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Fairer Handel

Fairtrade Town

Am 10. Mai 2010 wurde Hannover als erste Fairtrade-Stadt in Niedersachsen ausgezeichnet. Damit wird Hannover für sein Engagement im Bereich des Fairen Handels gewürdigt.

Susanne Wildermann vom Agenda21- und Nachhaltigkeitsbüro und Carsten Elkmann von TransFair e.V.  präsentieren vor Aktiven am Kröpke die Fair Trade Town Urkunde für Hannover © LHH (Foto: Ramin Faridi)

Carsten Elkmann von TransFair e.V. überreicht die Urkunde an die Leiterin des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros Susanne Wildermann.

Vorausgegangen war der Ratsbeschluss, dass die Stadt und ihre städtischen Einrichtungen künftig keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit mehr beschaffen, sondern stattdessen fair gehandelte Produkte bevorzugen. Weiterhin musste eine Steuerungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Handel und Gastronomie, der Stadtverwaltung sowie der Zivilgesellschaft gegründet werden, die aktiv an der Verbreitung des Fairen Handels weiterarbeitet. Ebenso sind eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und eine ausreichende Verbreitung von fair gehandelten Produkten in Geschäften der Stadt Voraussetzung.

Die Auszeichnung muss alle zwei Jahre erneuert werden und entsprechend darf das Engagement nicht abreißen. Fairtrade Town Hannover ist vielmehr eine Aufforderung, als Vorbild zu handeln und weiterhin für fair gehandelte Produkte zu begeistern.

Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels

Die Landeshauptstadt Hannover ist für ihr Engagement im Fairen Handel nicht nur als Fairtrade Town ausgezeichnet. Alle zwei Jahre zeichnet die "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" mit dem Wettbewerb um die "Hauptstadt des Fairen Handels" Städte und Gemeinden für ihr lokales Engagement für den Fairen Handel aus. Hier konnte Hannover bereits zweimal einen Preis gewinnen.

3. Platz 2011

2011 erhielt Hannover zusammen mit Heidelberg den 3. Platz. Besonders gewürdigt wurde das von der EU geförderten Projekt "Aware & Fair" sowie die Aktion der BBS Handel "Hannover-handelt-fair". In dem Projekt "Aware & Fair – Stadtspiele und Kampagnen als lokale Antwort auf die Millenniumsentwicklungsziele" sollten die Millenniumsziele am Beispiel des fairen Handels begreifbar gemacht und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Projekt wurde gemeinsam mit den Partnerstädten Poznan (Polen), Blantyre (Malawi) und Bristol (GB) sowie den Städten Litomerice (Tschechien) und Miskolc (Ungarn) durchgeführt. Als konkreten Erfolg wurden Poznan und Litomerice als erste Fairtrade-Towns in ihren jeweiligen Ländern ausgezeichnet.

Das Projekt "Nachhaltige Verkaufsförderungsaktion Hannover-handelt-fair" der Berufsbildenden Schule (BBS) Handel wurde sogar als vorbildlich gelobt. Die fächerübergreifende Bildungsmaßnahme der BBS, Abteilung Einzelhandel umfasst die Themen Nachhaltigkeit, Fairer Handel und Kundenberatung. Die erworbenen Kenntnisse werden jährlich während der Fairen Wochen direkt praktisch umgesetzt. In Kooperation mit dem örtlichen Einzelhandel, Cafés und Betriebsgaststätten sind die Auszubildenden in mehr als 50 Betrieben als Akteure für den Fairen Handel unterwegs.

Sonderpreis 2015

Im Wettbewerb von 2015 erhielt Hannover einen von fünf Sonderpreisen. Gewürdigt wurde, dass in der Stadt Hannover 2013 eine volle Stelle im Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro neu geschaffen wurde, um die bisherigen Aktivitäten zur Fairen Beschaffung sowie zur Bildungsarbeit zu verstärken. Durch die neue Stelle stieg die Bereitschaft innerhalb der Verwal­tung, fair gehandelte Produkte zu beschaffen. Auch die Bildungsangebote zum Fairen Handel für Schulen und Kindertagesstätten konnten kontinuierlich erweitert und eine Kampagne zur Förderung von Fairtrade-Schools ange­stoßen werden.

Alle Informationen zum Wettbewerb und die Vorstellung der bisherigen Preisträger finden sich auf den Seiten der "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt":