Besuch in der Zwiebelhauptstadt

Dritter Antrittsbesuch führt Regionspräsident Steffen Krach nach Uetze

Wassermanagement: Region und Gemeinde schließen Vereinbarung

Florian Gahre und Steffen Krach unterzeichnen die Vereinbarung zum Wassermanagement

Regionspräsident Steffen Krach und Bürgermeister Florian Gahre haben am 20. Dezember 2021 eine Kooperationsvereinbarung für das Projekt "GeHaKliWaL: Gemeinsames Handeln im Klimawandel: Klimaangepasstes regionales Wassermanagement für Landwirtschaft, Umwelt und Mensch in der Gemeinde Uetze" unterzeichnet.

Anlass war der Antrittsbesuch des Regionspräsidenten im Rathaus. Bei Gesamtkosten von ungefähr 444.000 Euro beteiligt sich die Region mit einem Anteil von rund 155.000 Euro an dem Projekt. Ein Fördermittelantrag ist beim Bundesumwelt-ministerium gestellt worden.

Die Gemeinde Uetze mit ihren ca. 21.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist als Zwiebelhauptstadt bekannt. Die Kommune beheimatet eines der größten Zwiebel- und Kartoffelanbaugebiete Deutschlands und liegt zudem an der Deutschen Spargelstraße. Die Landwirtschaft ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch ein wirtschaftliches Standbein der Gemeinde.

"Unsere Landwirte brauchen Wasser, um die sandigen Böden ackerbaulich nutzen zu können, aber es gibt auch andere, vielfältige Ansprüche an die Wasserversorgung", sagte Bürgermeister Gahre: "Im Gemeindegebiet wird Trinkwasser gewonnen und wegen unserer Stillgewässer wie dem Irenensee oder dem Spreewaldseengebiet versteht sich Uetze auch als 'Freizeitland' für Naherolungssuchende. Drei trockene Jahre in Folge haben den Grundwasserspiegel im Nordosten der Region inzwischen gefährlich sinken lassen."

Regionspräsident Steffen Krach betonte: "Um dem Klimawandel zu begegnen, bedarf es Reaktionen, die an die lokalen und regionalen Verhältnisse angepasst sind. Wir werden auch beim Umgang mit der Ressource Wasser umdenken müssen: Mit unserem gemeinsamen Projekt, das aus dem Klimaanpassungskonzept der Region Hannover entwickelt wurde, wollen wir zeigen, wie der Umgang mit der Ressource Wasser zukunftsgerecht gestaltet werden kann. Dieses Projekt in Uetze kann auch ein Modell für weitere Kommunen sein."

Klimafolgen­anpassungs­konzept

Das Klimafolgenanpassungskonzept wurde 2018 von der Regionsversammlung beschlossen. Alle regionsangehörigen Städte und Gemeinden wurden dafür mit Blick auf die regional zu erwartenden Klimafolgen analysiert.

Für Uetze ergab sich eine sehr hohe Betroffenheit bei der Wasserversorgung im Spannungsfeld der überregional bedeutsamen Landwirtschaft, des Gewässerschutzes, der Wasserwirtschaft sowie der Trinkwasserversorgung.

GeHaKliWaL

Beispielgebend für die übrigen 20 Kommunen der Region Hannover soll im Rahmen dieses Projektes gemeinsam mit der Gemeinde Uetze ein regionales Wassermanagement aufgebaut werden, das übergreifend die verschiedenen Aspekte rund um die komplexen Wasserbedarfe zusammenführt.

Eingebunden sind Landwirtschaftskammer, Landvolk, Beregnungs- und Realverbände, Landesforsten, private Waldbesitzer, der Unterhaltungsverband Fuhse-Aue-Erse, der Wasserverband Peine als Trinkwasserversorger sowie auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Neben Überlegungen zu technischen Lösungen sollen gemeinsam umsetzungsfähige Maßnahmen entwickelt werden. Dazu sind Workshops und andere Austauschformate geplant. Ein weiterer Baustein ist, die Ergebnisse weiterer (über)regionaler Wasserwirtschaftsprojekte auf ihre Übertragbarkeit zu überprüfen.

Die Umsetzung des Vorhabens „GeHaKliWaL“ soll mithilfe einer Projektstelle und in Kooperation mit Fachteams (Umweltmanagement, Gewässerschutz) der Regionsverwaltung stattfinden. Die Federführung liegt bei der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover. In der Uetze sind die ersten Ansprechpartner der Bürgermeister und das Umweltamt der Gemeinde.

(Veröffentlicht am 21. Dezember 2021)