Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Zuletzt aktualisiert:

Frauen und Männer. © LHH

Mit der Atelier- und Projektraumförderung hat die Stadt erstmals ein Förderinstrument für die Bildende Kunst geschaffen und junge Kunstschaffende im Engagement für "ihren" Kunststandort unterstützt. 

Kunststandort Hannover

Erste Bilanz der Atelier- und Projektförderung 2017

Die Förderung in 2017 ist abgeschlossen: Beim Kulturbüro der Landeshauptstadt sind insgesamt 45 förderfähige Anträge mit einem Antragsvolumen von 168.640 Euro eingegangen. 31 Anträge bezogen sich auf eine Förderung von Ateliers und Ateliergemeinschaften und 14 Anträge auf eine Projektraumförderung. Das Kulturbüro stellt nun 40.000 Euro bereit.

Hannover will sich als Kunststandort besser positionieren und hat mit der Atelier- und Projektraumförderung erstmals im Sommer 2016 ein Förderinstrument für die Bildende Kunst geschaffen, das an der Basis ansetzt. Für das Jahr 2017 stellt das Kulturbüro 40.000 Euro bereit. Mit 10.000 Euro unterstützt die Stiftung Sparda-Bank Hannover die Förderung, so dass insgesamt 50.000 Euro vergeben werden können.

Resonanz verdeutlicht großen Förderbedarf im Bereich der Bildenden Kunst

"Niemals zuvor hat die Stadt diesen Bereich gefördert und die Resonanz hat gezeigt, dass der Bedarf groß ist", so Kulturdezernent Harald Härke. "Kunsträume haben eine unmittelbare Wirkung auf ihr Umfeld, wenn sie einen lebendigeren Ort schaffen. Für unsere Stiftung ist die finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe ausschlaggebend. Sie liefert Anreize für Neues. Atelier- und Projekträume in Hannover sind auf einem vielversprechenden Weg", erläutert Stiftungsmanagerin Tania Rubenis das Engagement.

Die Atelierförderung

Von den 31 eingereichten Anträgen mit einer Gesamt-Antragssumme von 77.540 Euro wurden 25 Ateliers und Ateliergemeinschaften für eine Förderung mit einer Gesamtfördersumme von 20.600 Euro ausgewählt.

Die Projektraumförderung

Für die Projektförderung haben sich insgesamt 14 Projekträume mit einem Antragsvolumen von 91.100 Euro beworben. Gefördert wurden sieben Projekträume mit insgesamt 29.400 Euro. Substantiell gefördert wurden insbesondere diejenigen Projekträume, die sich noch am Anfang befinden, aber bereits ihr Potential gezeigt haben, um eine größtmögliche Wirkung zu erreichen.

Positiver Effekt für den Projektstandort Hannover 

In einer Stadt, in der engagierte Kunstschaffende leben und arbeiten, entwickeln sich Projekträume, Off-Räume, Kunst-Netzwerke und ein kreativer, avantgardistischer, mutiger Geist, der sich letztlich auf alle Lebensbereiche auswirkt. Die Zahl, es gab 20 neue Antragstellende im Vergleich zu 2016, und das Volumen der Anträge zeigen deutlich, dass sich der positive Effekt für den Kunststandort Hannover erfüllt. "Hannover ist mit der Kestner Gesellschaft, dem Sprengel Museum Hannover und dem Kunstverein Hannover international sehr gut aufgestellt, es besteht aber im mittleren Segment bei der Atelierförderung, den Galerien oder neuen, jungen Ausstellungsräumen ein Handlungsbedarf", begründet Härke das Engagement der Stadt. Die neue Förderung schaffe einen konkreten Anreiz für Kunstschaffende, in Hannover zu arbeiten und in die Szene hinein zu wirken. Schon nach der ersten Förderung in 2016 lässt sich beobachten, "dass sich junge Künstlerinnen und Künstler in Hannover ansiedeln und dass hier bereits lebende Kunstschaffende  sich mehr für den Kunststandort Hannover engagieren", so der Kulturdezernent. Langfristig erwartet die Stadt positive Impulse für die häufig als schwach beklagte Galerienszene.

Erhöhter Förderbedarf scheint absehbar

Diese wünschenswerte Entwicklung führt zugleich zu einem höheren Förderbedarf, so dass davon auszugehen ist, dass sich die Zahl der Antragstellenden und die Summen weiter erhöhen werden.

Richtlinien der Atelier- und Projektraumförderung

Der Förderzeitraum ist das Jahr 2017. Möglich ist ein monatlicher Mietkostenzuschuss in Höhe von
a. im Falle einer Atelierförderung: bis zu maximal 50 Prozent der Miete inklusive Nebenkosten und
b. im Falle einer Projektraumförderung: bis zu 100 Prozent der Miete inklusive Nebenkosten.

Liste der geförderten Anträge