Digitale Auszeichnung

BBS 14 ist zehnte „Fairtrade-School“ Hannovers

Die berufsbildende Schule für Büro- und Freizeitberufe (BBS 14) im Roderbruch wurde am 25. Juni 2020 als zehnte Fairtrade-School Hannovers und 725. Fairtrade-School bundesweit ausgezeichnet.

Schüler*innen der BBS 14 sammeln Ideen für nachhaltige und faire Projekte an ihrer Schule

In Zeiten von Corona wurde die Schule digital ausgezeichnet. Eine offizielle Übergabe des Zertifikats erfolgt am 25. November 2020 im Neuen Rathaus, wenn sechs weitere Schulen als Fairtrade-School und die Landeshauptstadt Hannover als Fairtrade-Town wieder ausgezeichnet werden.

Im April 2016 wurden mit der Freien Waldorfschule Hannover-Maschsee, der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, der Wilhelm-Schade-Förderschule und der BBS Handel die ersten vier Fairtrade-Schools in Hannover ausgezeichnet. 2018 folgten die IGS Roderbruch, das Gymnasium Limmer und die Maximilian-Kolbe-Förderschule, 2019 die Leonore-Goldschmidt-Schule und im Februar 2020 die IGS Südstadt. Die ersten sechs Schulen stehen in diesem Jahr für eine Wiederauszeichnung an.

In der BBS 14 ist es dem Einsatz des Fairtrade-Schulteams zu verdanken, dass der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des schulischen Alltags integriert wurde. Die Schulleiterin Christiane Fischer sagte: „Wir an der BBS 14 der Region Hannover tragen hiermit unseren Teil dazu bei, das Bewusstsein für einen gerechten Welthandel zu stärken.“

Die Themen nachhaltiger Konsum und globale Gerechtigkeit finden sich nicht nur im Unterricht der BBS 14 wieder. Im Rahmen eines Aktionstags der Fachoberschule Wirtschaft werden Schüler*innen und Lehrkräfte für ein nachhaltiges Konsumverhalten sensibilisiert. Eine weitere der vielen Ideen, die das Fairtrade-Schulteam umsetzt, ist die Neuorganisation der Gästebewirtung. Am Ausbildersprechtag gibt es Kaffee und Gebäck aus Fairem Handel. Für faire Snacks hat die BBS 14 einen Fair-o-mat, einen stromlosen Warenautomaten, beschafft, der in der Schulgemeinschaft großen Anklang findet und in einem Schüler*innen-Projekt integriert ist. In der Vorweihnachtszeit können sich Lehrkräfte und Schüler*innen mit Nikoläusen aus Fairem Handel beschenken.

Die BBS 14 greift ein Thema auf, das in der Gesellschaft wachsende Bedeutung gewinnt. Immer mehr Menschen legen Wert auf Produkte aus umweltgerechter und klimafreundlicher Herstellung sowie aus Fairem Handel. Dieser garantiert, dass Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden und Arbeiter*innen gute Arbeitsbedingungen haben und gerecht entlohnt werden.

Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, lobte das Engagement der Schulen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen gerechten Handel. „Die Fairtrade-Schools verankern den Fairen Handel im Schulalltag und schaffen durch konkretes Handeln ein Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung. Umso mehr freut es mich, dass wir nunmehr zehn Fairtrade-Schools in Hannover haben.“

Seit 2012 engagieren sich Schüler* und Lehrkräfte mit der Kampagne „Fairtrade-Schools“ bundesweit für einen gerechteren Handel. Diese wird getragen von TransFair e.V. in Köln. Dieser Verein steht gleichzeitig hinter dem Fairtrade-Siegel. Für den Titel „Fairtrade-School“ müssen fünf Kriterien erfüllt sein: Zunächst muss sich ein Fairtrade-Schulteam gründen und im sogenannten „Kompass“ die Ziele als zukünftige Fairtrade-School festgehalten werden. Neben dem Einsatz von fairen Produkten an der Schule wird der Faire Handel im Unterricht behandelt und mindestens eine Veranstaltung zum fairen Handel wird im Schuljahr organisiert.