Die Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover informiert:

Gleichstellungsbeauftragte unterstützt im Wahljahr Kampagne zur Pflegereform

Pflegekräfte sind keine Ware. Dass sie unter inakzeptablen Bedingungen arbeiten, war schon vor der Corona-Pandemie nicht hinnehmbar.

Deshalb unterstützt Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, die Kampagne "Pflegerebellion" der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG). Eine Pflegereform muss demnach Wahlkampfthema und Auftrag der nächsten Bundesregierung sein.

Dabei sind die dramatischen Zustände in der Pflege – eklatanter Fachkräftemangel, psychische wie physische Überlastung des Personals, schlechte Bezahlung – seit Langem bekannt. Wie Petra Mundt betont, betrifft diese Problematik auch die Gleichstellung der Geschlechter: Weil Pflegekräfte mehrheitlich weiblich sind, leiden Frauen hier besonders.

Es sollte gleichsam niemand vergessen, dass es überwiegend Frauen sind, die die häusliche, unbezahlte Pflege von Angehörigen leisten. Auch die Situation dieser großen, für die Gesellschaft immens wichtigen Gruppe gilt es dringend zu verbessern. Mundt: "Wir sollten überlegen, ob nicht die Einführung einer Entgeltersatzleistung längerer Dauer, analog zum Elterngeld, hilfreich wäre. Die bisherigen Regelungen sind nicht ausreichend."

Und noch ein Hinweis ist Petra Mundt wichtig: "Alle von uns können irgendwann einmal auf Pflege angewiesen sein. Wer die aktuellen Rahmenbedingungen kennt, weiß, dass wir dringend einen Systemwechsel in der Pflege brauchen."

Weitere Informationen zur BAG-Kampagne gibt es unter pflegerebellion.de.

 

Plakat derBundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen

Kampagne "Pflegerebellion"

(Veröffentlicht am 18. August 2021)