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Kultur im Schloss 2. Halbjahr 2017

Das Programm von September bis Dezember.

Zuletzt aktualisiert:

Gültig ab 1.12.2017

Richtlinie zur Förderung der Kulturellen Bildung in der Region Hannover

1. Zuwendungszweck und Rechtsgrundlage

1.1 Die Region Hannover fördert die Vielfalt der kulturellen Angebote in ihrem Gebiet und hat sich zum Ziel gesetzt, diese in angemessener Qualität zu erhalten, weiterzuentwickeln und allen Menschen zugänglich zu machen. Die Region Hannover gewährt Zuwendungen im Rahmen der dafür zur Verfügung stehenden eigenen Haushaltsmittel für Kulturschaffende in ihrem Zuständigkeitsgebiet.

1.2 Die Region Hannover gewährt die Zuwendungen nach Maßgabe dieser Richtlinie und der allgemeinen haushaltsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere den §§ 23, 44, 105 LHO. Die Zuwendungen erfolgen beihilfefrei im Sinne des EU-Beihilferechts.

1.3 Ein Rechtsanspruch auf eine Förderung besteht nicht. Die Region Hannover entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die eingereichten Anträge im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

2. Gegenstand der Förderung

2.1 Die Region Hannover fördert in ihrem Gebiet, vorrangig in den Umlandkommunen, Vorhaben der Kulturellen Bildung.

2.2 Gefördert werden Vorhaben der Kulturellen Bildung aus den künstlerischen Sparten:

  • Bildende Kunst
  • Darstellende Kunst
  • Film
  • Fotografie
  • Literatur
  • Medien
  • Museum
  • Musik

2.3 Förderfähig sind:

  • die Entwicklung, Stärkung und Umsetzung von Kooperationen unterschiedlicher Kulturakteure und Kulturinstitutionen, wobei diese Kooperationen bereits vorhanden sein können, entstehen oder weiter ausgebaut werden,
  • die Entwicklung und Umsetzung von Konzeptionen und Jahresprogrammen von Kulturinstitutionen und Akteuren der Kulturellen Bildung,
  • Weiterbildungsmaßnahmen von Kulturinstitutionen und Kulturakteuren zum Zweck der Selbstprofessionalisierung von Kulturakteuren.

2.4 Investitionen können bis zu einem Betrag von insgesamt 5.000 € gefördert werden, soweit diese Inventar betreffen. Baumaßnahmen werden nicht gefördert.

2.5 Die Förderung bereits bei Antragstellung begonnener Vorhaben ist nicht möglich. Rechtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit diesen Vorhaben (Auftragsvergabe, Vertragsabschlüsse etc.) dürfen erst nach Eingang des Antrags bei der Region Hannover eingegangen werden.

3. Antragsberechtigte

3.1 Antragsberechtigt sind Kommunen und Kulturvereine aus der Region Hannover sowie natürliche Personen, die ihren Sitz in der Region Hannover haben.

3.2 Es können zusätzlich auch bei anderen Institutionen Fördermittel beantragt werden.

4. Förderperiode

Zuwendungen werden in dem Förderzeitraum 2018 bis 2020 gewährt.

5. Art der Finanzierung, Höhe der Zuwendung

5.1 Die Zuwendung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt. Die Gewährung erfolgt mittels eines Zuwendungsbescheids.

5.2 Die Zuwendung wird bis zu einer Förderhöchstsumme von 10.000 € gewährt.

5.3 Die Zuwendung für investive Maßnahmen innerhalb eines Förderantrags wird in Höhe der tatsächlichen Kosten bis zu einer Förderhöchstgrenze von 5.000 € gewährt. Die Gesamtfördersumme darf 10.000 € nicht übersteigen.

6. Antragsverfahren

6.1 Die Antragstellung erfolgt bis zum 31. März auf dem im Internet unter www.kulturfoerderung-region-hannover.de bereitgestellten Vordruck. Es gilt das Datum des Poststempels der Region Hannover.

6.2 Die eingegangenen Anträge werden durch das Team Kultur der Region bewertet. Die abschließende Entscheidung über die Festlegung der Fördersummen erfolgt durch die Region Hannover.

7. Verwendungsnachweis, Auszahlung, Hinweis auf Förderung

7.1 Bis zum 28.02. eines Jahres ist ein Verwendungsnachweis für das vorangegangene Jahr vorzulegen. Näheres regelt der Zuwendungsbescheid.

7.2 Die Zuwendung wird nach Mittelabruf als Festbetragsfinanzierung in einem Betrag für das jeweilige Kalenderjahr ausgezahlt.

7.3 Auf die Förderung durch die Region Hannover ist mit dem Regionslogo (Wort-Bild-Marke) im Internet und in Print-Veröffentlichungen hinzuweisen.

8. Widerruf, Erstattungsanspruch

8.1 Der Widerruf und der Erstattungsanspruch richten sich nach § 49 f. Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG).

8.2 Die Region Hannover behält sich den Widerruf gemäß § 49 Abs. 2 VwVfG vor für den Fall der Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder der Ablehnung der Eröffnung mangels Masse.

8.3 Der Bescheid kann gemäß § 49 Abs. 3 VwVfG ganz oder teilweise auch mit Wirkung für die Vergangenheit widerrufen werden, wenn die Leistung nicht, nicht alsbald nach der Erbringung oder nicht mehr für den bestimmten Zweck verwendet wird, oder eine Auflage nicht oder nicht innerhalb einer gesetzten Frist erfüllt wird.

9. Inkrafttreten

Diese Richtlinie tritt am 01.12.2017 in Kraft. Sie gilt bei Abweichungen von der Richtlinie der Region Hannover für die Gewährung von Zuwendungen an Dritte vorrangig.

Die Richtlinie als pdf