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Klimaschutztour 2017 | Langenhagen

Nahwärmenetz wächst – Solarwochen starten

Nahwärme, Gebäude im Passivhausstandard und Solarwochen: So steht es um die Klimaschutzvorhaben in Langenhagen.

Zukunftsweisende Klimaschutzvorhaben und die Fortschritte bei der Umsetzung der Klimaschutz-Aktionsprogramme in den Kommunen stehen im Mittelpunkt der "Regionalen Klimaschutztour" des Umweltdezernenten der Region Hannover. Am Montag, 24. April 2017, informierte sich Prof. Dr. Axel Priebs in Langenhagen bei Bürgermeister Mirko Heuer über die Klimaschutzaktivitäten der Stadt. Dabei ging es insbesondere um den Ausbau des Nahwärmenetzes und die Solarwochen 2017 der Stadt Langenhagen.

Nahwärme und eine Mensa im Passivhausstandard

Die energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die Versorgung mit Nahwärme spielen im Klimaschutz-Aktionsprogramm der Stadt Langenhagen eine wichtige Rolle. "Der Ausbau des Nahwärmenetzes ist eine tragende Säule, um unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen", verdeutlichte Bürgermeister Mirko Heuer.

Die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH (EPL) baut das Nahwärme-Versorgungsnetz im Stadtzentrum von Langenhagen schrittweise aus. "Dadurch können heute auch Kunden die klimaschonende und komfortable Nahwärme nutzen, die vor einigen Jahren noch auf Öl und Gas angewiesen waren", erläuterte EPL-Geschäftsführer Dr. Manfred Schüle. Durch die Unterquerung der Bothfelder Straße können seit Ende 2015 sogar Gebäude im Söseweg und im Graneweg mit Nahwärme versorgt werden. Das Versorgungsgebiet im Stadtzentrum erhält die Wärme aus der fast direkt neben dem Rathaus gelegenen Energiezentrale Schildhof. "Mehr als 30 Prozent der von EPL in Langenhagen abgegebenen Wärme entsteht mit regenerativer Energie", betonte Dr. Schüle. Als besondere Meilensteine bezeichnete er die Nahwärmeanschlüsse der neuen Mensa des Schulzentrums Langenhagen und eines meravis-Wohngebäudes an der Konrad-Adenauer-Straße im Jahr 2013. Bürgermeister Heuer ergänzte: "Die Mensa des Schulzenrums ist ein echtes Vorzeigeprojekt. Sie wurde im energiesparenden Passivhausstandard errichtet, zudem ist auf dem Dach eine 240 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installiert."

Solaroffensive starten

Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs lobte das innovative Projekt: "Die Stadt und EPL zeigen vorbildlich, wie sich ein hocheffizientes Gebäude mit klimaschonender Nahwärme versorgen lässt – und die Solarenergie ist mit eingebunden. Das hat eine hervorragende Signalwirkung – auch für die Schülerinnen und Schüler". Priebs betonte, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien ein Eckpfeiler auf dem Weg zur klimaneutralen Region bis 2050 sei. "Die Region wird den Ausbau der Solarenergie im gesamten Regionsgebiet noch stärker forcieren und am 23. Mai eine Solaroffensive mit einer öffentlichen Auftakt-Veranstaltung starten", kündigte er an. In Vorbereitung sei unter anderem eine Richtlinie zur finanziellen Förderung von Solarwärmeanlagen in der Region Hannover.

Solarwochen in Langenhagen

Die Stadt Langenhagen unterstützt seit vielen Jahren den Einsatz der Solarenergie. "Aktuell stehen die Solarwochen 2017 kurz vor dem Start", berichtete die Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke. Im Rahmen der Solarwochen Langenhagen 2017 bietet die Stadt vom 2. bis 31. Mai neutrale und kostenlose Solar-Checks für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer an. Weitere Aktionen runden das Programm ab, das die Klimaschutzagentur, der enercity-Fonds proKlima und die Verbraucherzentrale Niedersachsen unterstützen. "Solche Aktivitäten in den Kommunen leisten einen wichtigen Beitrag, um die Solarenergie weiter voranzubringen", stellte Umweltdezernent Priebs heraus.
Udo Sahling, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover, verwies auf die langjährige, gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Agentur im Bereich Umweltbildung und bei den Energieberatungen für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern. "Anfang des Jahres haben gerade erst wieder 62 Langenhagener eine kostenlose Heizungsvisite erhalten", berichtete Sahling.

Hintergrund

Wie steht es um den Klimaschutz in den Kommunen in der Region Hannover? Wie kann dieser weiter vorangebracht werden und wie kann die Region diesen Prozess fördern? Diese und andere Fragen diskutiert der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, regelmäßig vor Ort mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Expertinnen und Experten im Rahmen seiner Regionalen Klimaschutztour. "Damit innovative Konzepte und die wichtigsten Projekte schnell verwirklicht werden können, möchte die Region Hannover die Kommunen unterstützen", erläuterte Priebs die Zielsetzung seiner Tour. Eine Möglichkeit hierzu bietet die Richtlinie über die finanzielle Förderung regionalbedeutsamer Projekte und Vorhaben im Bereich Klimaschutz in der Region Hannover. Die Förderrichtlinie steht im Internet bereit unter www.hannover.de/leuchtturmrichtlinie.

Außerdem bietet das von Stadt und Region Hannover getragene Förderprogramm e.coSport zur energetischen Sportstättensanierung Vereinen Beratungen und finanzielle Zuschüsse an. Weitere Infos zum Programm: www.hannover.de/e.coSport

(Veröffentlicht: 25. April 2017)