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Städtepartnerschaft mit Bristol

Volkstrauertag im Zeichen deutsch-britischer Freundschaft

Oberbürgermeister Belit Onay und sein Amtskollege Bürgermeister Marvin Rees aus Bristol begrüßen, dass der britische Thronfolger Prinz Charles anlässlich der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag die Gedenkrede halten wird.

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Mahnmal Opernplatz © Joachim Puppel

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Mahnmal Opernplatz (Archiv)

Die Veranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. am 15. November in Berlin zeigt ebenso wie die Partnerschaft von Hannover mit Bristol, wie eng die deutsch-britische Freundschaft mittlerweile geworden ist.

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, den die Deutschen entfesselt hatten und der Europa und Teile der Welt in Trümmer legte. Der großen Versöhnungsbereitschaft der Nachbarländer ist es zu verdanken, dass Deutschland heute wieder als Partner und befreundete Nation in Europa geschätzt wird. Dazu beigetragen haben auch zahlreiche Städtepartnerschaften zwischen Großbritannien und Deutschland.

"Unglaublich große Bereitschaft zur Versöhnung"

Oberbürgermeister Belit Onay erläutert:

"In der Entstehungsgeschichte der Städtepartnerschaft von Hannover und der englischen Stadt Bristol wird die angesichts der Schrecken des Krieges fast unglaublich große Bereitschaft zur Versöhnung greifbar: Kurz nach Kriegsende reiste eine Gruppe von fünf Engländern im Rahmen einer Goodwill Mission nach Hannover und brachte Spenden in die kriegszerstörte und vom Nachkriegswinter gebeutelte Stadt. Diese Begegnung führte bereits im Sommer 1947 zur Gründung einer der ersten deutsch-englischen Städtepartnerschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg abgeschlossen wurden. Unsere Städtepartnerschaft wurde also direkt von Bürger*innen ins Leben gerufen, die damit ein starkes Bündnis für Völkerverständigung, Toleranz und Hoffnung auf eine friedliche Zukunft aufbauen wollten."

"Durch die Geschichte verbunden"

Sein Amtskollege aus Bristol, Bürgermeister Marvin Rees, betont:

"Die friedliche Beziehung zwischen unseren Ländern wurde auf der Ebene der nationalen Regierungen aufgebaut. Aber ebenso wichtig sind die Verbindungen auf der Ebene der Städte, wo wie in unserem Fall Tausende von Bristolern und Hannoveranern am Kultur-, Bildungs- und Handelsaustausch teilgenommen haben, seit dieser  in den dunklen Tagen nach dem Zweiten Weltkrieg wieder begann. Die Städtepartnerschaft zwischen unseren beiden großen Städten wurde auf den Idealen von Frieden und Versöhnung und mit dem Ziel aufgebaut, ein stärkeres, konfliktfreies Europa aufzubauen. Heute sind wir durch die Geschichte und unsere vielen Freundschaften miteinander verbunden, aber vor allem auch durch unsere Wirtschaft und die Auswirkungen des Klimawandels. Bristol ist bereit, seinen Beitrag zur Fortsetzung und Stärkung seiner Freundschaft mit Hannover zu leisten."

Zusammenarbeit auch nach Brexit

Auch nach dem bevorstehenden Brexit werden die beiden Partnerstädte ihre Zusammenarbeit fortsetzen und vertiefen. 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wollen sich die beiden Stadtoberhäupter dafür einsetzen, dass Hass und Ausgrenzung nie wieder zu bestimmenden Parametern der Politik werden.

Die Gedenkstunde zum Volkstrauertag wird am 15. November 2020 um 13.30 Uhr live im ZDF übertragen.