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Lärmkartierung nach EU-Umgebungslärm­richtlinie

Lärmkartierung

Nach EU-Umgebungslärmrichtlinie sind die Erarbeitung von Lärmkarten und die Erstellung einer Betroffenenstatistik für den Ballungsraum Hannover gefordert. Die 1. Stufe der Lärmkartierung wurde im Jahr 2008 durchgeführt. Eine Aktualisierung der Kartierung in Form von Karten und Betroffenenstatistiken wurde bis 30.06.2012 an die zuständigen Behörden gemeldet.

Der nun vorliegenden Lärmkartierung 2012 liegen umfangreiche Änderungen und Aktualisierungen der Eingangsdaten des Berechnungsmodells zugrunde. So wurden einerseits Datengrundlagen wie Einwohnerzahlen, Gebäudemodell, Geländemodell fortgeschrieben, andererseits wurde das Rechenmodell weiter verfeinert und verbessert. Zudem wurden die seit 2008 eingebauten lärmmindernden Fahrbahnbeläge in der Berechnung berücksichtigt. Gemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie sollen die verwendeten Eingangsdaten für die Lärmkartierung nicht älter als ein Jahr sein, um eine aktuelle Bestanderfassung zu gewährleisten.

Mit der Übermittlung der Lärmdaten für Straßenverkehr, Stadtbahn und Gewerbe zum 30.06.2012 über das niedersächsische Umweltministerium an die Europäische Union ist die zweite Stufe der Umgebungslärmrichtlinie - die Lärmkartierung - für die Landeshauptstadt Hannover abgeschlossen.

Die Haupt-Lärmquellen im Straßenverkehr sind erwartungsgemäß die Bundesautobahnen (A2, A7, A37) und die bedeutenden Bundesstraßen (Schnellwege B3, B6, B65) sowie die eng angebauten innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen. Im bebauten Bereich wirkt vielfach die Abschirmung durch Gebäude, so dass z. B. bereits im Blockinneren oder in geringer Entfernung von der Straße deutliche Minderungen zu erkennen sind. Die Lärmbelastung durch die Stadtbahn beschränkt sich auf die oberirdischen Fahrstrecken der einzelnen Linien. Hierbei treten ebenfalls die eng angebauten Bereiche mit hoher Lärmbelastung hervor. In die Betrachtung des Gewerbelärms wurden alle relevanten Gewerbeanlagen sowie die Häfen aufgenommen. Da diese in Industrie- und Gewerbegebieten liegen, ist die Anzahl der betroffenen Menschen gegenüber den anderen Lärmarten sehr gering.