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Suchtprävention

"Alltagsdrogen im Visier" bei den JugendFilmTagen

Region Hannover, Landeshauptstadt Hannover und Suchtberatungen laden Schulklassen ins Kino ein.

Was macht der Rausch aus einem Menschen? Welche gravierenden Folgen gerade auch "Alltagsdrogen" haben können, ist immer noch vielen Mädchen und Jungen nicht klar, wenn sie das erste Mal mit Alkohol oder Nikotin in Kontakt kommen. Mit den JugendFilmTagen wollen die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit verschiedenen Suchtberatungsstellen und der Polizei Jugendliche für das Thema sensibilisieren: Rund 700 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren und ihre Lehrkräfte haben sich für das Präventionsevent angemeldet, das ins Cinemaxx zu Kinofilmen und verschiedenen Mitmachaktionen einlädt. Für die Jugendlichen gibt es spannende Kinofilme zu sehen, die zum Nachdenken anregen: die deutschen Spielfilme "Tschick" und "Alles Isy!" sowie die amerikanische Produktion "Nick & Norah".

Die JugendFilmTage gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren

"Natürlich könnte die Region die Schülerinnen und Schüler auch ins Regionshaus einladen und ihnen erzählen, dass Alkohol und Zigaretten gefährlich sind. Aber es geht darum, dass sie sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. Das gelingt in vertrauter Atmosphäre besser", erklärt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. Dass Maßnahmen wie die JugendFilmTage wirken, beweist die rückläufige Zahl der Minderjährigen, die in den Kinderkliniken der Region Hannover mit einem Alkoholnotfall behandelt wurden. Im Jahr 2010 waren es noch 414 junge Menschen, 2018 waren es 291.

Für Region und Stadt Hannover sind solche Zahlen eine Motivation, am Ball zu bleiben. Rita Maria Rzyski liegt die Präventionsarbeit sehr am Herzen: "Unsere Arbeit kommt bei den Jugendlichen an", so die Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover. „"Wir können nicht überall präsent sein, um sicherzugehen, dass unseren Jugendlichen nichts passiert", sagt Rzyski. "Aber wir möchten sie aufklären, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihnen das Wissen vermitteln, das sie brauchen, um eine selbstbewusste und eigenverantwortliche Entscheidung treffen zu können."

Finanziert werden die JugendFilmTage zu gleichen Teilen von der Region und der Landeshauptstadt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS) liefern das Konzept und Unterstützung bei der Umsetzung vor Ort.

(Veröffentlicht am 14. Juni 2019)