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Projekt mit dem Deutschen Wetterdienst

Untersuchung des Stadtklimas in Hannover

Durch Wettermessstationen im Stadtgebiet sollen wichtige Erkenntnisse für zukünftige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gesammelt werden.

Wiese mit Weg am Kronsberg, im Hintergrund umzäunte Wetterstation mit Solarpaneel © LHH

Messstation am Kronsberg

Der Klimawandel ist eine große Herausforderung für die Gesellschaft und stellt auch in Niedersachsen eine Vielzahl von Akteuren vor neue Aufgaben. Wärmere und feuchtere Winter, heißere und trockenere Sommer sowie häufigere Extremwetterereignisse sind in Norddeutschland bereits spürbar. Maßnahmen zur Vorsorge für die Bevölkerung und die Infrastruktur sowie Wege zur Anpassung an den Klimawandel sind daher zu entwickeln.

Innerhalb einer Stadt bildet sich im Vergleich zum freien Umland ein verändertes Lokalklima, der so genannte Wärmeinseleffekt. Dieser charakterisiert sich durch eine deutliche Temperaturdifferenz zwischen der wärmeren Stadt und dem kühleren Umland. Die Ausprägung der Wärmeinsel wird durch den Klimawandel zusätzlich verstärkt.

Unter diesem Aspekt wird das Stadtklima in Hannover von der Landeshauptstadt Hannover und dem Deutschen Wetterdienst mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz untersucht.

Dazu sind in Hannover drei temporäre Messstationen aufgestellt: eine Station steht am Stadtrand auf dem Kronsberg, eine weitere Station steht im Gewerbegebiet Linden-Süd und eine unterirdische Messstation befindet sich im Tunnel der Station Kröpcke.

Zusätzlich werden zwei Stadtbahnen der ÜSTRA mit Messtechnik ausgestattet, um Messungen entlang der Bahntrassen des öffentlichen Nahverkehrs durchzuführen. Im Sommer 2018 finden zudem Fahrten mit einem Messbus des DWD statt.

Zur Ergänzung der Wetterstation des DWD in Langenhagen wird am Weidendamm in Hannover eine dauerhafte Klimastation eingerichtet, um das Stadtklima im Vergleich zum Umland genauer betrachten zu können.

Das gesamte Messprogramm zur Ermittlung der Auswirkungen des Klimawandels soll von 2017 bis 2020 stattfinden.

Hannover ist eine der wenigen Städte, die aufgrund der Zusammenarbeit mit dem deutschen Wetterdienst so ausführliche meteorologische Daten für das städtische Klima erhält.