Landeshauptstadt Hannover

Schleppen

Die folgende Leistungsbeschreibung gilt nur für Bürger der Landeshauptstadt Hannover.

Im Straßenverkehr wird zwischen Abschleppen und Schleppen unterschieden.

Abschleppen

Unter Abschleppen ist das Ziehen eines liegen gebliebenen Fahrzeugs im Rahmen der Nothilfe zu verstehen (z. B. technischer Defekt). Nothilfe bedeutet das Abschleppen vom Pannenort auf kürzestem Wege zum nächst gelegenen Abstellort, zur nächst gelegenen Werkstatt oder zum Verwertungsbetrieb, wenn ein Abstellen am Ort aus Gründen der Sicherheit und Ordnung nicht möglich ist. In diesem Fall ist keine Ausnahmegenehmigung erforderlich.

Schleppen

Schleppen von Fahrzeugen ist das Mitführen eines betriebsfähigen oder betriebsunfähigen Kraftfahrzeugs auf eigenen Rädern hinter einem anderen Kraftfahrzeug. Hierbei handelt es sich dann bei dem zu schleppenden Fahrzeug um einen Anhänger im Sinne der Straßenverkehrs­zulassungsordnung (StVZO). Kraftfahrzeuge dürfen jedoch nicht als Anhänger betrieben werden (§ 33 StVZO). Für die ausnahmsweise Durchführung eines solchen Vorganges bedarf es einer Ausnahmegenehmigung, die die Straßenverkehrsbehörde auf Antrag erteilen kann.

Was ist noch zu beachten?

  • Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 4 t dürfen nur mit Hilfe einer Abschleppstange mitgeführt werden.
  • Das Schleppen über (Teil-)Strecken der Autobahnen kann grundsätzlich nur in Fällen genehmigt werden, in denen keine andere Möglichkeit zur Erreichung des Zieles besteht.
  • Die für die Verwendung als Kraftfahrzeug vorgeschriebenen oder für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen dürfen am geschleppten Fahrzeug angebracht sein. Soweit sie für Anhänger nicht vorgeschrieben sind, brauchen sie nicht betriebsfähig zu sein.
  • Der Schleppzug überschreitet möglicherweise die maximal zulässigen Abmessungen und Gewichte nach der StVZO. Um unnötige Kosten zu vermeiden, wenden Sie sich bitte vorab an ihre zuständige Straßenverkehrsbehörde.
  • Eine Schleppgenehmigung entbindet nicht von der Verpflichtung zur Einholung anderer gesetzlich vorgeschriebener Genehmigungen (z. B. Güterkraftverkehrsgesetz, Fahrerlaubnis- und Zulassungsvorschriften, Straßenverkehrsordnung etc.).

Kosten und Gebühren

Für die Erteilung einer Schleppgenehmigung für eine einzelne Fahrt wird eine Gebühr in Höhe von derzeit 80 Euro erhoben.

Sobald durch den Schleppzug Abweichungen von den Vorschriften der StVZO vorliegen, werden die Kosten durch das zu erstellende technische Gutachten durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen für den Fahrzeugverkehr (a.a.S.) und durch die Ausnahme von den Vorschriften der StVZO wesentlich höher. Um unnötige Kosten zu vermeiden, wenden Sie sich bitte vorab an ihre zuständige Straßenverkehrsbehörde.

Welche Fristen muss ich beachten?

Ein Antrag auf Erteilung einer Schleppgenehmigung sollte mit allen Unterlagen mindestens eine Woche vorher bei der zuständigen Dienststelle vorliegen. Kommen Abweichungen von den Vorschriften der StVZO hinzu, ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Bei Beantragung einer Schleppgenehmigung müssen mindestens Kopien der Zulassungs­bescheinigungen oder der Kraftfahrzeugbriefe vorgelegt werden.

An wen muss ich mich wenden?

Wenden Sie sich bitte an die für Ihren Wohnsitz oder Betriebssitz zuständige Straßenverkehrsbehörde. Für die Stadt Hannover ist dies die Straßenverkehrsbehörde im Fachbereich Tiefbau in 30161 Hannover, Rundestraße 6.

Rechtsgrundlagen

§ 33 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
§ 15a Straßenverkehrsordnung
und möglicherweise § 70 Straßenverkehrszulassungsordnung in Verbindung mit §§ 32, 34 StVZO

Zuständige Stelle

Schwertransporte