Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Tradition

Schorsenbummel

Anfang der 1980er Jahre wurde auf der Georgstraße eine alte Tradition wiederbelebt: der Schorsenbummel. Seitdem gibt es jedes Jahr an mehreren ausgewählten Terminen ein buntes Programm zwischen Kleinkunst und Musik.

Der Schorsenbummel geht ursprünglich auf König Georg III. zurück: Er bezuschusste 1787 den Bau der späteren Georgstraße mit 500 Talern. Schon ihm diente der Prachtboulevard als Flaniermeile. Die Tradition des heutigen Schorsenbummels wurde in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als Ritual von Gymnasiasten, Studenten, Offizieren, wohlhabenden Bürgern und dem Adel begründet. Man flanierte um "zu sehen und gesehen zu werden". Erste Platzkonzerte, meist von Militärkapellen, fanden statt.

1981 wurde nach Beendigung der U-Bahnbauarbeiten die Belebung der Georgstraße vorangetrieben. Als Initiative von Geschäftsleuten und Stadtverwaltung galt der Schorsenbummel schon bald als "das kleine Sonntagsvergnügen". An nahezu jedem Sonntag im Mai, Juni und September wurden auf der Georgstraße Kleinkunst und Musik geboten. Von Seiten der Verwaltung der Landeshauptstadt war der Schorsenbummel mit dem Namen von Mike Gehrke verbunden. Bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 2004 organisierte und finanzierte er gemeinsam mit der "Interessengemeinschaft Opernkreis" als AG Schorsenbummel die Veranstaltungen. Seit einigen Jahren veranstaltet nun das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit dem Hannöverschen Traditions-Corps e.V. die Schorsenbummel, die stets in den Sommermonaten stattfinden.