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Entwicklung der Kinderzahlen 2007 bis 2016

Kita-Bericht 2016/17

Immer mehr Kinder leben in der Region

Die junge Regionsbevölkerung wächst weiter: Die Geburtenrate steigt zunehmend, aus dem In- und Ausland sind viele Familien mit jungen Kindern zugezogen.

Eine erwachsense Frau schaut sich gemeinsam mit einem Mädchen ein Bilderbuch an, sie sitzen dabei. Ein Kleindkind steht vor den beiden Sitzenden. © Wirtschaftsförderung, Region Hannover (Quelle: mattonimages)

Leben mit Kindern - gemeinsam ein Buch anschauen

Allein in dem vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Null- bis unter Sechsjährigen um rund 830 auf insgesamt 24.088 Kinder. Trotz des Wachstums ist es gelungen, die Krippen-Versorgungsquote für Kinder erneut leicht zu erhöhen, von durchschnittlich 36,5 auf 36,8 Prozent. Dahingegen lag die durchschnittliche Versorgungsquote im Kindergartenbereich bei 96,9 Prozent, was einem Rückgang von 2,7 Prozent entspricht. Das zeigt der neue Kita-Bericht der Region Hannover, die als Jugendhilfeträgerin für die 16 der 21 regionsangehörigen Kommunen einmal jährlich detaillierte Daten zur Kindertagesbetreuung erhebt. Am Donnerstag (7.9.2017) wurde der Bericht im Jugendhilfeausschuss der Region vorgestellt.

Krippenversorgung steigt, weniger Kindergartenplätze

"Die Zahlen zeigen, dass der Krippenausbau in den Städten und Gemeinden trotz der gestiegenen Herausforderungen gut vorangeht", so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Kritischer ist die Situation im Kindergartenbereich: Hier wird der Druck künftig größer, weil es nicht nur darum geht, schnell neue Plätze zu schaffen, sondern vor allem auch darum, ausreichende Betreuungszeiten zu gewährleisten." So gibt es aktuell große Unterschiede zwischen dem Krippen- und dem Kindergartenbereich in der Dauer der Betreuung: Während 92 Prozent der Krippenkinder dreiviertel des Tages oder ganztags betreut werden, liegt die Quote der Dreiviertel- und Ganztagsbetreuung im Kindergarten mit nur 68,9 Prozent deutlich darunter. Da in der Regel jedem Krippenkind beim Übergang in den Kindergarten ein Platz mit dem gleichem Betreuungsumfang angeboten wird, "kommt hier eine große Herausforderung auf die Kommunen zu, den Bedarfen der Eltern gerecht zu werden. Hier setzen wir gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auch weiterhin verstärkt auf den flächendeckenden Ausbau von Kindergartenplätzen", sagt Jordan.

Trendwende ist eingetreten

Insgesamt ist in den meisten regionsangehörigen Kommunen nach vielen Jahren, in denen die Anzahl der Kinder stagnierte oder gar rückläufig war, nun die Trendwende eingetreten: Durchschnittlich gab es einen Zuwachs von 4,8 Prozent der Kinder unter drei Jahren, plus 2,5 Prozent der Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen stieg die Zahl um 1,9 Prozent. Im U3-Bereich ist die Versorgungsquote zwar nur leicht angestiegen, dennoch hat sich die Anzahl der Plätze im Krippenbereich sowie in der Kindertagespflege um 234 auf insgesamt 4.380 Plätze (Stichtag: 1.3.2017) erhöht. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Kinder in der Altersgruppe um 540 Mädchen und Jungen. Im Kindergartenbereich gab es insgesamt 12.646 Kindergartenplätze. Rund 220 neue Betreuungsplätze sind im Vergleich zum Vorjahr dazugekommen. Der erneute Rückgang der durchschnittlichen Versorgungsquote erklärt sich aus dem Anstieg der Kindergartenkinder um 318 auf insgesamt 13.207 Mädchen und Jungen. Im Hortbereich standen insgesamt 3.410 Betreuungsplätze zur Verfügung, 134 mehr Plätze als im Vorjahr. Die Gesamtbevölkerungszahl in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen ist um 323 Kinder gestiegen, auf insgesamt 17.681 Kinder.

Engagement für guten Personalschlüssel

Der aktuelle Kita-Bericht zeigt außerdem, dass die 2015 vom Land Niedersachsen eingeführte Finanzhilfe für eine dritte Fach- oder Betreuungskraft in Krippen sehr gut angenommen wird: Aktuell arbeiten 93,6 Prozent aller Krippengruppen im Zuständigkeitsbereich der Region mit einer Drittkraft. "Der stetige Ausbau von Betreuungsplätzen erhöht auch den Anspruch an die Betreuungsqualität – es ist schön zu sehen, wie sehr sich alle Träger von Kindertageseinrichtungen für einen guten Personalschlüssel engagieren", so Jordan.

Die Region Hannover unterstützt

alle 21 Städte und Gemeinden gemäß ihrer Richtlinien über die Förderung von Kindertagesstätten beim Ausbau eines quantitativen und qualitativen Betreuungsangebotes für Kinder in Kindertageseinrichtungen: So fördert die Region derzeit die Neuschaffung von Krippenplätzen mit bis zu rund 5.330 Euro pro Platz. Jeden neuen Kindergarten- und Hortplatz bezuschusst die Region Hannover mit rund 2.830 Euro. Auch für Umbaumaßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen, zur baulichen Unterstützung neuer fachlich-pädagogischer Konzepte in den Bereichen Sprache, Bewegung und Naturwissenschaft sowie für Baumaßnahmen zur Unterstützung inklusiver Betreuung gewährt die Region einen Zuschuss von rund 690 Euro je Kitaplatz. Um die Einrichtungen qualitativ in ihrer Entwicklung rund um den Schwerpunkt Sprache zu unterstützen, investiert die Region jährlich 550.000 Euro.

Der komplette Kita-Bericht 2016/17

(Veröffentlicht am 07. September 2017)