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Engagement

Verdienstkreuz an Silvia Hesse verliehen

Seit 28 Jahren engagiert sich die Hannoveranerin für den Umwelt- und Klimaschutz. Dafür haben ihr Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau am 27. November gemeinsam das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Oberbürgermeister Stefan Schostok, Silvia Hesse und Regionspräsident Hauke Jagau © LHH

Oberbürgermeister Stefan Schostok, Silvia Hesse und Regionspräsident Hauke Jagau

Stefan Schostok nannte die Geehrte bei der Verleihung in der Ratsstube eine "Hannoveranerin mit Weitblick, die sich mit unglaublichem Engagement für Nachhaltigkeit und Völkerverständigung einsetzt."

Hesse trug maßgeblich zur Gründung eines Umweltdezernates bei

In den Achtzigerjahren war Silvia Hesse Geschäftsführerin der Grün-Alternativen Bürgerliste (GABL; heute Bündnis 90/Die Grünen). Im Rahmen dieser Tätigkeit und ihres Einsatzes für den Umweltschutz unterstützte sie die Forderung nach einem Umweltdezernat vehement. 1987 mündete dieses Bestreben in die Gründung des Umweltdezernates der Landeshauptstadt Hannover (LHH). Ein Jahr später ist Hesse hauptberuflich in die Stadtverwaltung gewechselt und hat den Dezernatsbereich Umweltbildung und Kommunikation zu großen Teilen mit aufgebaut. Dort war sie für die Bereiche Umweltberatung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Bei der Wahrnehmung ihrer dienstlichen Tätigkeiten war Hesse überaus aktiv, hat zahlreiche Projekte gefördert und ein großes Netzwerk geschaffen. 1995 hat sie das Konzept des lokalen Agenda 21-Prozesses entwickelt und ist daraufhin Leiterin des neuen Agenda 21-Büros der LHH geworden. Die Leitung des Büros hat sie bis zu ihrem Renteneintritt im Jahr 2013 inne gehabt.

Einsatz für indigene Völker

1990 ist die LHH auf Hesses Anregung Gründungsmitglied des Vereins Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder/Alianza del Clima e. V. gewesen, dem größten europäischen Städtenetzwerk für den Klima- und Umweltschutz. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, den Klimawandel zu bekämpfen und den Klima- und Umweltschutz durch den Einsatz erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparungen zu betreiben. Ferner fördert es regionale und lokale Projekte der indigenen Partner in Amazonien, vermittelt und begleitet Städtepartnerschaften und betreibt Kooperationsarbeit, um die Gemeinden der Indigenen beim Schutz ihrer Wälder und ihrer territorialen Rechte zu unterstützen.

Vielseitiges Engagement

Als Leiterin des Agenda 21-Büros war Hesse 2002 auch an der Gründung des Vereins Migranten für Agenda 21 e. V. beteiligt und ist dort zum Ehrenmitglied ernannt worden. Seit 2007 ist sie Mitglied des Beirats Netzwerk 21-Kongress und der Jury Zeitzeichen. Ebenfalls 2007 war sie an der Gründung der Internationalen Stadtteilgärten Hannover beteiligt. 2011 war Hesse Hauptinitiatorin und Gründungsmitglied des Vereins "Wandel Werte e. V.". Von Beginn an hat sie die Funktion der Ersten Vorsitzenden inne. Der Verein fördert den Umweltschutz vor allem durch die Erhaltung von Ressourcen, Rohstoffen und Wertstoffen und betreibt verschiedene Kooperationsprojekte mit dem Agenda 21-Büro der LHH.

Wegbereiterin für Nachhaltigkeit und den Klima- und Umweltschutz

Sowohl in Hannover als auch weit darüber hinaus gilt Hesse als Wegbereiterin für Nachhaltigkeit und für den Klima- und Umweltschutz. Durch ihren intensiven Einsatz und ihre herausragende Vorarbeit ist die LHH 2017 von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. als Deutschlands nachhaltigste Großstadt ausgezeichnet worden. Sie hat sich auch im kulturellen Bereich ehrenamtlich betätigt. 2007 hat sie die Gründung des Afrikanischen Dachverbandes Norddeutschland e. V. unterstützt. Bis heute berät Hesse den Verband, begleitet dessen Arbeit als verlässliche Partnerin und kümmert sich um zahlreiche Integrationsprojekte insbesondere in Hannover.

Für kulturellen Austausch und Völkerverständigung

Über das EU-Projekt "aware & fair" ist Silvia Hesse mit dem Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e. V. in Kontakt getreten. 2010 ist sie Mitglied des Vereins und gleich zur Ersten Vorsitzenden gewählt worden. Dieses Amt nimmt sie bis heute wahr. Neben der Völkerverständigung und dem kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Malawi liegen dem Verein auch der faire Handel und der Klimaschutz sehr am Herzen. In diesem Rahmen hat Silvia Hesse verschiedene soziale, kulturelle und umweltschutzbezogene Projekte in verschiedenen Orten Malawis organisiert und durchgeführt.

Mitwirkung in der Politik

Auf kommunalpolitischer Ebene ist Silvia Hesse bis heute Mitglied des Bündnisses 90/Die Grünen Hannover und nimmt die Aufgabe der kulturpolitischen Sprecherin wahr. Von 2011 bis 2016 war sie Regionsabgeordnete der Region Hannover und hat sich in die Arbeit mehrerer Ausschüsse und Gremien der Regionsversammlung eingebracht.