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Eine junge Frau trägt sommerliche Kleidung und beugt sich über Blumengestecke. © Lachmund, Region Hannover

Für den Meistertitel: Floristin Sonja Klein aus Hannover fertigt für ihre Abschlussprüfung einen ausgefallenen Grabschmuck für Kurt Schwitters.

Blumige Ausstellung

Werke der Floristmeister 2013

Unter dem Motto "Déjà-vu – Grundformen der Natur" präsentierten neun Meisterschülerinnen und ein Meisterschüler ihre Werke in der Justus-von-Liebig-Schule.

Sträuße, Gestecke, Kränze: Die Blumenarrangements der Absolventen der Floristmeisterschule Hannover waren vielfältig in Farbe und Form. Am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Juni, präsentierten neun Meisterschülerinnen und ein Meisterschüler ihre Abschlussarbeiten in der Justus-von-Liebig-Schule. Das Motto der Schau: Déjà-vu – Grundformen der Natur.

Wie ein Déjà-vu

Mohnblume, Erbse und Zwiebel: Einfache Pflanzen, die jeder kennt, waren 2013 Gegenstand der ausgestellten Meisterstücke. Der Duft einer Blüte oder die Farbe eines Gewächses können vergangene Gefühle wiederbeleben. Die kreativen Werke sollten bei den Betrachterinnen und Betrachtern – wie ein Déjà-vu – Erinnerungen wecken und sie in Stimmungen aus der Kindheit zurückversetzen. Gleichzeitig zeigten die floralen Arrangements das Bekannte in neuen Kompositionen und ausgefallenen Formen und eröffneten neue Perspektiven.

Meister in Theorie und Praxis

"Wie Mediziner haben die Prüflinge unterschiedliche Gewächse untersucht und sie in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Sie haben genau hingeschaut und so neue Aspekte für ihre Abschlussarbeiten erfasst", sagte Theorielehrerin Sabine Bähre von der Justus-von-Liebig-Schule. Theoretisch in einer Hausarbeit, vor allem aber praktisch mit innovativen Werkstücken und ausgefallener Inszenierung hatten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema der Abschlussarbeit genähert. Die Aufgabe: in sechs Stunden einen leeren Raum mit Leben füllen. 21 Quadratmeter, abgehängt mit schwarzem Stoff, standen dafür zur Verfügung.

Die Materialien für die Gestaltung der floralen Objekte wählten die Schülerinnen und Schüler selbst aus. "Nicht nur bei den floralen Werkstücken ist handwerkliches Geschick und Kreativität gefragt, sondern auch bei der Herstellung der Gefäße", so die Lehrerin. Blumen wurden zum Beispiel in selbst hergestellten, schotenförmigen Behältnissen aus Gips und Wachs präsentiert.

Impressionen

Neben phantasievollen Sträußen und formvollendeten Gestecken waren auch Trauerarbeiten ausgestellt. Für die Grabstellen berühmter Persönlichkeiten wie Kurt Schwitters oder die Gebrüder Grimm haben sich die Prüflinge ausgefallenen Trauerschmuck einfallen lassen.

Floristmeister werden

Die Prüfung bildet den Abschluss der einjährigen Fortbildung zum Floristmeister. Die Absolventinnen und der Absolvent sind im Durchschnitt 25 Jahre alt und stammen aus der gesamten Bundesrepublik - von Hannover bis Nürnberg. An der Schule in Ahlem verfeinern die Floristen ihre eingeschliffenen Techniken und lernen neue Gestaltungsmethoden kennen. Dazu gehen sie aus ihrem gesicherten Berufsalltag heraus und drücken noch einmal für ein Jahr die Schulbank.

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