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Kinderwohngeld und Kinderzuschlag

Erläuterungen zum Unterschied zwischen Kinderwohngeld und Kinderzuschlag

Was ist Kinderwohngeld?

Für Kinder von alleinerziehenden Personen, die im Bezug von SGB-II-Leistungen stehen, kann gegebenenfalls ein Anspruch auf sogenanntes Kinderwohngeld realisiert werden.

Kinderwohngeld wird demnach für Kinder geleistet, die ihren Bedarf nach dem SGB II mit eigenem Einkommen wie Unterhalt, Unterhaltvorschuss, Halbwaisenrente, Kindergeld sowie Wohngeld decken können.

Der den Bedarf der Kinder übersteigende Betrag wird bei dem verbliebenen Elternteil bis zur Höhe des Kindergeldanspruches gegengerechnet. Falls der Elternteil über keine eigenen Einnahmen verfügt, bleiben 30 Euro dieses Betrages anrechnungsfrei.

Näheres erfahren Sie zum Kinderwohngeld direkt bei der Wohngeldstelle oder auch beim Jobcenter Region Hannover.

Was ist Kinderzuschlag (KiZ)?

Durch den zeitgleichen Bezug von Wohngeld und Kinderzuschlag von der Familienkasse kann unter Umständen ein Bezug von Leistungen nach dem SGB II für die gesamte Bedarfsgemeinschaft vermieden werden.

Kinderzuschlag (KiZ) ist eine vorrangige Leistung gemäß § 6a Bundeskindergeldgesetz und wird dann erbracht, wenn mit vorhandenem Einkommen und dem sich ergebenen Kinderzuschlag der Bedarf der Gesamt-Bedarfsgemeinschaft im Sinne des SGB II gedeckt wird. KiZ wird auch nur unter dieser Bedingung bewilligt. Beim Bezug von KiZ haben Sie also mehr Geld in der Bedarfsgemeinschaft zur Verfügung als beim Bezug von SGB-II-Leistungen.

Der KiZ beträgt bis 30.06.2016 maximal 140 Euro und ab 01.07.2016 maximal 160 Euro pro Kind. Voraussetzung ist ein Mindestbruttoeinkommen von 600 Euro bei Ledigen und 900 Euro bei Paaren.

Wohngeld und Kindergeld sind dabei privilegiertes Einkommen. Wohngeld wird eventuell benötigt, um über eine spezifische Einkommensgrenze zu gelangen, damit KiZ realisiert werden kann.

Details erfahren Sie bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter Region Hannover. Sie haben beim Bezug von Kinderzuschlag ebenfalls eine Berechtigung auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket (BuT) sowie auf den Hannover-Aktiv-Pass.

Für Kinderwohngeld und Kinderzuschlag ist für die zu berücksichtigenden Kinder grundsätzlich eine Altersgrenze von 25 Jahren vorgesehen, die sich hierbei an der Dauer des gesetzlichen Kindergeldbezuges orientiert.