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Schule ohne Rassismus

Titel für Anna-­Siemsen-Schule

Für ihr Engagement für mehr Zivilcourage erhält die Anna-Siemsen-Schule den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Ein Schüler und eine Schülerin knien und halten ein Schild. Auf dem Schild steht: "Schule ohne Rassismus. Schule ohne Courage". Der Text steht auch auf den T-Shirts der Jugendlichen. Dahinter stehen zwei Frauen und ein Mann. © Region Hannover

Gemeinsam gegen Rassismus: Schulleiterin Renate Lippel (von links), Lehrerin Maria Lücke-Marten, Dr. Peter Kaufmann (Niedersächsisches Kultusministerium) sowie Christian Neufer (von links) und Sophia Schulze aus der 12. Klasse der Fachoberschule an der BBS

Über Fremdenfeindlichkeit aufklären und Rassismus verhindern: Diesen Aufgaben haben sich die Schülerinnen und Schüler der Anna-Siemsen-Schule – Berufsbildende Schule (BBS) 7 der Region Hannover – verpflichtet. Am Donnerstag,  20. Juni 2013, erhielt die Schule in Hannovers Nordstadt für ihr Engagement für mehr Zivilcourage vom Niedersächsischen Kultusministerium das Signet "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Der Titel verpflichtet

"1.130 junge Menschen aus 35 Nationen besuchen unsere Schule. Diese Vielfalt wollen wir stärken und gleichzeitig Fremdenhass verhindern", sagte Schulleiterin Renate Lippel von der BBS 7. Der Titel erkennt nicht nur das bisher geleistete Engagement der Schülerinnen und Schüler gegen Rassismus an, sondern verpflichtet auch die Schule, das Thema auch in Zukunft im Unterricht zu behandeln oder mit besonderen Aktionen zu beleben.

Angestoßen wurde der Einsatz gegen Rassismus im Herbst 2012 von Schülerinnen und Schülern einer Fachoberschulklasse aus dem Bereich Ernährung und Hauswirtschaft. Im Unterricht entstand die Idee, sich um den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zu bemühen. In der Auseinandersetzung mit dem Thema drehten die Auszubildenden einen Film, der auch bei der Veranstaltung zur Verleihung des Titels gezeigt wurde.

Per Unterschrift zu mehr Toleranz

Das an Schulen in ganz Europa verbreitete Signet erhalten Schulen nur unter der Voraussetzung, dass sich mindestens 70 Prozent aller Personen, die an der Bildungseinrichtung lernen und lehren, mit ihrer Unterschrift zum Engagement für mehr Zivilgesellschaft und kulturelle Vielfalt verpflichten. Renate Lippel: "An der Anna-Siemsen-Schule sind 939 Unterschriften zusammengekommen! Wir nehmen diese Verpflichtung ernst und wollen auf mehreren Ebenen für mehr Toleranz werben."

Dazu sollen die Themen Diskriminierung und Toleranz im Politikunterricht ein stärkeres Gewicht erhalten, auch mit Projekten soll das Themenfeld veranschaulicht werden. "Viele Menschen mit Migrationshintergrund lernen und arbeiten an der BBS 7. Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft voneinander lernen und einen kulturellen Austausch pflegen", so die Schulleiterin. Unterstützt wird die BBS 7 bei ihrem Vorhaben von der hannoverschen Band Königswort. Sie engagiert sich mit Liedern wie „Bunte Republik“ für eine tolerante Gesellschaft. Die Musiker wollen die Schülerinnen und Schüler in Zukunft aktiv bei Projekten gegen Rassismus stärken.

Berufsfelder der BBS 7

An der Anna-Siemsen-Schule werden Schülerinnen, Schüler und Auszubildende in verschiedenen Berufsfeldern unterrichtet.

  • Altenpflege
  • Hauswirtschaft
  • Pflegeassistenz
  • Sozialpädagogik
  • Textiltechnik und Bekleidung

sind die Fachbereiche, in denen sich junge Menschen auf das Berufsleben vorbereiten können.