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Kinder und Jugendliche

Bessere und schnellere Unterstützung

Enge Zusammenarbeit: Jugendhilfe und Schule am Ahnsförth schließen Kooperationsvertrag

Ein mann in Jeans, Shirt und Jackett steht auf einer mit Laubblättern belegter Straße vor einem Gebäude. © Stahl, Region Hannover

Klaus Borck, Leiter der Jugendhilfestation in Neustadt

Ein Schüler kommt oft zu spät zum Unterricht, ist unkonzentriert oder wirkt vernachlässigt: Wenn sich Kinder und Jugendliche in einer schwierigen sozialen oder familiären Lage befinden, werden die Probleme vor allem in der Schule sichtbar. Um Heranwachsende und ihre Familien in Zukunft besser und schneller unterstützen zu können, verstärkt der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) für Neustadt und Wunstorf 2014 die Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort. Seit Anfang des Jahres kooperiert die Jugendhilfestation der Region Hannover mit der Schule am Ahnsförth.

Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendhilfen

Junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, sie auf das Leben als Erwachsene vorzubereiten sowie Kinder vor Misshandlung und Missbrauch zu schützen – das sind sowohl Aufgaben von Schulen als auch von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. "Um Schülerinnen und Schülern in Problemsituationen passgenau helfen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendhilfen sinnvoll", sagt Klaus Borck, Leiter der Jugendhilfestation in Neustadt.

Schule am Ahnsförth und ASD

Inhalte der neuen Vereinbarung über die Kooperation zwischen dem ASD und der Schule am Ahnsförth sind zum Beispiel regelmäßige Treffen von Sozialpädagogen der Jugendhilfe und Lehrkräften der Schule, gemeinsame Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern sowie die Weitervermittlung von Beratungsangeboten für betroffene Familien.

Jugendhilfe vor Ort

Für die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ist die Sozialpädagogin Silke Bartels vom ASD der Jugendhilfestation in Neustadt zukünftig feste Ansprechpartnerin. Sie tauscht sich mit den Lehrinnen und Lehrern über allgemeine Möglichkeiten der Jugendhilfe sowie bei Bedarf über Einzelfälle aus und steht beratend zur Seite. "Als Förderschule beraten wir im Zuge der Inklusion andere Grundschulen in der Kommune. Um Benachteiligungen von Kindern mit Behinderungen zu vermeiden, ist eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe wichtig", sagt Schulleiter in Christine Sterner. "Gerade Heranwachsende brauchen häufig Unterstützung in der Familie. Die Jugendhilfe kann bedarfsorientiert zusammen mit den Lehrkräften vor Ort Beratung und erzieherische Hilfe leisten."

Weitere Kooperationen geplant

Der Allgemeine Soziale Dienst plant in Neustadt und Wunstorf weitere Kooperation mit Grund- und Förderschulen. Der Kontakt gerade mit den Grundschulen ermöglicht eine frühzeitige Unterstützung, bevor sich Probleme, wie zum Beispiel Schulverweigerung, mit zunehmendem Alter verfestigen.

Grundschulen Eilvesse und Mariensee

Neben der Schule am Ahnsförth arbeitet der ASD in Neustadt mit den Grundschulen Eilvese und Mariensee enger zusammen. Rund 350 Hinweise erhält die Jugendhilfestation pro Jahr durch die Grundschulen in Neustadt. "Wir sind mit weiteren Schulen über Kooperationsvereinbarungen im Gespräch. Wir hoffen, dass wir so die Förderung und den Schutz von Kindern intensivieren können und gemeinsam mit den Schulen ein starkes Hilfenetzwerk zum Kinderschutz aufbauen können", sagt Borck. 

Informationen zu möglichen Kooperationen

Grundschulen und Förderschulen aus Neustadt und Wunstorf, die sich zum Thema Kooperation mit der Jugendhilfe informieren möchten, können Kontakt mit dem ASD aufnehmen.

 

Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) der Region Hannover

Aufgabe des ASDs ist es, Kinder, Jugendliche, Eltern, Alleinerziehende, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher bei Problemen und Konflikten vertraulich zu beraten und Unterstützung anzubieten. Außerdem interveniert der ASD bei Krisen in der Familie und stellt den Schutz von Minderjährigen in Gefährdungssituationen sicher. Die Fachleute in den Jugendhilfestationen sind auch dafür zuständig, Kontakte zu anderen Institutionen und Beratungsstellen zu vermitteln. Die Möglichkeiten der Unterstützung reichen von Jugendcoaching, Familienhilfen und Tagesgruppen bis hin zur Heimunterbringung und der Organisation von betreutem Wohnen.

Jugendhilfe in der Region Hannover

Die Region Hannover übernimmt die Aufgaben der Jugendhilfe in 16 angehörigen Kommunen – die Städte Burgdorf, Hannover, Laatzen, Langenhagen und Lehrte unterhalten eigene Jugendämter. Um vor Ort gut erreichbar zu sein, ist der ASD mit sechs Jugendhilfestationen in der Region vertreten – neben Neustadt auch in Barsinghausen, Garbsen, Burgwedel, Springe und Ronnenberg