Möglichkeiten der kommenden Corona-Verordnung nutzen

Projekt zur Öffnung von Einzelhandel und Gastronomie

Mehrere Kommunen aus der Region Hannover haben Interesse am Modellprojekt für den Einzelhandel teilzunehmen. Die Zahl der Projekte ist allerdings begrenzt. Die Inzidenz soll als Kriterium berücksichtigt werden.

Mal eben den Kühlschrank füllen

Die neue niedersächsische Corona-Verordnung wird voraussichtlich 25 Einzelhandelsstandorten im Bundesland die Möglichkeit geben, am Modellprojekt zur Öffnung des Einzelhandels und der Gastronomie teilzunehmen. Auch in der Region Hannover haben mehrere Kommunen Interesse angemeldet. Neben Hannover haben aus dem Umland bis Freitagmittag Garbsen, Langenhagen, Neustadt am Rübenberge, Sehnde, Wunstorf und Wennigsen mitgeteilt, dass sie am Modellprojekt teilnehmen wollen. Dazu hat Regionspräsident Hauke Jagau heute mit den Bürgermeistern der interessierten Kommunen Gespräche geführt. Alle interessierten Kommunen hätten bereits gute Vorarbeiten geleistet, sagte Jagau und dankte den Städten und Gemeinden dafür. Schon jetzt sei allerdings klar, dass es keine Chance gebe, dass alle den Zuschlag erhalten.

"Da nach Aussage des Landes Niedersachsen im gesamten ehemaligen Regierungsbezirk Hannover nur zwei sogenannte Oberzentren, drei Mittelzentren und ein Grundzentrum teilnehmen dürfen, stehen die Interessen der Städte und Gemeinden in Konkurrenz zu den Mittelzentren und Grundzentren in den benachbarten Landkreisen", sagte Regionspräsident Jagau. Die Region werde daher auch die Bestrebungen in den Nachbarlandkreisen in ihre Überlegungen einbeziehen. Jagau erinnert zudem daran, dass nach Vorgaben des Landes der Inzidenzwert ein maßgebliches Kriterium für die Anträge als Modellkommunen ist. 

In Bezug auf die Oberzentren rechnet die Region Hannover damit, dass sowohl Hannover als auch Hildesheim berücksichtigt werden, da dies die einzigen Oberzentren im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover sind. Alle Überlegungen stehen unter dem Vorbehalt der Corona-Verordnung des Landes, die voraussichtlich am Wochenende erscheint. 

Regionspräsident Hauke Jagau lobt die Initiative der Städte und Gemeinden: „Angesichts der Begrenzung auf 25 Modellprojekte in ganz Niedersachsen werden sicherlich nur wenige zum Zuge kommen können. Aber es ist gut, wenn die Kommunen Vorbereitungen treffen, um dann gegebenenfalls in einer zweiten Phase, wenn sich die Konzepte in den Modellprojekten bewährt haben, zügig einsteigen zu können.“ Anfang kommender Woche wird die Region Hannover im Gespräch mit den Kommunen die Chancen für eine Bewerbung weiter ausloten.
 

Veröffentlicht: 26. März 2021