Bedenken gegen die Veröffentlichung der Informationen zum Solarpotenzial Ihres Gebäudes haben, können diese aus dem Solarkataster für die Region Hannover löschen lassen. Der Widerspruch kann jederzeit formlos schriftlich unter Angabe der Adresse des Objektes an die Region Hannover, Klimaschutzleitstelle, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover, gerichtet werden.