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Gedenkstätte Ahlem

Gemeinsame Kranzniederlegung

Oft vergessene Opfer des Holocaust: Die Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover erinnern an die Deportation der Sinti und Roma.

Fünf Personen tragen Kränze an eine Mauer. © Bittner / Region Hannover

(v. l.) Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, und Michaela Michalowitz, stellvertretende Präsidentin der Region Hannover, Ratsfrau Georgia Jeschke, Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth und Reinhold Weismann-Kieser von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN BdA

Zu den oft vergessenen Opfern des Holocaust zählen eine halbe Million Sinti und Roma. Vom 2. auf den 3. März 1943 wurden die Sinti aus Niedersachsen in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert – unter ihnen 100 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover. Über den Bahnhof Fischerhof in Linden ging der "Sonderzug" in das Vernichtungslager.

Gedenken an die Opfer

In Hannover haben am 3.3. die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz und Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände im Rahmen einer Gedenkstunde an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma erinnert. Siegfried Franz vom Niedersächsischen Verband deutscher Sinti e. V. fand bewegende Worte und berichtete aus ganz persönlicher Perspektive über das Schicksal seiner Familie stellvertretend für das Schicksal aller Sinti und Roma. Am ehemaligen Eingangstor der Gartenbauschule auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem wurden anschließend Blumenkränze niedergelegt.

Die Gestaltung des Rahmenprogramms

hatten in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" der Alexanderschule Wallenhorst in Osnabrück übernommen. In den Mittelpunkt stellten die jungen Leute ein Theaterstück mit dem Titel "Lustig ist das Zigeunerleben", das die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma im Mittelalter, zur Zeit des Nationalsozialismus und in der heutigen Zeit zum Thema macht. Beiträge des Rappers "Einfach Sam" waren in das Stück integriert und fassten dessen Botschaften zusammen. Entwickelt wurde das Stück unter der Leitung von Mario Franz und Carmen Bird vom Verein zum Erhalt der Sprache und Kultur der Sinti in Deutschland, Maro Dromm – Sui Generis. Der Verein betreut traditionell eine Arbeitsgemeinschaft an der Alexanderschule.