Friedenslabor – zu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie anstiften!

Workshops, Führungen, Planspiele

Friedenslabor – zu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie anstiften!

Frieden und Freiheit – jeder Beitrag zählt

Angebote für Schulklassen vom 15. September bis 2. Oktober 2025

Drei Wochen lang gastierte das Friedenslabor auf dem Platz der Menschrechte - direkt vor dem Neuen Rathaus. In der interaktiven Ausstellung konnten sich Schüler*innen eigenständig mit den Themen Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie auseinandersetzen.

Ziel war es, Schüler*innen von weiterführenden und berufsbildenden Schulen zu zeigen, wie wertvoll Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie sind und dass es sich lohnt, sich dafür einzusetzen, dass sie von entscheidender Bedeutung für eine lebenswerte Zukunft sind.

Insgesamt nahmen 32 Schulklassen mit 748 Schüler*innen teil.

Die Schulklassen wurden geteilt, so dass sich eine Hälfte im Friedenslabor aufhielt und die andere an einer kleinen Exkursion teilnahm, nach einer Stunde wurde getauscht. Die Exkursion diente der Vertiefung der Themen, wobei gleichzeitig ein lokaler Bezug hergestellt wurde. Gewählt werden konnte zwischen folgenden Orten:

  • Neues Rathaus als Ort gelebter Demokratie mit Ratssaal, Wappen der Partnerstädte und Stadtmodellen
  • Aegidienkirche als Mahnmal gegen Krieg und für Frieden mit Friedensglocke aus Hiroshima
  • Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer als Mahnmal gegen Unterdrückung und Krieg

Die begleitenden Referent*innen vermittelten Informationen zu den Orten und stellten Bezüge zu den Themen des Friedenslabors her. Die Schüler*innen diskutierten über aktuelle Entwicklungen und über die Botschaften, die diese Orte für uns bereithalten. Sie tauschten sich darüber aus, wie sie sich eine lebenswerte Stadt/Welt vorstellen und über Werte, die ihnen für das Zusammenleben in der Gesellschaft wichtig sind.

Das Konzept war von Nicholas Kaye und dem Nachhaltigkeitsbüro entwickelt worden. Betreuerinnen des Friedenslabors waren u.a. Anna Meng, Christiane Brettschneider und Nachwuchskräfte der NORD/LB.

Sonderformate

Coskun Tözen und Henrik Berthold vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. stellten acht Schulklassen den Ehrenfriedhof am Maschsee vor und diskutierten mit den Schüler*innen über seine Bedeutung im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen.

Zum Internationalen Tag des Friedens (21. September) wurden unter Anleitung von Riho Taguchi und Heidemarie Dann Kraniche als Friedenssymbol gefaltet – als gemeinsame Aktion der Mayors for Peace-Geschäftsstelle im Büro für internationale Angelegenheiten und dem Hiroshima Bündnis. Damit wurde Bezug genommen auf das Mädchen Sadako aus Hiroshima, das an den Folgen der atomaren Strahlung gestorben ist, nachdem sie im Glauben an das Leben 1000 Papierkraniche gefaltet hatte. Seitdem stehen die Kraniche als Mahnung gegen den Einsatz von Atomwaffen und als Zeichen für den Frieden.

Begleitprogramm

Im Hodlersaal des Neuen Rathauses fanden zwei Planspiele statt, bei denen die Schüler*innen hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels einen Perspektivwechsel vornehmen und in der Rolle von Stadtratsmitgliedern Maßnahmen für „ihre“ Stadt in Ghanesien beschließen konnten. Angeleitet wurden sie von den Student*innen Emmi Schrader und Leo Buchwaldt.

Im Museum August Kestner stand Griechenland als Wiege der Demokratie im Mittelpunkt. In einer weiteren Veranstaltung wurden Spiele rund um Krieg und Frieden vorgestellt und konnten direkt gespielt werden.

Im Stadtteilzentrum Lister Turm erfuhren die Schüler*innen von Historiker Dr. Peter Schulze von der Tötung von Gewerkschaftern im Jahr 1933 durch Mitglieder von SA und SS.

Zum Weltkindertag beschäftigten sich Schüler*innen einer Grundschule mit den Kinderrechten.

In Schulen gab es verschiedene Workshops:

  • Worte für den Frieden: Unter Anleitung des Rappers Spax setzten sich die Schüler*innen kreativ mit ihren Gedanken, Werten und Visionen auseinander. Die Bürgermeisterin Monica Plate nahm die Statements der Schüler*innen entgegen, um sie an Politik und Verwaltung weiterzugeben.
  • Werte leben - gemeinsam Zukunft gestalten: Auch in diesem Workshop hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, sich mit Ihren persönlichen Wertevorstellungen auseinanderzusetzen und sich zu überlegen, wie sie für ihre Werte eintreten können. Referent war Christoph Jansen.
  • In einem Antidiskriminierungsworkshop ging es um sexuelle, geschlechtliche und romantische Vielfalt, der von den Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt der Landeshauptstadt Hannover und SCHLAU Hannover organisiert wurde.

Am Begleitprogramm nahmen 10 Schulklassen mit 245 Schüler*innen teil.

Die Kampagne „Friedenslabor - zu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie anstiften!“ wurde gefördert von der Bürgerstiftung Hannover.

 

 

Weiterführende Links

Friedenslabor

Mayor for Peace

 

Actionbound Friedenslabor

Für die eigenständige Beschäftigung mit den Themen Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie gibt es einen Actionbound, den Max Seidensticker, FÖJ im Nachhaltigkeitsbüro, entwickelt hat. Auf einem Rundkurs durch die Innenstadt werden 12 Stationen angelaufen. Dazu zählen die Aegidienkirche, das Holocaust-Denkmal, die Stolpersteine, die Gedenkstätte am ehemaligen Standort der Synagoge und der Ehrenfriedhof am Maschsee. An den Stationen sind Fragen zu beantworten und Aufgaben zu lösen, die zum Nachdenken über eigene Anschauungen und Wertvorstellungen anregen. Die Tour eignet sich für weiterführende Schulen, es sollten 2 Stunden dafür eingeplant werden. Start und Ziel ist das Neue Rathaus.

Actionbound Friedenslabor

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