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Zeichnung des neuen ZOB. © Region Hannover

Der neue ZOB in Neustadt a. Rbge.

öpnv

Baubeginn für den neuen ZOB Neustadt

Das Land Niedersachsen, die Region Hannover und die Stadt Neustadt investieren über 8 Millionen Euro.

Hannover/Neustadt a. Rbge. – Regionspräsident Hauke Jagau und Bürgermeister Uwe Sternbeck haben heute (5. August) gemeinsam die Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) Neustadt in Angriff genommen: Mit einem Bagger wurden alte Straßenborde entfernt. Über acht Millionen Euro investieren Land, Region und Kommune in den Neu- und Ausbau eines der wichtigsten Nahverkehrskreuze in der Region Hannover. Bis Ende 2015 wird die Kapazität des ZOB vergrößert und zugleich das gesamte Areal rings um den Bahnhof der Stadt neu geordnet. Die Arbeiten im Umfeld sollen bis Mitte 2016 abgeschlossen werden.

Der Bahnhof in Neustadt am Rbge. ist mit rund 6.300 Ein- und Aussteigern pro Werktag einer der am stärksten frequentierten Stationen in der Region Hannover. Die Kernstadt Neustadt mit ihren 18.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird von 13 Buslinien bedient. Mehr als 4.000 Fahrgäste der RegioBus nutzen pro Tag den ZOB. „Die Anlage ist inzwischen an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Die verkehrliche Situation auf dem Bahnhofsvorplatz und im Umfeld befindet sich in einem baulich nicht zeitgemäßen Zustand. Sie entspricht weder der Bedeutung des Platzes als wichtiger Verknüpfungspunkt im Nahverkehr noch der Bedeutung von Bahnhof und ZOB als Stadteingang“, betonte Regionspräsident Hauke Jagau in seiner Ansprache vor Baubeginn: „Eine Grunderneuerung bietet jetzt die Chance, mehrere sinnvolle Baumaßnahmen zu verbinden: Wir schaffen Platz für den Busverkehr, ermöglichen die vollständige barrierefreie Erreichbarkeit von Bussen und Bahnen, ordnen den Bahnhofsvorplatz und erweitern die P+R- und B+R- Anlagen an ihren neuen Standorten.“

Bürgermeister Uwe Sternbeck erhofft sich auch Impulse für die Entwicklung der Innenstadt. „Der Bahnhofsvorplatz ist der Stadteingang, und wir sind froh, dass dieser Bereich nun deutlich aufgewertet wird“, sagte Sternbeck und betonte die städtebaulichen Chancen, die sich später auf dem jetzt vom provisorischen ZOB genutzten Gelände bieten. „Für die vielen Neustädter, die tagtäglich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, wird der Aufenthalt auf dem ZOB außerdem deutlich angenehmer als bisher.“

ZOB

Für den neuen ZOB in Neustadt sind insgesamt 18 Haltepositionen vorgesehen: elf für abfahrende Busse, zwei für ankommende und fünf Bereitstellungsplätze für Fahrzeuge.

Die Mittelinsel mit insgesamt sechs Busabfahrtspositionen erhält eine große Überdachung, die umliegenden Haltepositionen einzelne Schutzdächer. Auf der Hauptinsel entsteht außerdem ein Servicegebäude, das im Erdgeschoss den barrierefrei erreichbaren Verkaufsraum der RegioBus sowie öffentliche Toiletten aufnimmt. Die einzelnen Busabfahrtspositionen sind mit dynamischen Fahrgastinformationen ausgestattet. Auf dem Bahnhofsvorplatz wird zusätzlich eine Übersichtsanzeige vorgesehen. Fahrgastinformationen stehen außerdem durch Aushangfahrpläne in Vitrinen zur Verfügung.

Bahnhofsvorplatz West

Ein wesentliches Element ist die neue, barrierefreie Rampe, die durch ihre großzügige Öffnung und durch zusätzliche Treppen den Platz einladender machen wird. Südlich des Zugangs liegt die B+R-Anlage und im westlichen Bereich eine Taxenvorfahrt. Taktile Leitsysteme werden bei der Vorplatzgestaltung berücksichtigt. Die vorhandene Rampe soll im Zuge der Gesamtmaßnahme barrierefrei saniert werden. Bauherrin und Kostenträgerin hierfür ist die Stadt Neustadt.

Park-and-Ride

Die P+R-Stellplätze werden von der Ostseite komplett auf die Westseite des ZOB verlegt, um einen reibungslosen Busbetrieb ohne Individualverkehr auf der Ostseite zu gewährleisten. 70 Stellplätze sind bereits in einem ersten Bauabschnitt fertig gestellt. Zusätzlich wurden provisorische Stellflächen für weitere 70 Pkw hergerichtet. Mittelfristig soll ein zukunftsfähiges P+R-Konzept den Anforderungen des ZOB umfassend Rechnung tragen. Erkenntnisse hierzu erhofft sich die Stadt aus den Planungen zur Verkehrsentwicklung, die derzeit erstellt werden.

Bike-and-Ride

Die Kapazitäten der Abstellanlage für Fahrräder sollen ebenfalls im Rahmen des Projektes erweitert und qualitativ verbessert werden. Auf der Westseite ist eine Fahrradüberdachung - teilweise als abschließbare Fahrradgarage - mit ca. 200 Stellplätzen vorgesehen.

Finanzierung

Die Gesamtbaukosten inklusive Grunderwerb liegen nach dem heutigen Kostenstand bei knapp 7,5 Mio. Euro. Hinzu kommen Planungskosten und andere Nebenkosten von ca. 1,0 Mio. Euro. Der politische Beschluss wurde über 8,5 Mio. Euro getroffen.

Fördermittel durch die Landesnahverkehrsgesellschaft werden in Höhe von ca. 4 Mio. Euro erwartet. Am Servicegebäude für RegioBus beteiligt sich zudem noch die Stadt Neustadt als spätere Vermieterin des Gebäudes.

Zeitplan

Die ersten beiden Bausteine des Projektes - die P+R Anlage West und der provisorische ZOB - wurden bereits fertig gestellt und sind in Betrieb gegangen. Die Arbeiten für den neuen ZOB und den Vorplatz West haben fristgerecht Anfang August begonnen.