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Landwirtschaft und Nutzgärten

Fünf Themenschwerpunkte des Agrikulturprogramms

Die zentralen Handlungsfelder und Umsetzungsstrategien

Mohnblumen und Ackerwinde auf einem Getreidefeld. © LHH

Ackerwildkräuter am Kronsberg.

1. Flächensicherung für landwirtschaftliche und gärtnerische Nutzungen

2. Wirtschaftliche Existenzsicherung der Betriebe
Im Agrikulturprogramm sind schützenswerte Landwirtschaftsflächen dargestellt, an deren Erhaltung die Stadt besonders interessiert ist. Denn je mehr bäuerliche Betriebe aus dem Ballungsraum verschwinden, desto mehr verlassene Flächen müssten mit hohem Aufwand von der Kommune gepflegt werden, damit sie von der großen Zahl Erholungssuchender aus der Stadt genutzt werden können. Und je weniger Bauernhöfe es in Stadtnähe gibt, desto weniger Möglichkeiten gibt es, die Verbraucher auf kurzen Wegen mit frischen Lebensmitteln aus der Region zu versorgen. Diese Versorgung auf kurzen Wegen ist wiederum ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, und sie ist ein Beitrag zu Existenzsicherung für Betriebe nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Lebensmittelhandwerk.

3. Förderung von umweltschonenden und ökologischen Bewirtschaftungsformen
In der Stadt sollen umweltschonende und ökologische Bewirtschaftungsformen weiter entwickelt werden. Dazu gehören beispielsweise umweltgerecht bewirtschaftete Grünlandflächen. In der Vergangenheit wurden bereits rund 200 Hektar Grünlandflächen neu geschaffen, die oftmals mit Mutterkühen extensiv beweidet oder für die Heugewinnung genutzt werden. Sie sind wertvolle Lebensräume mit teilweise hoher Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz und stellen attraktive Erholungslandschaften dar. Auch auf einigen Ackerflächen gibt es Kooperationen mit Landwirten zur besonderen Förderung von Pflanzen bzw. Tierarten. Dazu gehören Ackerwildkrautschutzstreifen oder Maßnahmen für die Feldlerche. Nach diesem Prinzip "Pflege durch Nutzung" sollen auch in Zukunft Formen der umweltgerechten Bewirtschaftung entwickelt werden, bei denen die Belange des Naturschutzes und der Landbewirtschaftung soweit wie möglich in Einklang gebracht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem in der Erhöhung des Anteils an ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen im Stadtgebiet.

4. Regionale Vermarktung der Stadt als Verbraucherin
Die Stadt Hannover will als Verbraucherin mit gutem Beispiel vorangehen und, wo möglich, mehr regionale und ökologische Produkte in eigenen Einrichtungen und auf Veranstaltungen verwenden.

5. Öffentlichkeitsarbeit / Information und Aktion
Öffentliche Führungen und Angebote sollen dazu beitragen, über Landwirtschaft in der Stadt Hannover zu informieren und zu bewusstem Einkaufen zu animieren. Mitmachangebote zum Selbst-Gärtnern werden vorgestellt und unterstützt.