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Fahrerlaubnisbehörde Hannover

Sperrfrist

Sollten Sie sich durch einen Verstoß gegen strafrechtliche Vorschriften in Zusammenhang mit dem Straßenverkehr (insbesondere durch Trunkenheit im Verkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen haben, kann Ihnen das Gericht die Fahrerlaubnis entziehen. Durch § 69 a des Strafgesetzbuches (StGB) ist das Gericht zudem ermächtigt, eine sogenannte Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis auszusprechen. Die Sperre richtet sich in erster Linie an die Fahrerlaubnisbehörde, die dadurch angewiesen wird, Ihnen nicht vor Ablauf einer bestimmten Frist eine (neue) Fahrerlaubnis zu erteilen.

Der Sinn dieser Regelung besteht neben dem Schutz der Allgemeinheit vor ungeeigneten Kraftfahrern darin, dass Sie während dieser Frist Gelegenheit bekommen sollen, Ihre innere Einstellung zur Rechtsordnung und besonders zu dem begangenen Verstoß zu überdenken, damit Sie zukünftig dauerhaft derartige Delikte vermeiden.

Das Gericht kann die Dauer der Sperre auf 6 Monate bis 5 Jahre festlegen; sie beginnt mit der Rechtskraft des Urteils, wobei i.d.R. die Zeit einer vorläufigen Entziehung, Sicherstellung bzw. Beschlagnahme des Führerscheins in die Frist eingerechnet wird.

Sollte Ihnen die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis entzogen haben, weil sich Ihr Punktestand in Flensburg auf 8 Punkte oder mehr beläuft, so wird gemäß § 4 Abs. 10 S. 1 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) eine behördliche Sperrfrist von 6 Monaten festgelegt. Diese Frist beginnt mit der Ablieferung des Führerscheines bei der Fahrerlaubnisbehörde. Bei einem behördlichen Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund mehrfacher Verstöße innerhalb der Probezeit beträgt die Sperrfrist 3 Monate ab Eingang des Führerscheines.

Bitte beachten Sie, dass ein Antrag auf Neuerteilung einer Fahrerlaubnis frühestens 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist bearbeitet werden kann.