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Hilfe für Menschen in sozialer Not

Neues Angebot im Umland

Präventions-Projekt RE_StaRT2 läuft seit Jahresanfang, drei Sozialarbeiterinnen und ein Sozialarbeiter helfen kostenlos, anonym, niedrigschwellig, aufsuchend und ambulant in sozialen Notlagen wie zum Beispiel bei Wohnungsverlust.

Niedrigschwellig, aufsuchend und unbürokratisch – seit 2016 unterstützt das Hilfeangebot RE_StaRT sozial benachteiligte Menschen überwiegend in Hannover und begleitet sie erfolgreich dabei, die passenden Hilfen zu finden. Zu der Zielgruppe gehören wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürgerinnen und -bürger. Im vergangenen Jahr hat die Regionsversammlung das Angebot verstetigt. Anfang 2019 hat die Region gemeinsam mit dem Diakonieverband Hannover-Land und dem Werkheim e.V. das Projekt RE_StaRT2 ins Leben gerufen, das sich an Einwohnerinnen und Einwohner der 20 regionsangehörigen Umlandkommunen richtet.

"Mit RE_StaRT2 begegnen die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter den Frauen und Männern in Notlagen gezielt und kurzfristig direkt vor Ort. Es war uns wichtig, das Angebot noch stärker auf das Umland auszudehnen, um wirklich alle Menschen zu erreichen und lokale Hilfenetze zu knüpfen", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "RE_StaRT2 zeigt Hilfen auf, wenn Wohnungslosigkeit oder andere Schicksalsschläge drohen." Und: "Die Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt haben uns gezeigt, dass das Hilfeangebot besonders auch Frauen mit verdeckter oder drohender Wohnungslosigkeit erreicht."

Passende Hilfen finden

So besteht das RE_StaRT2-Team derzeit aus drei Sozialarbeiterinnen und einem Sozialarbeiter, die sich auf das Umland verteilen. In Zusammenarbeit mit den Klientinnen und Klienten ermitteln sie die jeweils richtigen Hilfen, stehen beratend zur Seite oder begleiten persönlich – etwa zu Kliniken, Ambulanzen, Behörden, Beratungsstellen oder Gerichtsterminen. An die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wenden können sich die Betroffenen entweder selbst, ihr Umfeld oder der Kontakt kommt über Mitarbeitende anderer Einrichtungen zustande. Die Beraterinnen und Berater bieten schnellstmöglich Termine und richten sich mit dem Treffpunkt nach den Hilfesuchenden: Ob im Café, an der Bushaltestelle oder auf dem Marktplatz – Kern des gemeinsamen Präventions-Projektes sind schnelle und individuelle Begleitung, aufsuchende Beratungen auf Augenhöhe, anonym, vertraulich und vor allem auf freiwilliger Basis.

Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen

Finanziert wird RE_StaRT2 (Richtig Erreichen_Strukturen transportieren aktiv Richtung Teilhabe) mit rund 646.000 Euro zum größten Teil durch den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP). Die Projektverantwortung und -koordination liegt in den Händen der Region Hannover, die fünf Prozent der Gesamtkosten trägt. Der Diakonieverband Hannover-Land und das Werkheim e.V. setzen das Projekt um. Die Projektlaufzeit ist zunächst bis Ende 2020 vorgesehen und soll in diesem Zeitraum evaluiert werden. 

(Veröffentlicht am 6. Juni 2019)