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Hannover auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Nachhaltige Beschaffung ausbauen

Einhaltung sozialer und ökologischer Kriterien bei der Beschaffung und Vergabe öffentlicher Aufträge

Drei Schaufensterpuppen sind mit Arbeitskleidung an und hinter einem Tisch zu sehen, daneben eine Fahne mit der Aufschrift "Fairtrade-Stadt Hannover" © B. Brunner

Die Landeshauptstadt Hannover ist Fairtrade-Town.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sprechen sich im Ziel Nr. 12 für die Sicherstellung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster sowie die Beförderung nachhaltiger Verfahren in der öffentlichen Verwaltung aus. Das Ziel Nr. 8 geht auf das Verbot der Kinderarbeit und eine menschenwürdige Arbeit für alle ein. Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt die Umsetzung dieser Ziele in vielfacher Weise, insbesondere durch eine ökologisch und sozial nachhaltige Beschaffung und den Fairen Handel.

Die Stadt hat sich bereits seit Mitte der 1980er Jahre per Ratsbeschluss verpflichtet, bestimmte umwelt- und gesundheitsschädigende Produkte nicht mehr zu beschaffen. Dazu gehören der Verzicht auf FCKW, PVC, Tropenholz und der Verzicht auf Atomstrom. Diese Vorgaben wurden fortgesetzt, indem Beschlüsse zur Beschaffung nachhaltiger Produkte gefasst und in allgemeine Dienstanweisungen umgesetzt wurden, z. B. Einsatz von Recyclingpapier, Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Motoren, die kommunale Umweltverträglichkeitsprüfung und insbesondere Vorgaben zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit.

Seit 2009 sind bei jeder Anschaffung der Landeshauptstadt Hannover die sozialen und ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit zu beachten. Die Allgemeine Dienstanweisung zur Beschaffung wurde deshalb 2010 um die ökologische und faire Beschaffung erweitert. Damit sind die Beachtung des Fairen Handels und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit bei jeder Beschaffung zur Pflicht erklärt worden.

Bewusst einkaufen – Fairer Handel

Für das Engagement zur Förderung des Fairen Handels wurde die Stadt Hannover 2010 als erste Fairtrade-Town in Niedersachsen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde 2012 und 2016 erneut bestätigt.

Im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ erlangte Hannover 2011 den dritten Platz für das Projekt „aware & fair“, das sozial und ökologisch nachhaltigen Handel unter den hannoverschen Partnerstädten fördert. Außerdem wurde der Stadt Hannover 2015 ebenfalls im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ ein Sonderpreis für die Einrichtung einer Stelle zur Förderung des Fairen Handels in Verwaltung, Stadtgesellschaft und Schule verliehen.

Neben der Förderung der nachhaltigen Schülerfirmen wird auch das Schulprogramm „Unsere Schule handelt fair“ weiter ausgebaut. Seit 2015 konnten bereits fünf FairTradeSchools zertifiziert werden. Zwei weitere befinden sich in der Bewerbungsphase.