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Landeshauptstadt Hannover

Einführung von LOC.id

Modellprojekt: Die Landeshauptstadt Hannover hat die Ampeln an den Haltestellen Großer Hillen, Saarbrückener Straße und Bleekstraße mit dem System LOC.id ausgestattet.

Sender mit Druck-Knopf und ein Smartphone mit LOC.id-App © LHH

Das System LOC.id kann sowohl mit einem Sender als auch mit einer App angesteuert werden.

Viele der heute in Hannover bestehenden Lichtsignalanlagen verfügen bereits über bestimmte Elemente der Signalisierung für blinde und sehbehinderte Menschen. An Lichtsignalanlagen der neuesten Generation werden die diese Personengruppen über das sogenannte Orientierungssignal zu den einzelnen Furten hingeführt. Dort können sie dann an speziellen Anfordertastern ein akustisches Signal sowie unterstützend dazu ein Vibrieren des Tasters während der Freigabe anfordern.

In Anbetracht des demografischen Wandels der Gesellschaft mit einer zunehmenden Anzahl blinder und sehbehinderter Personen ist diese Form der Signalisierung ein unabdingbares Element der barrierefreien Gestaltung des Verkehrsraums.

In vielen Fällen besteht jedoch ein steter Interessenskonflikt bei der Einstellung der akustischen Signale. Im Fokus steht hierbei vor allem das Orientierungssignal, da es quasi permanent einen Ton absondert und damit für die Anwohner*innen eine deutliche Lärmbelastung bedeutet.

Als Modellprojekt wurden daher die Lichtsignalanlagen an den Haltestellen Großer Hillen, Saarbrückener Straße und Bleekstraße mit dem System LOC.id der Firma RTB ausgestattet.

Zwei unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Anwendung, für die sich die Nutzer entscheiden können: die Verwendung eines „1-Knopf-Gerätes“ als Sender oder aber eine App, die auf das Handy / Smartphone geladen wird und als Sender fungiert. Die App kann sowohl für Android als auch für iOS kostenfrei in den entsprechenden App-Stores heruntergeladen werden.

Nähern sich Benutzer*innen einer mit einem Empfänger ausgestatteten Anlage, so werden sie erkannt und die Lautstärke des Orientierungssignals wird angehoben. Befinden sich Benutzer*innen direkt im Umfeld des Mastes, schaltet die Akustik wieder zurück in die Ausgangslautstärke.

Die Einführung des Systems ist durch den Blindenverband Niedersachsen BVN) initiiert und begleitet.