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Nachhaltigkeit

Hannover weiterhin "Fairtrade-Stadt"

Die Landeshauptstadt Hannover trägt für weitere zwei Jahre den Titel "Fairtrade-Stadt".Maike Schliebs von TransFair e.V., Träger der Fairtrade-Kampagnen in Deutschland, überreichte am 8. Mai an Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette die Urkunde. Darüber hinaus erhielten am 8. Mai sechs Schulen den Titel "Fairtrade-School". 

Zwei Frauen mit einer Urkunde. © LHH

Besondere Ehre: Maike Schliebs von TransFair e.V. überreichte Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette die "Fairtrade-Stadt"-Urkunde.

"Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des Fairen Handels in Hannover. Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Schulen arbeiten hier für das gemeinsame Ziel, einen Beitrag zur sozialen Verantwortung zu leisten, eng zusammen", sagte Sabine Tegtmeyer-Dette, und betonte: "Ich bin stolz, dass Hannover dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns auch weiterhin mit viel Elan dafür ein, den Fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern." Die Fairtrade-Towns-Kampagne biete der Stadt Hannover auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals - SDGs), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto "global denken, lokal handeln" leiste die Stadt mit ihrem Engagement hier einen wichtigen Beitrag. Vor acht Jahren erhielt die Landeshauptstadt Hannover von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig diese Auszeichnung für ihr Engagement zum Fairen Handel.

Engagement in vielen Bereichen

Das Engagement der Stadt Hannover ist vielfältig: der faire Brunch zur Fairen Woche mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren und Schulen in der Innenstadt, faire Sportbälle für Schulen und Jugendeinrichtungen, zahlreiche Bildungsangebote für Kindertagesstätten und Schulen sowie der druckfrische faire Einkaufsführer im Pocketformat sind einige Beispiele für Projekte in den vergangenen Jahren. "Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement", unterstrich Dezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. Geplant sind Projekte zur öffentlichen Beschaffung und weitere Kooperationen mit den Schulen.

Sechs "Fairtrade-Schools"

Sechs Schulen erhielten am 8. Mai die Auszeichnung "Fairtrade-School". Während die IGS Roderbruch und das Gymnasium Limmer erstmals diesen Titel tragen, bekamen vier Schulen nach der Erstauszeichnung zum zweiten Mal diese Urkunde. Dies sind die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, die Wilhelm-Schade-Förderschule, die Berufsbildende Schule Handel und die Freie Waldorfschule Hannover-Maschsee. Damit wurde ihr herausragendes Engagement zur Förderung globaler Gerechtigkeit, eines nachhaltigen Konsums und des Fairen Handels ausgezeichnet. Die Schulen greifen ein Thema auf, das in der Gesellschaft generell wachsende Bedeutung gewinnt. Immer mehr Menschen legen Wert auf Produkte aus umweltgerechter und klimafreundlicher Herstellung sowie aus fairem Handel. Dieser garantiert, dass Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden und Arbeiterinnen und Arbeiter gute Arbeitsbedingungen haben und gerecht entlohnt werden.

Sabine Tegtmeyer-Dette lobte das Engagement der Schulen für ein nachhaltiges Konsumverhalten. "Wenn uns eine umwelt- und sozialgerechte Lebensweise wichtig ist, sind alle Teile der Gesellschaft gefragt, einen Beitrag zu leisten. Umso mehr freut es mich, dass sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich engagieren", sagte Tegtmeyer-Dette. Schulen, die Interesse am Zertifikat "Fairtrade-School" haben, können sich an das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro wenden: (05 11) 1 68 – 4 65 96 oder agenda21@hannover-stadt.de. Informationen zur Zertifizierung und den Kriterien gibt es unter www.fairtrade-schools.de.

Fairer Einkaufsführer

Seit dieser Woche erhältlich ist "Get fair! Hannovers fairer Einkaufsführer", der erstmals im Pocket-Format erschienen ist. Das Faltblatt bietet eine Übersicht über mehr als 230 Geschäfte, in denen fair gehandelte Produkte gekauft werden können. Es enthält zudem kurz gefasste Informationen zu vertrauenswürdigen Siegeln. Das Faltblatt in einer Auflage von insgesamt 4.000 Stück liegt unter anderem in Bürgerämtern, Stadtbibliotheken und einigen Geschäften aus. Zudem steht es als PDF hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Hintergrund

Hannover ist eine von 525 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne gibt es im Internet unter www.fairtrade-towns.de