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Preisverleihung

Auszeichnung der fahrradfreundlichsten Arbeitgeber

Zwei Unternehmen und eine Kommune sind in diesem Jahr als "fahrradfreundlichste Arbeitgeber" in der Region Hannover ausgezeichnet worden. 

Eine Gruppe Menschen, die vor einem Fahrrad steht. © LHH

Die Preisträger des Wettbewerbs "Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber".

Auszeichnung für zwei "alte Bekannte" und einen "Neuling" aus Hannover: Die WOLF + WEISKOPF GmbH und die WERTGARANTIE Group sowie die Stadt Wunstorf haben den Preis "Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber" bekommen. Die WERTGARANTIE Group (Kategorie "Großbetriebe") hat in dem alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb nach 2013 und 2015 einen Hattrick geschafft. Auch für die WOLF + WEISKOPF GmbH ("Kleine Betriebe") ist der Erste Preis ein Wiederholungserfolg nach 2013. Erstmals gewann mit der Stadt Wunstorf eine Kommune den Preis in der Kategorie "Mittelgroße Betriebe".

Überdachte Abstellplätze, Flickzeug für den Notfall oder eine eigene Dienstradflotte – Unternehmen können einiges tun, um ihre Beschäftigten dazu zu motivieren, verstärkt aufs Fahrrad umzusteigen. Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover hatten dazu in diesem Jahr zum vierten Mal gemeinsam einen Wettbewerb der besten Beispiele ausgeschrieben. Am Montag, dem 25. September wurden im Raschplatz-Pavillon die "fahrradfreundlichsten Arbeitgeber der Region Hannover" ausgezeichnet. Weitere 13 Bewerberinnen und Bewerber aus Hannover, Laatzen, Langenhagen, Neustadt, Sehnde und Springe dürfen sich "fahrradfreundliche Arbeitgeber" nennen.

"Es gibt gute Gründe, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen und möglichst auch Dienstfahrten ‚per Pedale‘ zu unternehmen", sagt Schirmherr Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover, und führt weiter aus: "Radfahren ist umweltfreundlich und hält gesund. Deshalb freuen wird uns über alle Unternehmen in der Region, die die Nutzung des Fahrrads fördern. Wir sehen in diesem Jahr auch wieder viele Beispiele, wie man das Rad zur echten Alternative zum Auto machen kann."

Co-Schirmherrin Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, ergänzte: "Die Möglichkeiten sind vielfältig. Manchmal reichen ganz kleine Maßnahmen aus, um zum Umstieg auf das Rad zu animieren. Deshalb freuen wir uns über alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Stadt und Region, die sich in dieser Hinsicht engagieren. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über saubere Luft in den Städten ist jeder einzelne Beitrag wichtig für die Förderung eines gesunden Klimas."

Die Sieger-Betriebe wurden von einer Fach-Jury ermittelt, der neben Schirmherrin und Schirmherr und dem Kooperationspartner  Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club auch Vertreterinnen und Vertreter der Handwerkskammer Hannover, der IG Metall Hannover, der Industrie- und Handelskammer und dem Verein Pro Hannover Region e.V. angehörten. Moderiert und operativ begleitet wurde der Wettbewerb durch Dieter Brübach vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.).

An dem Wettbewerb konnten sich Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen aus Hannover und den anderen 20 Regionskommunen beteiligen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen, mehr mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Alle 16 Unternehmen und Institutionen, die an dem Wettbewerb erfolgreich teilgenommen haben, erhalten eine Urkunde und ein Schild für den Eingangsbereich: 13 Betriebe als "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber 2017", die drei Erstplatzierten als "Fahrradfreundlichster Arbeitgeber 2017". Die drei siegreichen Wettbewerbsbeiträge werden darüber hinaus mit je einem Fahrrad vom Typ "Hannover Rad" – gestellt von Stadt und Region Hannover – sowie jeweils vier Tageskarten für den Erlebniszoo Hannover –  vom Zoo zur Verfügung gestellt – belohnt.

Der Wettbewerb "Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber" gehört zu den Maßnahmen, mit denen der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr in und um Hannover erhöht werden soll. Region und Landeshauptstadt Hannover haben sich mit dem Verkehrsentwicklungsplan pro Klima (VEP) und dem Masterplan Mobilität 2025 das gemeinsame Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. 2019 wollen Stadt und Region Hannover erneut zu diesem Wettbewerb einladen.

Sieger Kategorie "Große Betriebe"

Bei den Betrieben ab 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzte sich die WERTGARANTIE Group (Hannover, Breite Straße) durch. Das Unternehmen mit rund 430 Beschäftigten am Standort in Hannovers City ist Anbieter für Garantie-Dienstleistungen und Versicherungen. Die WERTGARANTIE Group hat allein schon aufgrund ihres unternehmerischen Konzepts eine Nähe zum pedalgetriebenen Gefährt. Denn zur Angebotspalette gehört auch der Komplettschutz fürs Zweirad, der ähnlich einer Auto-Vollkaskoversicherung die Kosten von Reparaturen und Diebstahlschäden übernimmt.

Die Fahrradförderung hat aber auch innerhalb des Betriebs inzwischen Tradition. Das wird etwa dadurch deutlich, dass Teilnehmerzahlen bei der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" seit der ersten Teilnahme im Jahr 2009 von 25 auf inzwischen 75 KollegInnen gestiegen sind. Eine fahrradfreundliche Infrastruktur ist selbstverständlich, um noch mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad zu bewegen. Dazu gehören in diesem Jahr zum Beispiel die Umgestaltung zweier zusätzlicher Autostellplätze in Fahrradabstellanlagen, die Ausgabe von stark subventionierten hochwertigen Regenjacken an die Beschäftigten, die Anschaffung zweier kostenlos benutzbarer Leihfahrräder sowie die Gründung einer Feierabend-Radelgruppe .

Sieger Kategorie "Mittelgroße Betriebe"

In der Kategorie „49-249 Beschäftigte“ geht der Erste Preis an die Stadt Wunstorf (rund 240 MitarbeiterInnen am Standort Rathaus), die sich insbesondere durch drei Maßnahmen auszeichnete: Seit Juli 2016 steht gegenüber dem Rathaus eine öffentliche, überdachte Fahrradabstellanlage, in dem die MitarbeiterInnen einen Stellplatz mieten können. Die Fahrradabstellanlage ist außerdem mit einem Fahrradladeschrank, den die Stadtwerke Wunstorf für das Aufladen von Pedelecs bereitgestellt haben, sowie mit einem Kompressor für das Aufpumpen von Reifen ausgestattet.

Seit 2016 nimmt die Stadt mit eigenen Teams intensiv an den Aktionen „Stadtradeln“ und „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil. Schließlich wird auch das Nutzen von Rädern für Dienstfahrten gefördert. Der Fahrradfuhrpark wurde um ein Pedelec erweitert.

Sieger Kategorie "Kleine Betriebe"

Gewinner in der Kategorie "Kleine Betriebe" ist zum zweiten Mal nach 2013 die WOLF + WEISKOPF GmbH (Hannover, Hans-Böckler-Allee), ein Ingenieurbüro mit 26 Beschäftigten, das seit mehr als 40 Jahren auf dem Feld der Gebäudetechnik tätig ist. Das Fahrrad zu nutzen, wann immer es möglich ist, war schon immer die Philosophie der Geschäftsführung seit der Firmengründung 1973. Zahlreiche neue Maßnahmen hat das Unternehmen in Sachen Zweirad initiiert: Vergrößerung des Fahrradkellers und Erweiterung um eine E-Bike-Ladestation, eine Dusche, um nach langen Strecken wieder "bürotauglich" zu sein, Haltesysteme für Packtaschen und Erste-Hilfe-Sets für alle Firmenräder sowie eine Codieraktion für Privaträder. Dienstwagen kommen nur bei größeren Entfernungen zum Einsatz. Für das Unternehmen ist selbstverständlich, dass für Kurierfahrten möglichst Fahrradkuriere gebucht werden. Rund die Hälfte der Beschäftigten kommt regelmäßig mit dem Rad. Auch bei betrieblichen Ausflügen darf das Fahrrad nicht fehlen. Auch Geschäftspartnerinnen und -partner wurden schon häufig vom Gebrauch des Fahrrads nachhaltig überzeugt.