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Bewerbung als Europas Kulturhauptstadt 2025 © LHH

Bewerbung als Europas Kulturhauptstadt 2025

Eröffnung

Büro Kulturhauptstadt 2025 nimmt Arbeit auf

Kulturdezernent Harald Härke hat am 3. Juli das Büro Kulturhauptstadt 2025 der Landeshauptstadt Hannover eröffnet. Vom neuen Büro im Ihme-Zentrum aus wird die geplante Bewerbung Hannovers koordiniert, die als bedeutendes Referenzprojekt aus dem Stadtentwicklungsprogramm "Mein Hannover 2030" entstanden ist. 

Harald Härke und Melanie Botzki © LHH

Harald Härke und Melanie Botzki

Inhaltlich wird es darum gehen, die Kulturstadt Hannover in seiner ganzen Vielfalt – von den Leuchttürmen bis hin zur unbekannteren oder noch verkannten Szene – offen und vorbehaltslos zu analysieren und Antworten auf Fragen der Zeit weit über 2025 hinaus zu finden.

Prozess gliedert sich in drei Phasen

Die Büroeröffnung ist gleichzeitig der Startschuss für einen Prozess, der in drei Phasen gegliedert ist: 

  • In Phase Eins, die jetzt beginnt, wird das Team Büro Kulturhauptstadt 2025 Kontakt zu Kulturinstitutionen, zur Kulturszene, zur Kreativwirtschaft und auch zu Kulturförderern aufnehmen, um deren Unterstützung und Beteiligung im weiteren Prozess zu sichern. 
  • Die zweite Phase ist eine gemeinsame Erarbeitung eines Konzepts, das dann Anfang 2018 dem Rat zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt werden soll. 
  • Phase Drei beginnt im Falle einer positiven Ratsentscheidung für die Bewerbung. Dann übernimmt das Büro Kulturhauptstadt 2025 die Koordination der Bewerbung – über den Kontakt und Dialog mit der Stadtgesellschaft, der Planung des Budgets, der Implementierung eines externen Bewerbungsbüros bis hin zur Koordination von Terminen und Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Verwaltung.

Menschen in Hannover sollen sich an kultureller Zukunft beteiligen

Und dann sind unter anderem auch mehr als 500.000 in Hannover lebende Menschen aufgerufen, sich mit ihren Visionen in Worten, Liedern, Projekten, Unternehmungen und Ideen an der kulturellen Zukunft Hannovers zu beteiligen. Für Kulturdezernent Harald Härke ist die geplante Bewerbung ein einmaliger, vor allem aber nachhaltiger Stadtentwicklungsprozess "mit dem Motor Kultur, der heute startet. Er zeigt Potenziale der Stadt auf, realisiert sie und endet eben nicht 2025, sondern wirkt lange darüber hinaus."

Hannovers Kulturlandschaft im Vergleich mit anderen Städten

Um einen ersten Überblick auf andere deutsche Bewerberstädte zu bekommen, haben die Leiter des Büros Kulturhauptstadt 2025, Melanie Botzki, Kulturmanagerin der Stadt, und Dr. Benedikt Poensgen, Leiter Kulturbüro der Stadt, an einer ersten Konferenz der Konkurrenten auf dem Hildesheimer Kulturcampus Ende Juni teilgenommen. Für Hannover haben sie dort mit einem zunächst leeren "Hannover hat nichts"-Plakat überzeugt, bei dem sich erst auf den zweiten Blick, mit Hilfe eines besonderen UV-Lichts, die ganze kulturelle Vielfalt Hannovers präsentierte. "Wir konnten mit diesem Ansatz nicht nur überraschen, sondern wollten auch selbstbewusst und doch mit einem Augenzwinkern mit dem 'Hannover-understatement-Image' spielen. Der mutige und offene Ansatz hat voll gegriffen und hat Hannover, auch im Vergleich mit den Präsentationen der anderen Städte, positiv positioniert", so Botzki und Poensgen. Fazit der Tagung in Hildesheim ist, dass eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt nur erfolgreich sein kann, wenn die für die Bewerbung festgelegten Schwerpunktthemen "Beteiligung", "Europäische Dimension" und "Nachhaltigkeit" kreativ, überzeugend und realistisch präsentiert werden.

Die Verantwortlichen

Vor der Übernahme des Kulturmanagements im Kulturdezernat im November 2015 arbeitete Melanie Botski zuletzt als Geschäftsführerin der Freunde des Sprengel Museums e.V.. Dr. Benedikt Poensgen war von 1998 bis 2010 als Geschäftsführender Intendant der Händel-Festspiele Göttingen tätig und leitet das städtische Kulturbüro seit Herbst 2010. In dieser Funktion war er unter anderem für die erfolgreichen Bewerbungen Hannovers für den Titel UNESCO City of Music (2014) und dem Tanzkongress des Bundes (2016) verantwortlich.

Die weitere Terminleiste zur Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025

Anfang 2018: Entscheidung des Rates der Landeshauptstadt Hannover über eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025
2019: Die Bewerbungsschrift muss zur Vorauswahl eingereicht werden. Anschließend Präsentation der Städte vor der unabhängigen, internationalen Jury, die dann final für 2025 über den Zuschlag für je eine Stadt in Deutschland und Slowenien entscheidet.

Zur Europäischen Kulturhauptstadt

Die EU vergibt den Titel einer Kulturhauptstadt seit 1985 jährlich an je eine Stadt aus zwei Ländern. Deutschland ist nach 2010 mit Essen und dem Ruhrgebiet turnusgemäß 2025 wieder an der Reihe.