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Inklusion an Schulen

Der Inklusionsbeirat

Seit 2013 begleitet der Inklusionsbeirat die Umsetzung der Inklusion an Schulen in der Trägerschaft der Landeshauptstadt Hannover. Er ist ein Gremium des Schul- und Bildungsausschusses.

Eine Frau lächelt und hält ein Buch mit dem Titel "Allgemeine Eklärung der Menschenrechte" in die Kamera. © Sven Brauers

Ratsfrau Silvia Klingenburg-Pülm (Bündnis90/Die Grünen) ist die Vorsitzende des Inklusionsbeirats.

Die Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen als Grundlage der Arbeit

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns dazu, die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung sicherzustellen. Im Jahr 2012 legte Niedersachsen (im NSchG § 4) den Grundstein für barrierefreien und gemeinsamen Unterricht. Die inklusive Schule wurde in Niedersachsen zum Schuljahresbeginn 2013/14 beginnend mit den Schuljahrgängen 1 und 5 verbindlich eingeführt. Sie wird seitdem aufsteigend erweitert. Heute ist jede Regelschule in Niedersachsen vom Grundsatz her eine inklusive Schule.

Die Zusammensetzung des Inklusionsbeirats

Der Inklusionsbeirat setzt sich analog zum Ausschuss für Schule und Bildung (ASchuBi) zusammen aus Vertreter*innen der Ratsfraktionen, der Lehrkräfte, der Eltern und der Schüler*innen ergänzt durch Vertreter*innen der Schulformen, der Landes- und Stadtverwaltung, der Vereine und Verbände und themen- bzw. anlassbezogen externen Expert*innen.

Vorsitzende des Inklusionsbeirats ist seit dem 15. August 2017 Frau Klingenburg-Pülm von der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Der Inklusionsbeirat tagt ca. sechsmal jährlich.

Die Geschäftsführung des Inklusionsbeirats liegt beim Bildungsbüro und dort werden seit dem Jahr 2015 Konzepte (z. B. Inklusion von Schüler*innen mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung (GE), für einen Infopunkt Schulischer Inklusion oder Regionale Verbünde für Bildung) für schulische Inklusion entwickelt, koordiniert und regelmäßig mit dem Inklusionsbeirat als Auftraggeber zurückgekoppelt.

Leitsätze zur schulischen Inklusion

Der Inklusionsbeirat hat sich 2018 folgende Leitsätze gegeben:

  1. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb arbeiten alle kommunalen Schulen in Hannover inklusiv.
  2. Um Schule erfolgreich inklusiv zu gestalten, bedarf es einer positiven Haltung aller dort Arbeitenden, der Eltern und der Schüler*innen: Das bedeutet eine Grundhaltung zu entwickeln, die die Unterschiedlichkeit von Menschen anerkennt und wertschätzt.
  3. Voraussetzung zur Verwirklichung von gleichberechtigter Bildungsteilhabe ist eine gemeinsame Verständigung aller Beteiligten über akteursspezifische Aufträge, Ziele und Handlungsansätze.
  4. Ausgangspunkt für inklusive Arbeit ist es, besondere Förder- und Unterstützungsbedarfe in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit zu identifizieren. Eine darauf aufbauende Förderplanung ist Voraussetzung für passgenaue, individuelle Unterstützungsmaßnahmen in den Schulen.
  5. Alle Bildungsübergänge sowie Schulformwechsel werden von den verantwortlichen Beteiligten aktiv gestaltet. Maßnahmen und Ziele werden in Kooperationen festgelegt.
  6. Schulen in Hannover werden bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer inklusiven Arbeit professionell begleitet und unterstützt.
  7. Um Planungs- und Steuerungsprozesse zu unterstützen, bedarf es eines abgestimmten kommunalen Bildungsmonitorings.
  8. Individuelle Bildungsbiographien in der LHH zu fördern bedeutet auch, gemeinsam passgenaue Handlungskonzepte mit allen außerschulischen Akteur*innen und Verantwortlichen zu entwickeln.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Arbeit des Inklusionsbeirats finden Sie in folgenden Informationsdrucksachen:

Die Arbeit des Inklusionsbeirats wird betreut durch das Bildungsbüro der Landeshauptstadt Hannover.

Inklusion an Gymnasien

Die meisten Gymnasien der Landeshauptstadt Hannover haben Erfahrung gesammelt mit der Aufnahme von Schüler*innen mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Ziel ist es von den Einzelerfahrungen im Kollektiv zu profitieren. Die Tellkampfschule hat hierzu einen Erfahrungsbericht verfasst, woraus andere Gymnasien wertvolle Informationen ableiten können. Das Bildungsbüro der Landeshauptstadt Hannover hat zudem allgemeine Informationen für die aufnehmenden Gymnasien entwickelt, die auf konkrete Fragen aufbauen und durch kurze Stellungnahmen sowie ggf. Verweise an bestehende Ansprechpartner*innen beantwortet werden.