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Hörlandkarte

Auszug einer Karte mit 17 Kennzeichnungen von Orten und ein Vorschaubild mit Informationen, was sich hinter der Markierung verbirgt. © Region Hannover

Hörlandkarte

Orte des Hörens und außerschulische Lernorte in der Hörregion Hannover

Klingende Laternen

Projektleitung

Mitwirken und mitgestalten

Eine Frau flüstert einem jungen Mann mit Locken und Bart etwas ins Ohr. © anetlanda / fotolia.com

Ein Netz fürs Hören

Sie wollen mit an Bord kommen und das Hören fördern?

Barrierefrei hören

Überdimensional großes Modell eines Ohrs (Innenleben). © MHH (Quelle)

  

Wo gibt es öffentliche Hilfen für hörgeschädigte Menschen?

Junge Hörregion

Ein Junge hat in der linken Hand einen kräftigen, kurzen, krummen Stock und führt ihn über ein Brückengeländer aus Holz. Die Sonne tauscht die Szene in warmes Licht. © Andy Dean / fotolia.com

 

Hör-Aktionen, Projekte und Veranstaltungen, die ganz besonders Kinder & Jugendliche aufhören lassen.

Eine Bühne für das Ohr

Publikum in einem großen Veranstaltungssaal mit mehreren Reihen und Rängen. Die Gäste schauen in Richtung Bühne, auf der über eine Leinwand ein Film abgespielt wird. © Ulrich Pucknat

 

So hörens-, sehens- und erlebenswert war der Auftakt: Filme zum (nochmal) Hören und Staunen.

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CIC "Wilhelm Hirte"

Von Beginn an Teil der Hörregion Hannover

Mitgliedschaft im Netzwerk wird sichtbar: Regionspräsident Hauke Jagau überreicht Hörregions-Plakette an das Cochlear Implant Centrum "Wilhelm Hirte".

Zwei Frauen und zwei Männer in einem Raum. Sie halten eine Hörregions-Netzwerkplakette in die Kamera. © Meyer, Region Hannover

Regionspräsident Hauke Jagau, Dr. Barbara Eßer-Leyding, Leiterin des Cochlear Implant Centrum (CIC) "Wilhelm Hirte", Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion Hannover, und Dr. Thomas Beushausen, Vorstand der Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt, werben für gutes Hören.

Seit gut zweieinhalb Jahren vereint das Netzwerk Hörregion Institutionen und Unternehmen rund um das Thema Hören. Ziel ist, gemeinsam für gutes Hören zu werben und für die Bedeutung des Ohrs als Sinnesorgan zu sensibilisieren. Jetzt wird das Netzwerk auch nach außen stärker sichtbar. Am Dienstag, 14. August, haben Regionspräsident Hauke Jagau und Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion Hannover, an Dr. Thomas Beushausen, Vorstand der Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt, und Dr. Barbara Eßer-Leyding, Leiterin des Cochlear Implant Centrum (CIC) "Wilhelm Hirte", eine Hörregions-Plakette als Zeichen der Mitgliedschaft überreicht. Sie wird künftig nach außen hin das Engagement des CIC "Wilhelm Hirte" deutlich machen und im Eingangsbereich hängen.

Das Cochlear Implant Centrum (CIC) "Wilhelm Hirte"

ist von Beginn an Teil der Hörregion Hannover. Es war 1990 deutschlandweit die erste Einrichtung ihrer Art, die ertaubte oder taub geborene Kinder mit einem Cochlear Implant (CI) gezielt behandelte. Denn was für viele selbstverständlich ist, müssen diese Kinder erst lernen: Hören, denn dieses „Gefühl“, Stimmen, Geräusche oder gar Musik zu erleben, kennen die meisten von ihnen noch nicht. Und wer nicht hören kann, kann sich meist auch nicht artikulieren. Neben dem Hören und Verstehen müssen die Kinder auch das Sprechen lernen.

Behandlung mit einem CI

Zuvor wurden die Kinder im Deutschen Hörzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover mit der Innenohrprothese versorgt. In aller Regel beginnt dann die Arbeit der Therapeuten im CIC. Eine Basisrehabilitation umfasst meist einen Zeitraum von zweieinhalb bis drei Jahren mit mehreren mehrtägigen Aufenthalten im CIC.
Die Behandlung mit einem CI ist innerhalb der ersten drei Lebensjahre oder auch für Kinder mit Hörgeräten (zum Beispiel nach einem Hörsturz) sinnvoll. Während zu Beginn ältere Kinder einseitig mit einem CI versorgt wurden, können heute bereits Kinder ab einem Alter von ca. sechs Monaten mit dieser hochwertigen Technik auf beiden Ohren hören und in der Folge auch sprechen lernen. Die sich weiter entwickelnde Technik wie auch die frühe Versorgung ermöglichen Kindern, die keine weiteren Entwicklungsverzögerungen aufweisen, eine hervorragende Sprachentwicklung, die auch für den Regelschulbesuch ausreichen kann.

Das CIC hat hervorragenden Ruf

Seit 1990 nahmen mehr als 2000 Kinder an den Therapien teil. Durch den hervorragenden Ruf des CIC als Vorreiter für die CI-Therapie kommen sie aus ganz Deutschland. 15 spezialisierte Fachkräfte aus der Audiologie, Sprachtherapie, (Heil-)Pädagogik und Ergotherapie kümmern sich um die verschiedenen Therapien der Kinder. Ergänzt werden diese von der tiergestützten Therapie vom Verein für soziales Lernen mit Tieren, von Musiktherapien sowie von wechselnden Angeboten aus den Bereichen Bewegung und Kreativität. Elternfortbildungen und Aktionstage für die ganze Familie zählen ebenfalls dazu.
Seit 2013 werden auch spät ertaubte Erwachsene in einem speziell auf diese Gruppe abgestimmten komplexen Rehabilitationsprogramm behandelt. Und nicht zuletzt sind auch langjährige Patienten inzwischen erwachsen und nehmen einmal pro Jahr ihre Kontrolltermine im CIC wahr.

Von der Arbeit beeindruckt

Regionspräsident Hauke Jagau zeigt sich beeindruckt von der Arbeit des CIC: "Nach der Implantation lernen Kinder, die zunächst ohne den Hörsinn aufgewachsen sind, eine ganz neue Welt kennen. Alles erschließt sich in einer anderen Dimension. Dass das gelingt und keine Überforderung darstellt – dafür sorgt die Hannoversche Kinderheilanstalt mit dem Cochlear Implant Centrum ,Wilhelm Hirte‘."

Ein großartiges Aushängeschild

"Als deutschlandweit erste Einrichtung für CI-Rehabilitation für Kinder war es für uns selbstverständlich, von Anfang an mit bei der Hörregion dabei zu sein. Das Netzwerk ist mit seinen Mitgliedern ein großartiges Aushängeschild für die Region Hannover", so Dr. Barbara Eßer-Leyding.  

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

(Veröffentlicht am 14. August 2018)