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Weltweite Nachhaltigkeitsziele

Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Globale Nachhaltigkeitsziele für Süd und Nord lösen die MDGs (Millenniumsentwicklungsziele) ab.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele © Vereinte Nationen

Logo der UN zu den globalen Nachhaltigkeitszielen

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die "2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet. Diese neue globale Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda für die Zeit nach 2015 umfasst unter anderem Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs, Sustainable Development Goals). Die SDGs gelten im Gegensatz zu den im Jahr 2015 ausgelaufenen Millenniumsentwicklungszielen (MDGs) für alle Staaten und beinhalten neben den Herausforderungen der Armutsbekämpfung und der sozialen Entwicklung auch Umweltzerstörung und nicht-nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster.

Die Entstehung der 2030-Agenda basiert auf zwei maßgeblichen Prozessen

Zum einen wurde auf dem MDG-Gipfel 2010 eine Weiterführung und Weiterentwicklung der acht Millenniumsentwicklungsziele beschlossen, die seit 2000 Ziel und Orientierungspunkt der internationalen Entwicklungszusammenarbeit darstellten. Hierzu gehört die Halbierung der globalen Armut bis 2015, Primärschulbildung für alle, Gleichstellung der Geschlechter, Senkung der Kindersterblichkeit, Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern, Bekämpfung von HIV/ AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten, ökologische Nachhaltigkeit und der Aufbau einer globalen Partnerschaft.

Zum anderen ist die Entwicklung der 2030-Agenda geprägt von den Ergebnissen des Rio+20 Gipfels ("Earth Summit"). Auf dieser UN-Konferenz, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfand, beschlossen die UN-Mitgliedsstaaten, die SDGs zu formulieren. Zwanzig Jahre nach dem Weltgipfel in Rio 1992 (UN Conference on Environment and Development) sollten beim Rio+20-Gipfel Fortschritte überprüft werden und nachhaltiger Entwicklung neuer Schwung verliehen werden. Aus zivilgesellschaftlicher Sicht waren die Ergebnisse allerdings weitestgehend enttäuschend. Beim Rio-Gipfel 1992 wurde unter anderem der Klimawandel erstmals von der Staatengemeinschaft als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft verpflichtete sich zum Handeln. Außerdem ging aus dem Rio-Gipfel 1992 die Agenda 21 hervor, ein weltweites Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung.

Die SDGs sollen universell sein und für alle Staaten gelten. Entsprechend müssen die Ziele auch auf die nationale Ebene runtergebrochen werden. Das bedeutet, dass auch Deutschland eine zentrale Rolle in der Umsetzung der SDGs spielt. Aus diesem Grund bildet die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie den Rahmen für die Umsetzung der SDGs auf nationaler Ebene. Zur Überprüfung der Ziele hat ein internationales Gremium ein erstes Indikatorenset entwickelt, das kontinuierlich erweitert und angepasst wird.

(Quelle: Forum Umwelt und Entwicklung, www.forumue.de)

Die 17 Nachhaltigkeitsziele sind:

Ziel 1 – Armut beenden
Ziel 2 – Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft
Ziel 3 - Gesundheit
Ziel 4 - Bildung
Ziel 5 - Geschlechtergerechtigkeit
Ziel 6 - Wasser- und Sanitärversorgung
Ziel 7 - Nachhaltige Energie
Ziel 8 - Wirtschaft und menschenwürdige Arbeit
Ziel 9 - Infrastruktur, Industrialisierung, Innovation
Ziel 10 - Abbau von Ungleichheiten in und zwischen Staaten
Ziel 11 - Nachhaltige Städte
Ziel 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion
Ziel 13 - Klimawandel
Ziel 14 - Ozeane und maritime Ressourcen
Ziel 15 - Land-Ökosysteme, Wälder, Biodiversität
Ziel 16 - Inklusive Gesellschaften, Zugang zum Recht, rechenschaftspflichtige Institutionen
Ziel 17 - Umsetzungsmittel, Globale Partnerschaft

Viele Menschen in Kommunen, Vereinen und Initiativen machen sich Gedanken darüber, wie diese Ziele vor Ort, auch in Hannover, gemeinsam umgesetzt werden können.