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Frauen machen Standort

Auszeichnung für Architekturbüro

Der STADT-HANNOVER-PREIS 2019 geht in diesem Jahr an die beiden Geschäftsinhaberinnen des Unternehmens Keferstein Sabljo Architekten BDA – die Entscheidung gaben Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin, Wirtschafts- und Umweltdezernentin, und Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover, am 28. Oktober im Rahmen eines Pressegesprächs bekannt. 

Vier Personen mit einem Plakat in einer Halle. © LHH

Gleichstellungsbeauftragte Friederike Kämpfe (links) und Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (rechts) gratulierten Tatjana Sabljo und Irina Kresic zum STADT-HANNOVER-PREIS 2019.

Der STADT-HANNOVER-PREIS 2019 geht in diesem Jahr an die beiden Geschäftsinhaberinnen des Unternehmens Keferstein Sabljo Architekten BDA, Irina Kresic (geb. Keferstein) und Tatjana Sabljo. Kresic und Sabljo gründeten das Architekturbüro 2009. Anfangs zu zweit gestartet, sind sie mittlerweile fünf Architektinnen, eine Innenarchitektin und drei Student*innen im Masterstudiengang Architektur – ein Team, das mit Kompetenz, Fachwissen, Engagement und Verantwortung Stadtentwicklung und Wohnraumplanung in Hannover betreibt und das nach eigener Aussage "Architektur lebt". "Auch in diesem Jahr ist eine Vielzahl an Bewerbungen für den STADT-HANNOVER-PREIS eingegangen und ich freue mich sehr, dass wir mit dem Schwerpunktthema 'Innovationen' Vertreterinnen verschiedener Branchen ansprechen konnten. Die beiden Preisträgerinnen zeigen, wie Unternehmerinnen den Standort Hannover erfolgreich gestalten – in vielerlei Hinsicht nachhaltig und mit einem Blick für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie", so Friederike Kämpfe, städtische Gleichstellungsbeauftragte und Jury-Vorsitzende. 

Innovative Konzepte für Stadtentwicklung und Wohnen in Hannover

Das Architekturbüro sieht seinen Schwerpunkt im Bereich denkmalgeschützter Bauten. Qualität steht dabei im Fokus. Dabei entwickelt das mehrfach ausgezeichnete Team neue Konzepte für Stadtentwicklung und Wohnen in Hannover. Soziokulturelle Nachhaltigkeit und klimaneutrales Bauen spielen im Entwurfsprozess eine zentrale Rolle. Das Team arbeitet interdisziplinär, also bereits im frühen Entwurfsstadium gibt es einen engen Austausch von Architektinnen und Innenarchitektin, so dass die Räume individuell an die späteren Nutzer*innen angepasst sind.

Neue Software für moderne Personalplanungsprozesse

Innovative Arbeitszeitmodelle, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen, sind ein wichtiger Grundstein und Teil der Philosophie des Architekturbüros. So können je nach persönlicher Lebenslage und Familiensituation und in gemeinsamer Absprache die Arbeitszeiten reduziert oder wieder erhöht werden. HomeOffice ist ebenso möglich, wie die Kinder mit ins Büro zu bringen, wenn die Kinderbetreuung mal ausfällt. Zur Optimierung von Planungsprozessen und Personalführung hat das Architekturbüro eine Software entwickelt, die auch im deutschsprachigen Raum vermarktet wird.

Wissenstransfer

Zeitliche Freiräume werden für Kreativität und Innovation, sowie die Arbeit in der Lehre und für berufspolitisches Engagement genutzt. Im Rahmen von Lehraufträgen an der Universität im Fachbereich Architektur und an der Hochschule am Fachbereich Innenarchitektur geben die Preisträgerinnen ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus dem Alltag an Student*innen weiter.

Video-Download

Ein Film über das Unternehmen Keferstein Sabljo Architekten BDA und den beiden Geschäftsführerinnen Irina Kresic (geb. Keferstein) und Tatjana Sabljo, den Stadt-Hannover-Preisträgerinnen 2019

Kriterien der Ausschreibung

Der STADT-HANNOVER-PREIS  2019 "Frauen machen Standort" (SHP) zeichnet Frauen aus, die einen wertvollen Beitrag zur hannoverschen Wirtschaft leisten. Bewerben konnten sich Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Geschäftsführerinnen und Frauen in Führungspositionen, die sich seit mindestens drei Jahren in der Landeshauptstadt Hannover erfolgreich am Markt behaupten, Bedingungen für eine geschlechtergerechte Unternehmenskultur und Arbeitsteilung schaffen und so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, beispielsweise durch geeignete Arbeitszeitmodelle. Weitere Kriterien bei der Bewertung waren, inwiefern das Unternehmen zur Imagepflege der Landeshauptstadt Hannover beiträgt und Nachhaltigkeitsgrundsätze berücksichtigt. "Der STADT-HANNOVER-PREIS trägt seit nunmehr 18 Jahren dazu bei, Unternehmerinnen und ihre Ideen vorzustellen und ein Vorbild für angehende Unternehmerinnen zu sein. Der Preis ist ein Baustein, durch den sich der hannoversche Wirtschaftsstandort kontinuierlich weiterentwickelt und für die Zukunft gut aufstellt. Die diesjährigen Preisträgerinnen sind ein tolles Beispiel für eine intelligente Unternehmensorganisation wie auch für innovative Projektumsetzungen", betonte Sabine Tegtmeyer-Dette. 

Preisträgerinnen über ihre Auszeichnung 

"Mit dem STADT-HANNOVER-PREIS ausgezeichnet zu werden, freut und ehrt uns sehr. Den eigenen Ambitionen zu folgen und unseren Beruf als Architektin leidenschaftlich und verantwortungsbewusst auszuführen, dabei gleichzeitig auch der Familie gerecht zu werden, ist tagtäglich eine neue Herausforderung, der wir uns nun seit unserer Bürogründung vor zehn Jahren stellen. Mit Neugier, Freude und Liebe zum Detail widmen wir uns unseren Projekten, um eine nachhaltige, identitätsstiftende und ausgezeichnete Architektur zu schaffen. Um die Beruf(ung) auch mit der Familie zu vereinbaren, arbeiten wir in unserem Unternehmen mit individuell angepassten Arbeitszeitmodellen. Eine selbstentwickelte Software, die kontinuierlich optimiert wird, unterstützt unsere Arbeitsstruktur und -organisation, sowie unsere Planungsprozesse. Der Preis ist für uns persönlich auch Ermutigung und Anerkennung für eine Leistung, die nicht messbar ist, eine Anerkennung für all das, was Frauen leisten, wenn sie sich für beides entscheiden: Familie und Beruf – und für alles, was beides kompromisslos mit sich bringt", so Kreisc und Sabljo. 

Hintergrund

Bereits zum 18. Mal wird der mit 10.000 Euro dotierte STADT-HANNOVER-PREIS – "Frauen machen Standort" (SHP) verliehen. In diesem Jahr gab es 17 Bewerbungen aus den nachfolgenden Bereichen: Unternehmensberatung, Marketing, IT, Einzelhandel, Onlinehandel, Architektur, Bauwesen, Handwerk, Kunst, Kultur, Kommunikation, Bildung, Design (Mode/Grafik), Versicherungen, Recht. Der Schwerpunkt des Preises lag in diesem Jahr auf dem Thema "Innovation". Gesucht wurden Bewerberinnen, die durch die Anwendung neuer Ideen und Techniken Veränderungen in ihrem Unternehmen herbeigeführt haben. Dies galt branchenübergreifend und es waren sowohl soziale als auch technologische Innovationen ausdrücklich erwünscht. "Innovation" ist auch das Thema des Wirtschaftsempfangs 2019, zu dem es eine Podiumsdiskussion am heutigen Abend geben wird.