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Region und DB präsentieren Vorplanungen

Hannover-Waldhausen: Fahrzeitgewinne durch neue Umsteigeanlage

Mit "Öffis" in 25 Minuten aus der Südstadt in den Deister, in drei Minuten von Ricklingen nach Döhren – durch die geplante Umsteigeanlage Hannover-Waldhausen würden sich für viele Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadtteile im Süden Hannovers die Fahrzeiten mit dem öffentlichen Nahverkehr deutlich verkürzen.

Eine silberne Straßenbahn fährt unter einer Eisenbahnbrücke hindurch. Rechts und links sind mehrspurige Straßen. © Region Hannover / Reja Strauß

Hannover-Waldhausen derzeit: Straßen- und Eisenbahngleise kreuzen einander.

Von der barrierefreien Verknüpfung der beiden Schienensysteme an der Hildesheimer Straße profitieren auch Umsteigerinnen und Umsteiger aus dem Deisterraum und  Messegäste. Die Region Hannover hat heute den Stand der Vorplanungen für das gemeinsame Projekt mit Deutschen Bahn AG vorgestellt. Bei aktuell geschätzten reinen Baukosten von 28,5 Millionen Euro könnte im Optimalfall ab 2023 mit den erforderlichen Arbeiten begonnen werden.

Bequemer Umstieg, große Zeitersparnis

Verknüpfungspunkte zwischen Schiene und Schiene gibt es in Hannover bislang am Bahnhof Nordstadt, der Karl-Wiechert-Allee und am Bahnhof Linden-Fischerhof. Ein potenzieller weiterer Umsteigepunkt liegt im Bereich der Eisenbahnüberführung Hildesheimer Straße. Unterhalb verkehren die Stadtbahnlinien 1, 2 und 8, oberhalb die S-Bahn-Linien S1, S2 und S5. "Bequem von der Stadtbahn in die S-Bahn wechseln, dieses Angebot wird von unseren Fahrgästen gerne genutzt. Es ist attraktiv, weil Einwohnerinnen und Einwohner im Umkreis dieser Stationen direkten Zugang zum Eisenbahnnetz haben und Pendlerinnen und Pendler zwischen Umland und Stadt viele Fahrzeitminuten einsparen können, wenn sie nicht den Umweg über den Hauptbahnhof nehmen müssen", erläutert Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover.

Steigende Nachfrage

"Die Nachfrage im Schienenpersonennahverkehr erhöht sich in den letzten Jahren stetig, und wir erwarten, dass dieser Trend auch weiterhin anhält", darauf weist Klaus Geschwinder hin, bei der Region Hannover für die Verkehrsentwicklung und das Verkehrsmanagement zuständig.

Hoher Nutzen

Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung nach den Regeln der bundesweit einheitlichen "Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im SPNV" hat den hohen Nutzen und damit die Sinnhaftigkeit des geplanten Stationsbaus belegt. "Deshalb wird die Region Hannover die Planungen zu dem Verknüpfungsbahnhof Waldhausen weiter vorantreiben und die Realisierung der Maßnahme anstreben", so Dirk Thäle, Leiter des Team Verkehrsinfrastruktur ÖPNV bei der Region Hannover.

Geplante bauliche Umsetzung

Die vorgesehene Umsteigeanlage Waldhausen im Bereich der Eisenbahnüberführung Hildesheimer Straße soll die S-Bahnstrecke der DB Netz AG und die Haltestelle Döhrener Turm barrierefrei miteinander verbinden. Die Station wird als Mittelbahnsteig zwischen den beiden nördlichen Gleisen der S-Bahnstrecke Hannover-Soest/Hameln angelegt, da in diesem Fall lediglich das nördliche Gleis verschwenkt werden muss. Die Brücke wird an dieser Stelle verbreitert. Die südlichen Güterverkehrsgleise bleiben von der Maßnahme unberührt. Die Lage des Bahnsteigs befindet sich in etwa mittig über der Hildesheimer Straße mit einer Treppenerschließung zur Stadtbahnhaltestelle (ebenfalls als Mittelbahnsteig angelegt), einem weiteren Treppenabgang im westlichen Brückenwiderlager sowie einem Aufzug im östlichen Widerlager.