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Seefläche Steinhuder Meer

Region beteiligt ihre politischen Gremien

Neue Schutzgebietsverordnung wird im Fachausschuss beraten: Die Öffentlichkeitsbeteiligung im Verfahren zur Neuausweisung des Landschaftsschutzgebietes "Seefläche Steinhuder Meer" ist abgeschlossen.

Zahlreiche Stellungnahmen wurden ausgewertet, praxisnahe Hinweise berücksichtigt und Klarstellungen eingearbeitet: Am Mittwoch, 16. September 2020, wird sich der Umweltausschuss der Region Hannover erstmals mit dem neuen Verordnungstext befassen.

Viele Bedenken wurden bereits ausgeräumt

"Wenn wir mehr miteinander statt übereinander reden, können wir gemeinsam gute Regelungen entwickeln", so Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region Hannover: "Viele Bedenken, die von Einwenderinnen und Einwendern im Verfahren geäußert wurden, konnten durch erläuternde Gespräche schon im Vorfeld ausgeräumt werden." So etwa, dass die Nutzungen der Badeinsel, des Wilhelmsteins, des Surf- und Badestrandes in ihrer bisherigen Form möglich bleiben. Ebenso Regatten, Trainings und das "Festliche Wochenende" inklusive Feuerwerk. Für den Stegauf- und –abbau sowie das Kiten sind Klarstellungen in der Landschaftsschutzverordnung aufgenommen worden.

Ein Gebiet – viele Funktionen

Aus Sicht der Leiterin für den Fachbereich Umwelt der Region Hannover, Sonja Papenfuß, ist mit der Schutzgebietsverordnung die Intention erfüllt, das Steinhuder Meer wie bisher als ein Freizeit-, Sport-, Tourismus- und Erholungsgebiet für Menschen zu belassen, aber zugleich auch als Rastgebiet für Zugvögel und als Lebensraum für gefährdete Arten und schützenwerte Natur zu bewahren.

Dezernentin Karasch: "Wir bewegen uns am Steinhuder Meer in dem Spannungsfeld, zahlreiche Interessen berücksichtigen zu müssen. Nutzungskonflikte bleiben da nicht aus, allen Interessen kann nicht zu 100% Rechnung getragen werden. Mit der vorliegenden Schutzverordnung hat die Region das Ziel, den schwierigen Spagat des Interessensausgleichs zwischen den strengen Anforderungen der EU-Natura 2000-Richtlinien und Nutzbarkeit durch Wassersport, Tourismus, Traditionspflege, Fischerei, Landwirtschaft und Anliegern zu schaffen".

Die Region Hannover wird damit den EU-rechtlichen Anforderungen zur Sicherung des EU-Vogelschutz- und FFH-Gebietes gerecht und würdigt die bedeutenden Nutzungen in der Steinhuder Meer Region.

Hintergrund:

Ab Mitte Juli lag der Entwurf der Verordnung im Rahmen der Beteiligung in den Verwaltungen von Neustadt a. Rbge. und Wunstorf sowie in der Regionsverwaltung öffentlich aus. Das Verfahren ist notwendig, um die Vorgabe der EU zu erfüllen, die sogenannten Natura 2000-Flächen zu sichern. Die alte Landschaftsschutzgebietsverordnung aus dem Jahr 1981 genügt nicht mehr den EU-rechtlichen Anforderungen und muss daher überarbeitet werden.

Bis spätestens Mitte Oktober muss das Verfahren abgeschlossen und die Ausweisung von der Regionsversammlung beschlossen sein: Das Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat allen niedersächsischen eine entsprechende Frist gesetzt. Das LSG "Seefläche Steinhuder Meer" ist die letzte Verordnung im Bereich des Steinhuder Meers, mit der die Vorgabe der EU, die sogenannten Natura 2000-Flächen zu sichern, erfüllt wird.

(Veröffentlicht am 1. September 2020)