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Unser Umgang mit den Ressourcen der Erde

Multivision REdUSE in Schulen der Region Hannover

Reduce, Reuse, Recycle: Informationen zum Projekt, das Jugendliche für die Ressourcenproblematik sensibilisiert.

Unser Wohlstand und unser Lebensstandard sind in höchstem Maße von der Verfügbarkeit von Ressourcen abhängig. Hoch entwickelte Industrienationen wie Deutschland sind angewiesen auf nicht nachwachsende Ressourcen, wie verschiedene Metalle (Aluminium, Kupfer etc.), Seltene Erden (z. B. für die Handyherstellung) und auf nachwachsende Rohstoffe (Holz, Baumwolle etc.) sowie auf den Zugang zu sauberem Wasser und Energie.

Ressourcenabbau ist mit Umweltbelastungen verbunden

Viele Ressourcen sind bei steigender Nachfrage schon heute übernutzt – in Europa und weltweit. Folgen sind beispielsweise steigende Einkaufspreise. Neben den ökonomischen Aspekten dürfen aber auch ökologische und soziale Aspekte nicht vernachlässigt werden. Der Abbau der Ressourcen, insbesondere im globalen Süden, ist häufig mit Umweltbelastungen verbunden. Hinzu kommen mögliche Gesundheitsbelastungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter, schlechte Arbeitsbedingungen und ein nicht existenzsicherndes Einkommen.

Nachhaltiger Lebensstil für gerechte Ressourcenverteilung

Damit Ressourcen gerechter verteilt werden und alle Menschen auf der Welt gut und glücklich auf unserem Planeten leben können, muss unser Lebensstil nachhaltiger werden. Die "Ressourcenfrage" ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. In einer Welt mit endlichen Ressourcen müssen wir den Zusammenhang von Wohlstand, Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch entkoppeln.

Jugendliche sind auf zukunftsfähige Rohstoffpolitik angewiesen

Im Fokus des Projekts "REdUSE" stehen einerseits die nicht nachwachsenden Ressourcen wie Erze, Mineralien und Seltene Erden. Europas Industrie und seine moderne Informationsgesellschaft verbrauchen enorme Mengen an solchen nicht erneuerbaren Ressourcen und sind abhängig vom Abbau und der Belieferung selbiger aus anderen Ländern. Die Frage, wie gerade hier nachhaltig und möglichst ohne Abhängigkeit gewirtschaftet werden kann, ist von zentraler Bedeutung. Besonders Jugendliche nutzen modernste Informationstechnik und tauschen rasch die "alten" durch neue Geräte aus. Sie sind als Nutzer auf eine zukunftsfähige Rohstoffpolitik und bessere Recyclingmöglichkeiten angewiesen.

Alternativen gegen Rohstoffübernutzung

Die Rohstoffübernutzung betrifft andererseits auch nachwachsende Rohstoffe wie Papier und Baumwolle. Der enorme Wasserverbrauch und die Umweltbelastungen durch den Anbau von Baumwolle werden dargestellt und es werden Alternativen wie die Nutzung von Biobaumwolle, das Upcycling von Textilien oder Kleidertauschpartys aufgezeigt. Als Alternative zum Papier aus Frischfasern wird Recyclingpapier in den Fokus gestellt.

Über das "REdUSE"-Projekt

Das Projekt "REdUSE" sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines 30-minütigen Films anhand konkreter Beispiele für die Ressourcenproblematik. Und es verdeutlicht die Notwendigkeit, Abfälle zu trennen, um die Rohstoffe der Kreislaufwirtschaft zuführen zu können. Es zeigt aber vor allem, dass Abfälle vermieden werden müssen und unser Konsum insgesamt nachhaltiger gestaltet werden muss. Der Film zeigt zahlreiche entsprechende Handlungsmöglichkeiten auf, die in der anschließenden Diskussion mit den Schülerinnen und Schüler vertieft werden.

Mitwirkende

"REdUSE" ist ein Projekt von "Multivision e.V. - Verein für Jugend- und Erwachsenenbildung" in Hamburg. Die Durchführung wurde ermöglicht durch "proKlima - Der enercity-Fonds", dem Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover und der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha). 23 weiterführende und berufsbildende Schulen aus der Region Hannover mit etwa 8500 Schülerinnen und Schülern bzw. Auszubildenden nehmen an den Veranstaltungen im November und Dezember 2017 teil. 

Weiterführende Lehrmaterialien

Für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung im Unterricht können folgende Materialien und Hinweise genutzt werden: