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Beratung, Koordiantion, Förderung

Atelier- und Projektraumförderung

Mit der neuen Atelier- und Projektraumförderung möchte die Landeshauptstadt die Rahmenbedingungen für Bildende Künstler/innen verbessern und den Kunststandort Hannover stärken.

1. Ziel der Förderung

Ziel der Förderung ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Bildende Künstler*innen in Hannover und eine Stärkung und Weiterentwicklung des Kunststandortes Hannover. Die Förderung richtet sich an Künstler*innen, die ihr Atelier im Stadtgebiet Hannover haben und an Betreiber*innen von Projekträumen im Stadtgebiet Hannover.

2. Art und Umfang der Förderung

Die Atelier-und Projektraumförderung ist eine Fördermaßnahme des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover. Gewährt werden Zuschüsse für die Kosten für angemietete oder anzumietende Ateliers und Projekträume. Für das Jahr 2019 stehen aus Mitteln des Kulturbüros 85.000,- € zur Verfügung. Weitere Drittmittel sind von der Stiftung SPARDA-Bank Hannover und der Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung in Aussicht gestellt.

3. Förderarten- und voraussetzungen

  • Antragsberechtigt sind grundsätzlich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Initiativen.
  • Die Förderung richtet sich insbesondere an professionelle (vgl. unten unter a.) junge Künstler*innen und Betreiber*innen innovativer Projekträume. Etablierte Künstler*innen können im Zusammenhang mit einer erkennbaren Neuausrichtung oder Professionalisierung gefördert werden.
  • Die Atelier-/Projekträume, für die der Zuschuss beantragt wird, müssen überwiegend als solche genutzt werden.
  • Die Antragsteller*innen sind verpflichtet, Änderungen in Bezug auf die bezuschussten/zu bezuschussenden Räumlichkeiten im Förderzeitraum unverzüglich mitzuteilen (z.B. Umzug oder Mieterhöhung).
  • Die Förderung ist entsprechend auf der Webseite, in Drucksachen etc. zu kommunizieren.

a. Atelier-/Ateliergemeinschaftsförderung

  • Bewerben können sich professionelle Bildende Künstler*innen und Künstler*innengruppen. Die professionelle künstlerische Tätigkeit wird in der Regel nachgewiesen durch eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung an einer Hochschule o.ä. oder eine Ausstellungstätigkeit, die eine gleichwertige Qualifikation erkennen lässt.
  • Eine kontinuierliche, professionelle, künstlerische Tätigkeit ist nachzuweisen (Ausstellungen, Projekte etc.).
  • Das zu fördernde Atelier muss sich im Stadtgebiet Hannover befinden.  
  • Im Falle einer Förderung wird erwartet, dass die Künstler*innen mindestens eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung/Aktivität durchführen (z.B. Atelierfest, Ausstellung, Publikation, Künstlergespräch, Teilnahme an ZINNOBER o.ä.).
  • Soweit die Bewerbung nicht im Sinne der Nachwuchsförderung erfolgt, ist eine entsprechende Neuausrichtung oder Professionalisierung zu erläutern.

b. Projektraumförderung

  • Bewerben können sich Bildende Künstler*innen und Kuratoren*innen, die einen Projektraum ins Leben rufen wollen oder Betreiber*innen von Projekträumen.
  • Eine kontinuierliche, professionelle, künstlerische und/oder kuratorische Tätigkeit ist nachzuweisen (Ausstellungen, Projekte etc.).
  • Der zu fördernde Projektraum muss sich im Stadtgebiet Hannover befinden.  
  • Voraussetzung ist ein aussagekräftiges Konzept und der Nachweis einer entsprechenden Programmplanung für das Jahr 2019.

4. Förderhöhe und Zeitraum

Der Zuschuss wird für ein Jahr gewährt
Förderzeitraum: 1.1.2019 bis 31.12.2019

Möglich ist ein monatlicher Mietkostenzuschuss

  • im Falle einer Atelier-/Ateliergemeinschaftsförderung:
    bis max. 50 % der Kaltmiete
  • im Falle einer Projektraumförderung:
    bis max. 100 % der Kaltmiete

Antragsschluss ist der 15.01.2019. Bei postalischer Einreichung ist der Poststempel entscheidend.

5. Antragsstellung

Einzureichen sind verbindlich: 

a. Für eine Atelier-/Ateliergemeinschaftsförderung 

  • das entsprechende Formular zur Förderung 
  • ein Portfolio mit künstlerischer Vita, Ausstellungstätigkeiten und Abbildungen aktueller Arbeiten als Nachweis einer kontinuierlichen, professionellen, künstlerischen Tätigkeit. Weitere Beilagen wie Kataloge sind in der Regel nicht notwendig. Hinweise auf Publikationen können in die Vita mitaufgenommen werden. Wenn in 2018 eine Atelierförderung erfolgt ist, kann auf das Portfolio verzichtet werden. Bei einer geplanten Neuausrichtung bzw. Professionalisierung bitten wir um zusätzliche Erläuterung.
  • eine Kopie des bestehenden Mietvertrags über den zu fördernden Atelierraum/räume bzw. alternativ eine Absichtserklärung des/der Vermieters/in
  • Soweit im Jahr 2018 eine Atelierförderung erfolgt ist und sich im Mietvertrag keine Änderungen ergeben haben, ist eine erneute Einreichung des Mietvertrages nicht erforderlich.

b. Für eine Projektraumförderung

  • das entsprechende Formular zur Förderung
  • ein Dossier bestehend aus
    • den künstlerischen Vitae aller am Projektraum maßgeblich beteiligten Personen als Nachweis einer kontinuierlichen, professionellen, künstlerischen und/oder kuratorischen Tätigkeit (Ausstellungen, Projekte etc.)
    • dem Konzept des Projektraums
    • der Programmplanung für 2019 mit geplanten öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen
    • einem Bericht über das Programm 2018 (bei schon bestehenden Projekträumen)
    • einer Übersicht über die Finanzplanung 2019 mit Auflistung der geplanten Drittmittel, soweit dies zum Zeitpunkt der Antragsstellung möglich ist.
  • eine Kopie des bestehenden Mietvertrags über den zu fördernden Projektraum bzw. alternativ eine Absichtserklärung des/der Vermieters/in
  • Soweit im Jahr 2018 eine Projektraumförderung erfolgt ist und sich im Mietvertrag keine Änderungen ergeben haben, ist eine erneute Einreichung des Mietvertrages nicht erforderlich.

Die Antragsunterlagen (Antragsformular, Portfolio/Dossier, Mietvertrag) können entweder digital in drei einzelnen PDF-Dateien oder analog eingereicht werden. Aufwändige Bewerbungsmappen und weitere Beilagen wie Kataloge sind nicht notwendig. Digitale Einreichungen an BK@Hannover-Stadt.de sind erwünscht.

6. Verfahren 

Die Förderentscheidungen erfolgen nach Antragsschluss durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover. Die Auswahl richtet sich grundsätzlich nach dem Ziel des Förderprogramms,  d.h. nach dem Beitrag für die Stärkung und Weiterentwicklung der Kunstszene Hannover. Gemessen wird dies für die Atelier-/Ateliergemeinschaftsförderung u.a. an Professionalität, Entwicklungspotential und Vernetzungsgrad und für die Projektraumförderung am Konzept des Projektraums, der Qualität der Programmgestaltung und der öffentlichen Sichtbarkeit.

Bewerbungen sind bis zum 15. Januar 2019 (Poststempel) einzureichen im: 

Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover
z. Hd. Patrizia Stunder
Landschaftstraße 7
30159 Hannover

Die Atelier- und Projektraumförderung wird gefördert durch die

Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung
Die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover hat eine Förderung in Aussicht gestellt

NEU: Produktionspreis für Projekträume der NORD/LB Kulturstiftung

Die NORD/LB Kulturstiftung unterstützt die Entwicklung der jungen Kunstszene in Hannover mit der Auslobung eines Produktionspreises für Projekträume. Eine Jury der Stiftung wird aus 10 vom Kulturbüro vorgeschlagenen Projekträumen im Frühjahr einen Preisträger für das Jahr 2019 auswählen. Der Preisträger erhält zusätzlich zur Förderung des Kulturbüros eine Summe von 10.000 € für die Realisierung des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms.