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Umweltbildungsangebote für Menschen mit Handycap

Naturerlebnisführung für Sehbehinderte

Drei TeilnehmerInnen an der Führung für Blinde und Sehbehinderte beim Flücken von Blüten © Karin Kuhlmann

Naturerleben durch Fühlen, Riechen und Schmecken

Am 29. Mai 2015 wurde im Auftrag des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün eine gut vierstündige Naturerlebnisführung zum Thema „Essbare Wildkräuter und Blüten“ für sehbehinderte und blinde Menschen durchgeführt.
15 TeilnehmerInnen konnten im Rahmen dieser Erlebnisführung essbare Wildpflanzen selbst pflücken, kennenlernen und mit (fast) allen Sinnen erfahren. Nicht nur der Reifegrad wurde erfühlt und ertastet, sondern auch erlernt, welche Pflanzenteile in der Küche verwendet werden können. Neben kulinarischen Tipps erfuhren sie Spannendes aus dem Pflanzenheilwissen heutiger und früherer Zeiten.
Gemeinsam wurden Blüten und Kräuter gesammelt und in der Küche im Stadtteilzentrum KroKus zu „wilden Köstlichkeiten“ verarbeitet wie z.B. Holunderblütenlimonade und Wildkräuter-Fingerfood.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben begeistert mitgemacht und signalisierten großes Interesse an weiteren Naturerlebnisangeboten.

Entwickelt wurde das Angebot von der Diplom–Biologin und Umwelt- und Erlebnispädagogin Sieglinde Fink und Diplom-Biologin und Lehrerin am Landesbildungszentrum für Blinde Maria I. Jiménez López, die auch die Betreuung und Führung der Gruppe über den Kronsberg übernahmen.
Anlass dieser besonderen Aktion ist das Ziel des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, die Umweltbildungsangebote für Menschen mit Handicap auszuweiten.Als Kooperationspartner unterstützte und beriet der Regionalverein Hannover des Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V., der auch den Kontakt zur Zielgruppe herstellte.
Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Programms „Mehr Natur in der Stadt“ des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün und Fördergeldern des Fachbereichs Soziales nach dem Nds. Behindertengleichstellungsgesetz.