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Radwegenetz

Sichere Verbindung: Neuer Radweg zwischen Devese und Ronnenberg

Trasse ist Bestandteil des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr

Drei Herren mit Fahrrädern auf einem neuen Radweg © Region Hannover / Daryl Aiple

Testfahrt auf der neue Trasse: (v.lks.) Hauke Jagau, Claus-Dieter Schacht-Gaida und Rüdiger Wilke

Die lang geplante Eröffnungsfeier für den neuen Radweg zwischen Devese und Ronnenberg musste aus guten Gründen unterbleiben:

Für ein Proberadeln mit gebührenden Abstand haben sich Regionspräsident Hauke Jagau, Hemmingens Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida und Rüdiger Wilke als stellvertretender Bürgermeister von Ronnenberg am 16. April 2020 dennoch Zeit genommen. Die neue, 2,6 Kilometer lange Verbindung an den Kreisstraßen 221 und 226 ist Bestandteil des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr in der Region Hannover. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,15 Millionen Euro.

"Die Strecke zwischen Devese und der 'Kückenmühle' erfüllt eine wichtige Verbindungsfunktion im Radroutennetz der Region Hannover", sagte Regionspräsident Jagau: "Der gewählte Ausbaustandard stellt sicher, dass der Radweg das ganz Jahr genutzt werden kann. Durch die Führung an der Kreisstraße ist bei Eis und Schnee ein Winterdienst möglich und sie bietet zudem allen Nutzerinnen und Nutzern ein besseres Sicherheitsgefühl etwa in der Dunkelheit."

Anschluss an vorhandenes Radwegnetz

Neben dem Neubau des Asphaltradwegs und der erforderlichen Anpassung der Entwässerung gehören noch die Anschlüsse des Radwegs an das vorhandene Netz in Devese und Ronnenberg sowie der Umbau der Querungshilfe am Ortsausgang Devese zu den ausgeführten Arbeiten. Im Hemminger Ortsteil selbst wurden Piktogramme ("Sharrows") auf der Straße aufgebracht, um die derzeitige Verkehrssituation, dass Radfahrende auf der Straße fahren, für Rad- und Auto-Fahrende noch einmal zu verdeutlichen.

Bürgermeister Schacht-Gaida dankte der Regionsversammlung für die Zurverfügungstellung der Mittel, mit denen der Ausbau des Radwegenetzes in der Region systematisch vorangetrieben werde. "Unser gemeinsames Ziel ist die Steigerung des Radverkehrsanteils in und um Hannover - bei gleichzeitiger Erhöhung der Verkehrssicherheit." Seine Beobachtung: "Schon seitdem die erste Asphaltschicht im Oktober 2019 auf dem Radweg aufgebracht wurde, wird die neue Verbindung stark genutzt."

Umgestaltet wurde im Zug des Neubaus auch der Knotenpunkt Wettberger Straße/Deveser Straße/Ihmer Landstraße (K 221/ K 226). Dies umfasste auch den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle Ronnenberg/Kückenmühle und des gesamten Kreuzungsbereichs. Sehbehinderte sowie mobilitätseingeschränkte Personen haben jetzt die Möglichkeit, die Straßen sicher zu überqueren. Hierzu wurden die Borde höhenmäßig angepasst und taktile Leitelemente verlegt. Die neu installierte Ampel ist mit Signalen für Sehbehinderte ausgestattet.

Nachträglich ins Bauprogramm aufgenommen wurden die Erneuerung und leichte Verbreiterung des Geh- und Radwegs zwischen der Straße "Kückenmühle" und dem Parkplatz zur Sportgaststätte Ronnenberg, da das schon bestehende Teilstück in einem sehr schlechten Zustand war.

"Wir freuen uns, dass der Radweg jetzt realisiert wurde, und hoffen, dass die Verbindung zwischen Devese und Ronnenberg gut angenommen wird", so Rüdiger Wilke für die Stadt Ronnenberg.

Vorrangnetz Alltagsradverkehr

Das Vorrangnetz für den Alltagsradverkehr soll in der letzten Ausbaustufe regionsweit eine Gesamtlänge von rund 800 Kilometern umfassen. Es erschließt die zentralen Orte der Städte und Gemeinde und schafft auch über die Regionsgrenze hinaus Verbindungen in die benachbarten Landkreise. Neben Lückenschlüssen (Neubau) haben vor allem der Ausbau (Breite, Belag) und die Führung bestehender Fahrradwege Vorrang.

Die geplanten Maßnahmen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit insgesamt 7,3 Millionen Euro gefördert. Die Zuwendung stammt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative bei einer Förderquote 70 Prozent. Der Eigenanteil der Region Hannover als Bauherrin beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.

(Veröffentlicht am 16. April 2020)