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Kinderwohngeld und Kinderzuschlag

Erläuterungen zum Unterschied zwischen Kinderwohngeld und Kinderzuschlag

Was ist Kinderwohngeld?

Für Kinder von alleinerziehenden Personen, die im Bezug von SGB-II-Leistungen stehen, kann gegebenenfalls ein Anspruch auf sogenanntes Kinderwohngeld realisiert werden.

Kinderwohngeld wird demnach für Kinder geleistet, die ihren Bedarf nach dem SGB II mit eigenem Einkommen wie Unterhalt, Unterhaltvorschuss, Halbwaisenrente, Kindergeld sowie Wohngeld decken können.

Der den Bedarf der Kinder übersteigende Betrag wird bei dem verbliebenen Elternteil bis zur Höhe des Kindergeldanspruches gegengerechnet. Falls der Elternteil über keine eigenen Einnahmen verfügt, bleiben 30 Euro dieses Betrages anrechnungsfrei.

Näheres erfahren Sie zum Kinderwohngeld direkt bei der Wohngeldstelle oder auch beim Jobcenter Region Hannover.

Was ist Kinderzuschlag (KiZ)?

Kinderzuschlag (KiZ) ist eine Leistung gemäß § 6a Bundeskindergeldgesetz.

Mehr Familien haben Anspruch ab 2020.

Den neuen KiZ erhalten auch Familien, die den Weg zum Jobcenter scheuen, die ihnen zustehenden SGB II-Leistungen nicht beantragen und bisher in „verdeckter Armut“ leben. Fehlen den Eltern mit ihrem Erwerbseinkommen, dem KiZ und gegebenenfalls dem Wohngeld höchstens 100 Euro, um Hilfebedürftigkeit nach dem SGB II zu vermeiden, können sie alternativ den Kinderzuschlag und Wohngeld erhalten. Bisher blieb der KiZ diesen Familien verwehrt.
Das heißt: Kinderzuschlag wird nicht nur dann gewährt, wenn bei Familien mit Einkommen, Kindergeld, Kinderzuschlag und ggf. Wohngeld die Hilfebedürftigkeit nicht mehr besteht, sondern auch, wenn bis zu 100 Euro fehlen.

Der Kinderzuschlag beträgt ab 01.07.2019 max. 185 Euro pro Kind. Voraussetzung ist ein Mindestbruttoeinkommen von 600 Euro bei Ledigen und 900 Euro bei Paaren. Weitere Voraussetzung für KIZ ist der Bezug von Kindergeld für ein Kind.

Wohngeld und Kindergeld sind dabei privilegiertes Einkommen – sie werden also nicht mitgerechnet. Wohngeld wird eventuell benötigt, um über eine spezifische Einkommensgrenze zu gelangen, damit KIZ realisiert werden kann. Anderes Einkommen des Kindes wie Unterhalt, Unterhaltsvorschuss oder Halbwaisenrente wird nur zu 45 % auf den Kinderzuschlag angerechnet. Somit ergibt sich in vielen Fällen noch ein Anspruch auf Kinderzuschlag.

Übersteigendes Einkommen der Eltern führt nicht mehr zur Ablehnung von KIZ. Ein evtl. vorhandenes übersteigendes Einkommen wird moderat angerechnet.

Details erfahren Sie bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit bzw. wenn Sie im Bezug von Leistungen nach dem SGB II stehen beim Jobcenter Region Hannover. Sie haben beim Bezug von Kinderzuschlag ebenfalls eine Berechtigung auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket (BuT) sowie auf den Hannover-Aktiv-Pass.

Für Kinderwohngeld und Kinderzuschlag ist für die zu berücksichtigenden Kinder grundsätzlich eine Altersgrenze von 25 Jahren vorgesehen, die sich hierbei an der Dauer des gesetzlichen Kindergeldbezuges orientiert.