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BBS-Konzept

Region wertet Berufsschul-Campus am Waterlooplatz auf

Kaufmännische Berufsschulen in Hannover sollen zudem gebündelt werden. Des weiteren profitiren auch die sozialen und pflegerischen Berufe.

Das Schulgebäude der Berufsbildende Schule Metalltechnik-Elektrotechnik. © Region Hannover, Christian Stahl

Berufsbildende Schule Metalltechnik-Elektrotechnik

Durch mehrere Neu- und Anbauten möchte die Region Hannover ihren größten Berufsschul-Standort am Waterlooplatz ausbauen und aufwerten. In dem bereits im Bau befindlichen Integrierten Bildungszentrum sollen neue Werkstätten für die BBS me (Metall- und Elektrotechnik) sowie die BBS 3 (Berufe am Bau) entstehen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2021 vorgesehen, die Investitionen der Region als Schulträgerin liegen bei 18,2 Millionen Euro. Auf der Fläche des heutigen in die Jahre gekommenen Werkstattgebäudes soll im Anschluss daran ein Neubau für die BBS 3 errichtet werden. Zusätzlich sind Anbauten für die BBS 2 (Gastronomie und Lebensmittelhandwerk) und BBS me vorgesehen. Durch die zusätzlichen Räumlichkeiten können die Klassen der Berufseinstiegsschule, die sich heute am Goetheplatz befinden, wie vorgesehen an den Waterlooplatz umziehen. Bildungsdezernent Ulf-Birger Franz: „Wir möchten unseren größten Berufsschulstandort am Waterlooplatz nachhaltig stärken. Er wird zu einem Campus der Beruflichen Bildung ausgebaut, der perspektivisch auch ein gemeinsames Veranstaltungszentrum und Sportmöglichkeiten erhalten soll.“

Vier Schulen werden zu zwei zusammengefasst

Als zweiten Schwerpunkt des BBS-Konzepts plant die Region Hannover, die vier vorhandenen kaufmännischen Berufsschulen in der Landeshauptstadt zu zwei Schulen zusammenzufassen. Hintergrund ist der Rückgang der Schülerzahlen in einzelnen Bildungsgängen. Insbesondere in den Finanz- und Versicherungsberufen sind die Ausbildungszahlen deutlich zurückgegangen, die duale Berufsausbildung wird hier zunehmend durch das duale Studium abgelöst.

Durch die Schaffung von zwei großen kaufmännischen Berufsschulen sollen auch für die Zukunft leistungsfähige Einheiten geschaffen werden. Eine der beiden Berufsschulen wird Kompetenzzentrum für Handel, Büroberufe, Freizeit und Tourismus. Sie entsteht aus der heutigen BBS Handel und der BBS 14. Die zweite Berufsschule umfasst die Schwerpunkte Wirtschaft, Industrie, Recht und Verwaltung. Sie wird aus der Hannah-Arendt-Schule und der BBS 11 gebildet. Durch Kooperationsverträge zwischen den Schulen unter Einbeziehung der Landesschulbehörde sollen die Fusionsprozesse der beteiligten Schulen geregelt werden. Mittelfristig ist auch die räumliche Zusammenführung der beteiligten Schulen vorgesehen. Eine der beiden neuen Berufsschulen soll einen Neubau am Goetheplatz erhalten.

Durch die freiwerdenden Räumlichkeiten soll insbesondere mehr Platz für die stark wachsenden sozialen Berufe und Gesundheitsberufe entstehen. Ulf-Birger Franz: „Es gibt einen sehr großen Bedarf an Fachkräften sowohl im Gesundheitswesen als auch bei Erzieherinnen und Erziehern. Wir möchten insbesondere der Alice-Salomon-Schule mit ihrem breiten Angebot an Gesundheits- und Sozialberufen durch einen zusätzliche Standort Raum für weiteres Wachstum geben.“ Darüber hinaus sollen auch die Beruflichen Gymnasien gestärkt und sichtbarer gemacht werden.

Die Vorschläge zum BBS-Konzept werden zurzeit in den Gremien der Region beraten. Eine Beschlussfassung ist in der Regionsversammlung am 15. Dezember vorgesehen.

(Veröffentlicht am 20.November 2020)