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Fairer Handel

Unsere Schule handelt fair!

Handeln für globale Gerechtigkeit

Faires Handeln bedeutet, den Mitmenschen und der Umwelt respektvoll gegenüber zu treten und mit ihnen einen verantwortungsvollen Umgang zu pflegen.

Doch es gibt Dinge, die nicht auf den ersten Blick mit dem Thema Gerechtigkeit in Verbindung gebracht werden: Der Kakao im Kiosk, der Fußball in der Turnhalle, der Kaffee im Lehrerzimmer, selbst das Papier im Kopierer haben damit zu tun. Diese Produkte stammen häufig aus Ländern, in denen viele Menschen nicht selten unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen, nicht angemessen entlohnt werden und der Umweltschutz eine geringe Bedeutung hat

Durch unser Konsumverhalten können wir Einfluss nehmen auf Arbeits-, Einkommens- und Umweltbedingungen in den Herkunftsländern der Produkte und einen Beitrag zur globalen Gerechtigkeit leisten. Eine Möglichkeit besteht darin, fair gehandelte Produkte einzukaufen.

Der Faire Handel zielt auf bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzentinnen und Produzenten sowie Beschäftigte und leistet damit einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Entsprechende Produkte sind anhand spezieller Siegel zu erkennen. Das bekannteste ist das Fairtrade-Siegel.

Auch die Schule kann ein Zeichen setzen. Im Kiosk können fair gehandelte Snacks, Obst und Getränke verkauft und im Lehrerzimmer "fairer" Kaffee und Tee ausgeschenkt werden. Schülerinnen und Schüler tragen fair gehandelte Schulabschluss-T-Shirts. Die Themen Entwicklungspolitik und Fairer Handel können in den Unterricht einbezogen oder eine Projektwoche gestaltet werden, in deren Rahmen Schülerinnen und Schüler öffentlichkeitswirksame Aktionen zum Fairen Handel durchführen.

Unsere Angebote:

  • Unterrichtsangebote zu den Themen Globale Gerechtigkeit und Fairer Handel anhand von Beispielen wie Kakao/ Schokolade, Baumwolle/Kleidung, (virtuelles) Wasser oder Fluchtursachen
  • Unterrichtsangebot "Wie gerecht ist unser Einkauf?"
  • „Eine-Welt-Schulcheck - Wie fair ist unsere Schule?“
  • Bildungskisten „Fairer Handel/Nachhaltige Lebensstile“ und „Regenwald/Klima/Indigene“
  • Krimi-Spiel "Mord in Schokistedt"
  • Unterstützung i.R. der Bewerbung für das Zertifikat "Fairtrade-Schools"
  • Beratung bei der Einführung von fair gehandelten Produkten in der Schule
  • Beratung bei der Gestaltung von Projekttagen und -wochen
  • Broschüre „KonsuMensch“

Daneben gibt es weitere Unterrichtsangebote, bei denen die Themen Ressourcenschutz und nachhaltiger Konsum im Fokus stehen.

Krimi-Spiel

Der Faire Handel bildet den Hintergrund beim Krimi-Spiel "Tödliche Enthüllungen - Mord in Schokistedt". Es bietet die Möglichkeit, sich dem Thema Fairer Handel auf spielerische Art anzunähern. Neben Informationen zum Fairen Handel sind auch ansprechende Rezeptideen enthalten. Acht Personen sind für das Spiel notwendig. Je nach Größe der Schulklasse können drei oder vier Gruppen gebildet werden. Alle für das Spiel notwendigen Unterlagen können unter dem Link www.hannover.de/faires-krimidinner heruntergeladen werden.

Kampagne Fairtrade-Schools

Mit der Auszeichnung als "Fairtrade-School" können Schulen ein Zeichen setzen für globale Gerechtigkeit und Fairen Handel. Die gleichnamige Kampagne wird vom Verein TransFair e.V. in Köln getragen. Dieser ist Mitglied der Fairtrade Labelling Organizations International, die das bekannte Fairtrade-Siegel entwickelt hat. Das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro arbeitet mit TransFair e.V. zusammen und gibt Schulen Unterstützung bei der Erfüllung der Kriterien im Rahmen des Zertifizierungsprozesses. In Hannover gibt es neun „Fairtrade-Schools“ (Stand 2020).