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CarSharing in Umlandkommunen

Gemeinsam für den Klima- und Umweltschutz: Region Hannover unterstützt Städte und Gemeinden bei der Förderung von Gemeinschaftautos und Fahrgemeinschaften als Alternative zum eigenen Auto.

"Nutzen statt Besitzen" – unter diesem Motto diskutierten kommunale Vertreterinnen und Vertreter am Dienstag, 26. April 2016, in der Auftaktveranstaltung "CarSharing in Umlandkommunen" im Regionshaus die Möglichkeiten, den Ausbau des CarSharing-Angebots voranzutreiben. Die Region Hannover unterstützt die regionsangehörigen Städte und Gemeinden bei der Förderung von Gemeinschaftsautos oder Fahrgemeinschaften als attraktive Alternative zum privaten Pkw, Grundlage dafür ist der Masterplan "Shared Mobility". Ziel der Region ist es, bis 2020 in allen 20 Umlandkommunen CarSharing-Angebote als Baustein des Mobilitätsverbunds – in Ergänzung zu ÖPNV, Fahrrad und Taxi – einzurichten.

"Besonders in kleineren Kommunen scheitert CarSharing bisher häufig an einer zu geringen Auslastung in der Startphase", sagt Elke van Zadel, Leiterin Fachbereich Verkehr der Region Hannover. "Wir setzen daher im ersten Schritt besonders auf die Integration von CarSharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks." So bietet die Region Hannover interessierten Kommunen beispielsweise einen kostenfreien Fuhrpark-Check an, der zeigt, wie und wie viele CarSharing-Fahrzeuge für Dienstfahrten bereitgestellt werden sollten, um die notwendige Grundauslastung sichern. Zudem sieht das Konzept vor, dass diese Fahrzeuge außerhalb der Dienstzeiten abends und an den Wochenenden allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung stehen – also genau dann, wenn die private Nachfrage am stärksten ist.

Gute Gründe für CarSharing

Es gibt viele Argumente für die Nutzung von Gemeinschaftsautos oder Fahrgemeinschaften: Ein CarSharing-Fahrzeug kann bis zu zehn Privat-Pkw ersetzen, außerdem bleiben Privat-Pkw durchschnittlich bis zu 23 Stunden ungenutzt – täglich. Das spart wertvolle Flächen und kommt außerdem den Kundinnen und Kunden wirtschaftlich zugute: Fixkosten für Anschaffung, Steuer oder Versicherung und der Zeitaufwand für Fahrzeugpflege und -instandhaltung entfallen. Zudem kann zwischen unterschiedlichen Fahrzeugtypen von Kleinwagen bis Transporter gewählt werden, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und nur geringe CO2-Emissionen verursachen.

Seitens der Kommunen ist das Interesse an CarSharing groß, die damit im bundesweiten Trend liegen: So stieg in Deutschland die Zahl der Städte und Gemeinden mit einem CarSharing-Angebot im Jahr 2015 von 490 auf 537. Diese Zahlen hat jüngst der Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) veröffentlicht, der den Umsetzungsprozess in der Region Hannover fachlich begleitet. Mit dem Masterplan "Shared Mobility" hat die Region Hannover – in intensiver Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern von CarSharing-Organisationen und Kommunen sowie mit verschiedenen Expertinnen und Experten – eine Basis für alle Kommunen geschaffen, "individuelle CarSharing-Angebote vor Ort gezielt zu fördern und damit einen erheblichen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten", so van Zadel.

(Veröffentlicht: 26. April 2016)