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Projektförderung

Beispielhafte Klimaschutzkonzepte unterstützt

Die Region Hannover fördert innovative Klimaschutzprojekte wie beispielsweise E-Taxis, Klimaklassenzimmer und Kaffeeröstereien.

Die Region fördert mit ihrer Leuchtturmrichtlinie Akteurinnen und Akteure, die innovative Klimaschutzprojekte praktisch umsetzen. Über die geplante Förderung von vier weiteren Projekten in Höhe von insgesamt rund 116.000 Euro hat Umweltdezernentin Christine Karasch den Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region Hannover in der Sitzung am 3.9.19 informiert. Die vier Klimaschutzvorhaben sind beispielhaft für klimaschonende Mobilität, interaktives Lernen und nachhaltiges Wirtschaften.

"Die vier Projekte zeigen, wie sich in ganz unterschiedlichen Bereichen Klimaschutz voranbringen lässt. Sie haben Vorbildcharakter und sollen Klimaschutz auch im Alltag noch stärker in den Blickpunkt stellen", erläuterte die Dezernentin.

Elektro-Taxis für Hannover

Zwei Vorhaben haben den erstmaligen Einsatz von Elektro-Taxis in Hannover zum Ziel. So beabsichtigt die Car Service Wifos GmbH die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs, um es in einem hannoverschen Taxiunternehmen im täglichen Regelbetrieb einzusetzen. Rund 16.000 Euro beträgt die geplante Fördersumme. Außerdem will die hannoversche Taxizentrale Hallo Taxi 3811 GmbH zwei e-Taxen zentral anschaffen und die Ladeinfrastruktur bereitstellen. Die e-Fahrzeuge sollen an die der Taxizentrale angeschlossenen Taxiunternehmer als Ersatzwagen verliehen werden, soweit Fahrzeugwartungen und Reparaturen dies erforderlich machen. Die Region Hannover bezuschusst die Installation der Ladesäulen und die Netzanschlusskosten für zwei Standorte mit bis zu 50.000 Euro.

Anschauliches Lernen im Klimazimmer

Ein Team um den Wirtschaftswissenschaftler Tobias Meyer will mit dem Klimazimmer ein interaktives Lernkonzept für Schulkinder realisieren. Ein spielerisches Auseinandersetzen mit den Themen Energieverbrauch und nachhaltiger Konsum ist das Ziel. Das Klimazimmer entsteht in einem umgebauten mobilen Anhänger. Dort sollen innerhalb einer bestimmten Zeit Aufgaben gelöst werden – ähnlich wie beim Konzept des Escape Rooms.

Die Kinder finden in dem Raum für sie vertraute Szenarien aus dem Alltag vor, die an Situationen aus dem eigenen Kinderzimmer oder dem Klassenzimmer erinnern. So ist der Computer zum Beispiel auf Stand-by geschaltet oder die Heizung trotz offenem Fenster aufgedreht. Bei Betreten des Klimazimmers erhalten die Kinder eine Videoeinführung in die Thematik und Infos zur aktuellen Energiebilanz. Im Anschluss haben sie 45 Minuten Zeit, den Energieverbrauch um mindestens 50 Prozent zu reduzieren.

Im Jahr 2021 sollen Schulen im Gebiet der Region das Klimazimmer kostenfrei buchen können. Die geplante Förderung durch die Region Hannover beträgt 30.000 Euro. Das Klimazimmer soll an verschiedenen Orten zum Einsatz kommen.

Shared Roastery: gemeinsam nachhaltig und effizient

Drei hannoversche Mikro-Kaffeeröstereien wollen sich eine Rösterei mit Geräten teilen – unter Beibehaltung ihrer jeweiligen Eigenständigkeit. Dies ermöglicht eine effizientere Logistik bei Anlieferung und Versand von Waren sowie eine bessere Ausnutzung von Maschinen und Energie. Weitere Röster können Zeiteinheiten mieten. Es handelt sich um ein in Deutschland einmaliges Konzept, das ökologische, ökonomische und soziale Ressourcen bündelt. Die Aschemann, Brinkmann, Auer GbR ist derzeit in Gründung und soll einen Zuschuss von 20.000 Euro von der Region erhalten.

Förderrichtlinie für Projekte mit „Leuchtturmcharakter“

Die Region Hannover vergibt die Zuschüsse auf Basis der Richtlinie zur Förderung regional bedeutsamer Klimaschutzvorhaben. Der nächste Stichtag zum Einreichen von Anträgen ist der 28. Februar 2020. Einwohnerinnen und Einwohner und Kommunen der Region Hannover sowie Unternehmen, Vereine und Verbände mit Sitz in der Region Hannover können die Anträge bei der Klimaschutzleitstelle der Region stellen. Alle wesentlichen Informationen sind übersichtlich im Faltblatt „Regional bedeutsame Klimaschutzvorhaben – Leuchtturmprojekte gesucht“ zusammengefasst. Es steht, zusammen mit der Förderrichtlinie und dem Antragsformular, unter www.hannover.de/leuchtturmrichtlinie bereit.

veröffentlicht: 03. September 2019