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Musik und Literatur

Der Lärm – eine konzertante Lesung

Eine Kampfschrift gegen die Geräusche unseres Lebens von Theodor Lessing, inszeniert als konzertante Lesung am 27. April im Pavillon mit Markus John, musica assoluta & Claire Huangci mit Musik von Leoš Janáček, Thorsten Encke und Johann Sebastian Bach.

Der aus Hannover stammende Kulturphilosoph und Publizist Theodor Lessing (1872-1933) gehört zu den besten Denkern seiner Zeit. Messerscharf und mit viel Humor analysiert er seine Zeitgenossen und die gesellschaftlichen Verhältnisse, so auch in seinem 1908 erschienenen Essay "Der Lärm". Lessing zeigt die Verbindungen zwischen (vermeidbarem) Lärm, dem Geltungsbedürfnis des Menschen und den Zwängen der industrialisierten Welt. Auf Einladung der Region Hannover sprechen und spielen der Schauspieler Markus John, musica assoluta und die Pianistin Claire Huangci unter der Leitung von Thorsten Encke den furiosen und noch immer aktuellen Text von Theodor Lessing.

Markus John

wurde 1962 in Duisburg geboren. Zunächst studierte der Schauspieler Theaterwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in München, wo er auch seine Schauspielausbildung absolvierte. Es folgten Engagements in München, Bern, Hamburg, Mannheim und Berlin. 1997-2009 war er Ensemblemitglied am Schauspiel Köln. Seit der Spielzeit 2009/10 gehört Markus John zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. In Hannover ist er aktuell (nach "Maria Stuart" und "Macht und Widerstand") wieder in einer Inszenierung von Dušan David Pařizek zu sehen, in "Trutz" nach dem Roman von Christoph Hein. Er arbeitete unter anderem mit Karin Beyer, Johan Simons, Karin Henkel, Alvis Hermanis, Jürgen Gosch, Stephan Kimmig, Thomas Langhoff und Michael Thalheimer.

Orchester musica assoluta

Mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Konzerte beweist das in Hannover ansässige Orchester musica assoluta um den Komponisten und Dirigenten Thorsten Encke, das Erneuerung in der Musik möglich ist. Besetzt mit exzellenten, vielfach ausgezeichneten Musikern aus ganz Deutschland, hat das Ensemble seine eigene Konzertreihe in Hannover gegründet und mit programmatischer Dichte und Unmittelbarkeit Furore gemacht. Es reagiert mit konsequenter Förderung von Nachwuchstalenten auf das spürbare Bedürfnis nach einer Veränderung von Konzert- und Hörgepflogenheiten. musica assoluta arbeitet mit namhaften Solisten und Solistinnen wie Isabelle Faust, Sharon Kam, Antje Weithaas, Benjamin Schmid unter anderem zusammen und ist regelmäßiger Gast auf internationalen Festivals. Rundfunk- und CD-Aufnahmen geben einen Eindruck von der programmatischen Vielseitigkeit und der exzellenten Spielqualität des 2011 von Thorsten Encke gegründeten Ensembles.

Thorsten Encke 

1966 in Göttingen geboren, studierte Thorsten Encke zunächst Violoncello und Dirigieren in Hannover bei Friedrich-Jürgen Sellheim und in Los Angeles bei Lynn Harrell, und sammelte Erfahrungen auf allen Feldern der klassischen Musik und spielte als Solist, Kammer- und Orchestermusiker. Mit dem Gewinn des Kompositionswettbewerbs in Prades 2005 verlagerte sich sein künstlerisches Schaffen auf kompositorische Projekte und das Dirigieren. Thorsten Encke erhält seitdem zahlreiche Kompositionsaufträge und seine Werke werden von international bekannten Musikern aufgeführt. Zuletzt spielte Sharon Kam im Januar 2019 mit der NDR Radiophilharmonie die Uraufführung seines Konzerts für Klarinette und Orchester.

Claire Huangci

Mit gerade einmal 28 Jahren zählt die 1990 geborene US-amerikanische Pianistin Claire Huangci bereits zu den festen Größen ihrer Zunft. 2007 kam die Musikerin mit chinesischen Wurzeln aus ihrer Heimatstadt Philadelphia nach Hannover, um hier an der Musikhochschule Klavier zu studieren. Mittlerweile unterrichtet sie an der HMTMH als Assistentin ihres ehemaligen Lehrers Arie Vardi. Von Hannover aus startete Claire Huangci, die zum kleinen Kreis der international erfolgreichen Pianistinnen gehört, eine große Karriere. Nachdem sie bereits 2011 in München Zweite beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD wurde, ging sie 2018 als Gewinnerin aus dem Concours Géza Anda in Zürich hervor. 2017 veröffentlichte sie ihre viel gelobte CD "A Chopin Diary".

Programm:

Theodor Lessing (1872-1933): Der Lärm. Eine Kampfschrift gegen die Geräusche unseres Lebens

Leoš Janáček (1854-1928): Concertino

Thorsten Encke (*1966): Klavierquintett "Allusion", Uraufführung

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Brandenburgisches Konzert Nr. III in G-Dur

Vorverkauf

Reservierungen für Rollstuhlplätze unter info@pavillon-hannover.de. Vorverkauf ab 20.01.2019: www.reservix.de, www.pavillon-hannover.de

Termin(e): 27.04.2019 ab 19:30 Uhr
Ort

Kulturzentrum Pavillon

  • Lister Meile 4
  • 30161 Hannover
Preise:
Eintritt: 25 Euro
ermäßigt: 12 Euro

Eine Veranstaltung des Teams Kultur für die Hörregion Hannover aus der Reihe Hörwerke

Literatur musikalisch N° 6

Ermäßigt für Schüler, Studierende, Hannover Aktiv Pass-Inhaber, Schwerbehinderte