Landeshauptstadt Hannover

Namenserklärung für Spätaussiedler und Vertriebene

Die folgende Leistungsbeschreibung gilt nur für Bürger der Landeshauptstadt Hannover.

Für Vertriebene und Spätaussiedler sowie deren deutsche Ehegatten und Abkömmlinge besteht die Möglichkeit, den nach ausländischem Recht erworbenen Namen an deutsche Rahmenbedingungen anzupassen.

Konkret kann diese Person ...

  • ... Bestandteile des Namens ablegen, die das deutsche Recht nicht vorsieht
  • ... die ursprüngliche Form eines nach dem Geschlecht oder dem Verwandtschaftsverhältnis abgewandelten Namens annehmen
  • ... eine deutschsprachige Form ihres Vor- oder Familiennamens annehmen; gibt es eine solche Form des Vornamens nicht, so kann sie neue Vornamen annehmen
  • ... zusammen mit ihrem Ehegatten ggf. einen Ehenamen bestimmen sowie eine Erklärung nach §1355 Abs. 4 BGB ("Doppelname") abgeben
  • ... den Familiennamen in einer deutschen Übersetzung annehmen

Falls Sie Zweifel haben, ob Ihr Wunsch hier aufgeführt ist, nehmen Sie bitte unbedingt vor einer Terminvereinbarung Kontakt mit der zuständigen Stelle (Standesamt Hannover, 32.31.2@hannover-stadt.de) auf.

Ob und in welcher Form im jeweiligen Fall eine Namenserklärung möglich ist, muss im Einzelfall durch die zuständige Stelle geklärt werden.

Namensrechtliche Erklärungen sind unwiderruflich.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei dem Standesamt, das das Geburts- oder Eheregister der erklärenden Person führt; gibt es keinen deutschen Registereintrag, ist das Standesamt des Wohnortes zuständig.

Die Erklärung kann auch vor einem Notar oder beim Standesamt des Wohnsitzes abgegeben werden.

Kosten und Gebühren

Die Erklärung ist gebührenfrei.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Namenserklärung ist nicht fristgebunden.

Sie wird mit Entgegennahme durch die zuständige Stelle wirksam.

Wird die Namenserklärung bei einer unzuständigen Stelle abgegeben, wird sie erst wirksam, wenn sie der zuständigen Stelle zugegangen ist.

Online-Terminbuchung

Buchen Sie einen Termin für diese Erklärung hier:

Online-Terminbuchung für Angelegenheiten bzgl. der Namenserklärung, der Vaterschaftsanerkennung sowie der Erklärung zur Geschlechtsangabe

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Welche Unterlagen werden benötigt?

Für diese Erklärung sind folgende Dokumente erforderlich:

  • Personalausweis
  • Registrierschein und Vertriebenenausweis
  • Geburtsurkunde im Original, ggf. mit Übersetzung nach ISO-Norm
  • ggf. Heiratsurkunde im Original, ggf. mit Übersetzung nach ISO-Norm
  • ggf. Scheidungsurkunde im Original, ggf. mit Übersetzung nach ISO-Norm
  • ggf. ausländischen Reisepass (auch in Kopie)
  • bei Minderjährigen ist es erforderlich, dass die sorgeberechtigten Eltern der Erklärung des Kindes zustimmen
  • Erklärungen, die den gemeinsamen Familiennamen berühren, können Ehegatten nur gemeinsam abgeben
  • Sollten Sie nicht ausreichend Deutsch sprechen, bringen Sie bitte einen Dolmetscher mit

Rechtsgrundlagen

§94 Bundesvertriebenengesetz (BVFG)

§43 Personenstandsgesetz (PStG)

Zuständige Stelle