Fachtagung zu Wegen gegen Einsamkeit im Alter - Hannover.de

Rückblick

Fachtagung zu Wegen gegen Einsamkeit im Alter

Bei der Fachtagung: „Ein Hoch auf die Gemeinschaft – auf Wohlbefinden, Kunst und Kultur“ vom Fachbereich Senioren der Landeshauptstadt Hannover standen Wege gegen die Einsamkeit im Alter im Mittelpunkt.

Volkshochschule Hannover

Rund 120 Teilnehmende aus Medizin, Wissenschaft, Sozialer Arbeit und Zivilgesellschaft sind am 18. November 2025 in der Volkshochschule Hannover zusammengekommen. Sie diskutierten über wirksame Wege gegen Einsamkeit im Alter. Eingeladen hatte der städtische Fachbereich Senioren.

Austausch zwischen Praxis und Forschung

Die Tagung setzte auf den Austausch zwischen Praxis und Forschung – und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Kooperation, kreative Ideen und gemeinsames Engagement für das Wohlbefinden älterer Menschen sind.

Einsamkeit als subjektives Empfinden

Zu Beginn ordnete Mirjam Dierkes vom Kompetenznetz Einsamkeit zentrale Grundlagen ein: Was ist Einsamkeit, welche Folgen hat sie und welche Wege der Intervention gibt es? Dierkes betonte, dass Einsamkeit ein subjektives Empfinden sei – „eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen“ (nach Perlman/Peplau 1981).

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Wolfram Hermann von der Charité Berlin aktuelle Erkenntnisse aus dem Berliner Forschungsprojekt zum „Social Prescribing“ vor. Außerdem informierte Dr. Andrea Töllner, Leiterin des Kommunalen Seniorenservice der Landeshauptstadt Hannover über das hannoversche Projekt „Gesundheit und Gemeinschaft auf Rezept“. Zudem gaben es Einblicke in das Praxisbeispiel „Kultur auf Rezept“ in Frankfurt am Main von Katharina Popp, Projektkoordination Gesundheitsamt Frankfurt, und Jana Eckert, Geschäftsführerin des Instituts für Soziale Infrastruktur ISIS.

Motivierende Sprache lädt ein

Im Erfahrungspanel am Nachmittag wurde deutlich, wie wichtig eine einladende Sprache bei der Bewerbung von Angeboten ist. Im Austausch stellte sich heraus, dass Leichtigkeit und positiv formulierte Angebote besonders motivierend wirken – Formate wie „Wildes Tanzen“ zeigen, wie gut solche Ansätze angenommen werden. Zudem waren sich die Diskutierenden einig, dass hochbetagte männliche Personen häufig schwerer für Teilhabeangebote zu begeistern sind als weibliche.

Gemeinsames Singen verbindet

Ein besonderes Highlight war der Auftritt des „Heaven can wait“-Chors aus Hannover. Mit viel Energie zeigten die Sänger*innen, wie sehr gemeinsames Singen stärken und verbinden kann – ein lebendiges Beispiel dafür, was soziale Teilhabe bewirken kann.

Zum Abschluss betonte Dagmar Vogt-Jansen, Leiterin des Fachbereichs Senioren der Landeshauptstadt Hannover, dass Hannover mit dem Projekt „Gesundheit und Gemeinschaft auf Rezept“ auf einem guten Weg sei.

Das Programm und zwei Vorträge der Fachtagung stehen zum Download bereit:

Programm Fachtagung Soziales Rezept

Programm der Fachtagung zum "Sozialen Rezept" vom 18. November 2025

Dateityp: pdf Größe: 310,87 kB

Vortrag Gesundheit und Gemeinschaft auf Rezept

Vortragsfolien des Vortrags der Fachtagung zum Sozialen Rezept vom 18. November 2025

Dateityp: pdf Größe: 768,21 kB

Vortrag Einsamkeit im Alter

Vortrag von Mirjam Dirkes von der Fachtagung zum Sozialen Rezept vom 18. November 2025

Dateityp: pdf Größe: 2,1 MB

 

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